Bewertung von sunflower76 im Detail
sunflower76
Flatz, Österreich90%
Hallo Leute,
heute stelle ich euch wieder eines der Highlights unserer USA Reise vor. Wir haben lange überlegt, ob wir dieses Monument besuchen sollten oder nicht, weil es doch einen kleinen Umweg in Anspruch nimmt, haben uns aber schlussendlich dafür entschieden und sind jetzt auf jeden Fall froh darüber, dass wir den atemberaubenden
DEVILS TOWER
also den Teufelsturm, gesehen haben.
LAGE UND ANFAHRT
Der Devils Tower liegt am Ende der Bear Lodge Mountains bei den Ausläufern der Black Hills im amerikanischen Bundesstaat Wyoming.
Leider liegt der Devils Tower nicht auf einer großen Interstate und so muss ein nicht kleiner Umweg in Kauf genommen werden, um diesen Monolith zu besuchen.
Die Anfahrt erfolgt zuerst über die Interstate 90 und danach über den Highway 14 in Richtung Sundance und Hulett. Schon von der Ferne kann man den riesigen Tower sehen und außerdem ist er wirklich gut ausgewiesen.
DER TEUFELSTURM
Der Devils Tower hat eine Höhe von etwa 265 Meter und einen Durchmesser von fast 150 Metern. Laut den Prärieindianern ist der Berg der Wohnsitz der Grizzlybären und daher heilig.
Es war Präsident Theodore Roosevelt, der am 24. September 1906 den Devils Tower als erstes National Monument auswies. Seitdem wird er vom National Park Service betraut, was für uns so viel hieß wie, dass wir unseren Jahrespass für die Nationalparks verwenden konnten.
Roosevelt war ein Verfechter des Naturschutzes und zusammen mit dem Yellowstone National Park besitzt der Staat Wyoming nunmehr den ersten Nationalpark und das erste National Monument.
Rund um den Tower ist vor allem eine Hochebene aus Sedimentgestein zu finden. Der Monolith entstand vor etwa 40 Millionen Jahre bei der laramischen Gebirgsbildung, die auch die Black Hills und die Rocky Mountains betraf.
Der Devils Tower besteht aus einem vulkanischen Gestein namens Phonolith.
Folgendes schreibt Wikipedia dazu: In die neu entstehenden Falten aufsteigendes Magma aus dem Erdinneren kühlte in einem langsamen Prozess aus, wobei aus dem kristallinen Gestein durch Risse regelmäßige Säulen entstanden. Sie sind überwiegend sechseckig, es kommen aber auch fünf- und viereckige Säulen vor. Ob das Magma die Erdoberfläche erreichte oder wie nah es ihr kam, ist ungeklärt. Daher kann nicht beantwortet werden, ob es sich um einen Neck handelt, also einen Pfropfen im Schlot eines Vulkans, oder ob ein Lakkolith vorliegt, der nie der Oberfläche nahekam. Dass in der weiten Umgebung keinerlei Spuren auf oberirdischen Vulkanismus hindeuten, spricht für die Lakkolith-Theorie. Das den Magma-Stumpf umgebende sowie gebenenfalls abdeckende Gestein erodierte seitdem. Der Devils Tower als härteres Gestein blieb als Härtling weitgehend erhalten.“ Interessante Geschichte also, die ich selbst erst nachlesen musste, denn sie ist zwar immer wieder in Führern beschrieben, oft aber nur in Englisch und daher nicht immer verständlich.
UNSERE ZEIT DORT
Der Weg zwischen dem Tickethäuschen und dem Besucherzentrum ist relativ kurz, auf halber Strecke kommen wir bei einer Präriehundesiedlung vorbei und wir müssen richtig aufpassen, dass wir keines der kleinen Tierchen mit dem Auto erwischen.
Im Besucherzentrum gibt es Ausstellungen zu Geologie und Naturgeschichte zu bestaunen und hier erfährt man auch ganz viel über die Kultur der Indianer der Region. Es wäre auch möglich, sich für eine Rangerführung anzumelden oder einem der kurzen Vorträge zu lauschen, aber dazu hatten wir keine Zeit, denn wir wollten unbedingt rund um den Devils Tower wandern.
Es gibt mehrere Wanderwege, die aber in der Broschüre, die man beim Eingang bekommt, nicht ausgewiesen sind. Besser geht es da bei den Werbebroschüren, die verschiedene Loops anpreisen. Im Wyoming Official Travelers Journal habe ich dann gelesen, dass es rund um den Berg verschiedene Trials mit einer Länge von insgesamt 8 Meilen gibt. Wir beschlossen, den einfachen und gut angelegten Besucherweg rund um den Devils Tower zu gehen, der insgesamt nur 1,3 Meilen lang war. Wem das zu viel oder zu wenig ist, der kann noch den 3 Meilen lange Red Beds Trail wandern, den 0,6 Meilen langen Valley View Trail, den South Side Trail, der ebenfalls 0,6 Meilen lang ist oder den 1,5 Meilen langen Joyner Ridge Trails. Der Tower Trail allerdings führt am nächsten zum Tower.
Abgesehen vom Wandern, was hier die meisten Besucher tun, gibt es auch noch die Möglichkeit des Freikletterns. Sie Säulen des Monoliths haben so viele Rissen, dass dadurch die Möglichkeit des Kletterns besteht. Meine Tochter nimmt schon seit drei Jahren Kletterunterricht und sie war sofort begeistert, aber natürlich geht das nicht ohne Anmeldung. Außerdem müssen sich die Kletterer einen Einführungsfilm ansehen, damit sie die Einmaligkeit und die kulturelle Bedeutung des Devils Towers schätzen wissen.
Wir sind also nur gewandert und konnten den Devils Tower von allen Blickrichtungen fotografieren. Plötzlich kam ein Hirsch ganz ruhig über den Trail gewandert und hat sich von den vielen Besuchern natürlich gar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich mag es gerne, wenn einem die Fauna so überrascht, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, hat mir schon immer gefallen.
Die Wanderung war schnell vorbei, aber viel Zeit hatten wir ohnehin nicht, denn wir machten uns weiter auf den Weg zum Yellowstone Nationalpark.
HIGHLIGHTS IN DER UMGEBUNG
In der Nähe gibt es viele weitere Highlights, etwa den Mount Rushmore, die Jewel und die Wind Cave, den Yellowstone National Park sowie die Städte Rapid City und Cody.
Das Tourismus Journal empfiehlt außerdem im Beile Fourche River zu fischen, am Keyhole Reservoir Boot zu fahren, in den Black Hills zu Zelten oder in Sundance oder Pine Haven Golf zu spielen.
FAZIT
Wir haben unsere paar Stunden beim Devils Tower auf jeden Fall genossen und ich kann euch nur wirklich sagen, ein Abstecher hierher zahlt sich auf alle Fälle aus.
Volle Punkteanzahl für dieses Highlight von mir, die Natur ist wunderbar.
Devils Tower National Monument10