Bewertung von Mogli2309 im Detail
Mogli2309
Bornheim, Deutschland94%
Dieses Hotel besuchte ich während einer Chorfahrt
Hotelname
Ein im Jahre 1508 erbauer Zwinger, der dem Schutz einen Stadttores diente bildet den Mittelpunkt des Hotels.
Ursprünglich hieß dieser Zwinger Rosentorzwinger und er hatte einen Durchmesser von 22m, seine Mauernstärke betrug 5m und er hatte eine Höhe von 16m.
DER ACHTERMANN, der Name ist, da er wohl etwas ungewöhnlich ist, wohl erklärungsbedürftig. Er geht auf eine alte ortsansäßige Ratsfamilie zurück und ist erst um 1800 auf den Rosentorzwinger übergegangen. Der alte Achtermannzwinger war ein 1501 erbauter, riesiger und stark bewaffneter Wehrturm, der 1792 abgerissen wurde.
Der Achtermannturm entging dem gleichen Schicksal nur, weil die Schlachtergilde ihn als Schafsstall nutzte. Nach etlichen Umbauten wurde 1886 hier im 'Erdgeschoss die "Altdeutsche Bierhalle" eröffnet. Noch heute sind die "Altdeutschen Stuben" im ursprünglichen Zustand erhalten.
Der Turmsaal entstand in den beiden darüberliegenden Stockwerken.
Im angrezenden Fachwerkhaus wurde "Pauls Hotel" eröffnet, welches 1898 von Heinrich Pieper übernommen. Von 1908 - 1910 ließ er das Hotel Der Achtermann bauen. Schon damals waren alle Zimmer mit Zentralheizung, Wasserklosett und elektrischem Licht ausgestattet, was zur damaligen Zeit wohl eher die Ausnahme als Normalität war.
Krieg und Nachkriegszeit und die Lage nahe der innerdeutschen Grenze führte dazu, dass die Erben das Hotel 1978 schließen mussten.
Durch Erweiterungen und Sanierungen sowie die Planung ein Tagungszentrum entstehen zu lassen gelangte das Hotel wieder auf tragfähige Füße.
Lage, Anschrift usw.
Das Hotel liegt in Goslar im Harz, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof am Eingang zur Fußgägngerzone. Durch ein angegliedertes Parkhaus ist das Hotel auch für Autofahrer gut zu erreichen.
Zimmer
Die Zimmer sind sehr unterschiedlich, wie ich selbst erleben konnte. Ob das, was mir passiert ist nur bei Gruppen- und dann auch nur Einzelreisenden passiert, weiß ich nicht, aber .... auch laßt mich einfach erzählen.
Das Hotel ist, das es sich unterschiedlichen aneinander- und miteinanderverbunden Häusern besteht ziemlich verwinckelt. Man muss schon mal hier mit dem Aufzug fahren, einige Flure entlang, um Ecken, auch schon mal ein paar Stufen rauf, durch Feuertüren und wieder ein paar Stufen runter. So ähnlich jedenfalls ging es zu meinem ersten Zimmer.
Also sind schon mal nicht alle Zimmer für Behinderte ereichbar, aber dass ist sicherlich kein großer Nachteil, denn es gibt genügend Zimmer, die auch für Rollstuhlfahrer erreichbar sind.
Aber zurück zu meinem ersten Zimmer. Schon als ich dahin unterwegs war und mit auf dem Weg dahin fragte, ob ich überhaupt richtig bin, hatte ich ein komisches Gefühl. Eine Sangesschwester die ihr Zimmer auf dem gleichen Flur hatte, begleitete mich. Ihr Zimmer ging dann rechts vom Flur ab und lag zur Straße, meines lag dem ihren gegenüber und ging zum Innenhof hinaus. Hinzufügen muss ich noch, dass die Zimmer unter dem Dach lagen
Als ich das Zimmer betrat gelangte ich zuerst in einen kleinen Flur, an der Wand ein Gaderobenhaken, am Kopfende des Flures ging es ins Bad und links davor ins eigentliche Zimmer.
Als ich die Tür öffnete, war mein erster Gedanke "Abstellkammer" . Ja, so kam ich mir vor, winzig klein, rechts von der Tür das Bett, links davon ein Schrank, dazwischen ein schmaler Durchgang und der Tür gegenüber ein kleines Fenster (Dachfenster eben). Davor ein Schreibtisch. Aussicht? Aussicht gab es nicht denn vor dem Fenster, vielleicht 2 m davon entfernt verlief eine Mauer.
Meine Sangesschwester von gegenüber hatte es etwas besser getroffen, ihr Zimmer war etwas größer und das Fenster bot wenigstens etwas Aussicht.
Na ja, ich habe dann dort die erste Nacht geschlafen, sogar ganz gut geschlafen, denn wenigsten die Matratze war in Ordnung. Allerdings wurde ich recht früh geweckt, denn das Licht des heranbrechenden Tages schien schon recht früh auf mein Bett. Ja, selbst schuld, denken nun vielleicht einige von euch, warum zieht der Depp denn auch bevor er schlafen geht, den Vorhang nicht zu?
Hätte ich ja, wenn ich nur gewusst hätte wie, denn einen solchen gab es nicht.
Am nächsten Tag erfuhr ich so nach und nach wie die Anderen untergebracht waren, egal ob im Doppel- oder Einzelzimmer.
Große, helle komfortable Zimmer, Vorhänge, Zimmerbar, TV (auch ja den gab es oben ja auch noch) usw.
Und wie hausierte ich? Ich überlegte schon, mich bei der Rezeption zu beschweren, schließlich war für mein Zimmer ja auch noch der Einzelzimmerzuschlag fällig gewesen. Und das was doch ein Raum für Personal, das mal vorübergehend untergebracht werden musste, oder? So kam er mir jedenfalls vor.
Auf Grund des knappen Zeitrahmens kam ich aber auf Grund des knappen Zeitrahmens nicht dazu. Also noch eine Nacht, dort oben, mit frühem Aufwachen inklusive. Am nächsten Morgen bin ich dann nach dem Frühstück, ich war ja schon recht früh zur Rezeption und habe darum gebeten, dafür zu sorgen, mir eine Möglichkeit zu schaffen, dass ich das Fenster verdunklen könne. Die Dame versprach mir, sich darum zu kümmern.
Als wir am Nachmittag wieder im Hotel eintrafen, und ich mir de Schlüssel holen wollte, gab man mir zwei Schlüssel. Ich solle mir doch mal ein anderes Zimmer ansehen und wenn es mir gefalle könne ich gerne umziehen.
Das aber war gar keine Frage, denn das Zimmer war wirklich Klasse. Vom Flur ging es durch eine Tür und gleich noch Mal durch eine Tür, gleich links ging es ins Bad und geradeaus ins Zimmer.
In dem hellen, recht großen Raum befindet sich ein Bett (95cm breite Matrazze), ein Schrank, ein Schreibtisch mit Lampe und Zimmerbar, ein Safe sowie auf dem Schreibtisch ein TV-Gerät). Vor dem großen Fenster, welches bis zum Boden reichte und mit Vorhängen zu verdunklen war stand noch eine Stehlampe-
Im nicht zu kleinen Bad befanden sich das WC und die Duschkabine. Am Spiegel ein Vergrößerungsspiegel zum Rasierien und/oder Schminken.
Auch hier war die Matratze in Ordnung, ebenso das Plümeau, nur das Kopfkissen hätte ein wenig größer sein können.
Klassifizierung und Größe des Hotels
Das Hotel hat 4 Sterne und verfügt über 152 Zimmer, Restaurant
Café & Bistro und Hotelbar
Angegliedert ist ein Tagungszentrum sowie die Schwimmbad und Saunalandschaft Harz Therme.
Frühstücksbuffet
Das Frühstücksbuffet ist wirklich reichhaltig und läßt eigentlich keinen Wunsch offen.
Es gibt:
viele Wurst- und Käsesorten
hart gekochte Eier
Rühreier
Kaffee oder verschiedene Teesorten
Säfte
frisches Obst
Obstsalate
Butter und Margarine
viele Brot- und Brötchensorten
Eingenomme wird das Frühstück in einem großen hellen und lichtdurchfluteten Raum
Abendbuffet
Auch das Abendbuffet ist reichhaltig und auch hier müsste eigentlich für jeden Geschmack etwas zu fnden sein.
Suppe
verschiedene Fleisch- und/oder Fischsorten
Gemüse
Kartoffel, Nudel und Reis werden nebeneinander oder abwechselnd angeboten
verschiedene Nachtische
Für die Einnahme des Abendessens stehen verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung. Wir hatten als Gruppe einen Raum für uns.
Was es sonst noch gibt und was angeboten wird, kurz in Stichworten
Restaurant
Café & Bistro
Hotelbar
Angebote für Vereine und Gruppen
Arrangements zu den verschiedenen Feiertagen
Kurzurlaub
Wellnesstage
Aktuelles Angebote und Informationen können auf der Internetseite eingesehen werden.
Hier sind auch Buchungsinformationen einsehbar, man erfährt welche prominenten Gäste hier schon gewohnt habe und welche Firmen und Organisationen das Hotel nutzen.
Die Schwimmbad- und Saunalandschaft Harz Therme
Für Hotelgäste ist der Besuch kostenlos und auch Handtücher und Bademantel wird gestellt.
Die Harz Therme bietet auf über 1000 qm
Hallenbad mit Gegenstromanlage und Grotte
Whirlpool
Fitnessraum
4 verschiedene Saunen und Dampfbad
Ruhe- und Freiluftbereiche
Leider konnte ich, auf Grund der knappen Zeit nur das Schwimmbad besuchen, dieses ist aber, auch wenn es nicht sehr groß ist, sauber, hell und freundlich
Fazit
Wäre das "Problem" mit dem Zimmer nicht gewesen, hätte ich gesagt tolles Hotel, guter Service, viel Komfort und 5 Sterne vergeben. Aber auch so ist es ein gutes gut geführtes Haus, welches ich durchaus empfehlen kann.
Der Achtermann8