Bewertung von celles im Detail
celles
Wien, Österreich90%
In der Adventszeit hatten wir einen Übernachtungsausflug nach Graz gemacht. Da wir kein Auto haben sind wir mit der Bahn angereist. Das geht in Wien schon so mal in 3 Stunden. Das Hotel habe ich direkt beim Hotel selbst gebucht. Es wird auch von booking und expedia gemittelt, aber es gab ein kleines Extrazuckerl auf der Hp des Hotels.
Das Hotel ist sehr nahe am Bahnhof gelegen und daher ein Renner. Auf diversen Seiten wird es ohne Kategorie geführt, expedia.ca gibt ihm 3 Sterne. Insgesamt hat der Hotelblock 107 Zimmer. Das Hotel hatte rund 10 Stockwerke. Ich habe sie nicht genau gezählt. Jedes Zimmer hatte einen Balkon. Der Balkonanbau sah aus wie eine weiße Streichholzschachtel. Hier kann schon der Verdacht aufkommen, dass es sich hierbei um ein Designhotel handelte.
Der Check-in fand in Daniel's Espressobar statt, nicht gerade eine gewöhnliche Location für sowas. Ich hatte noch nie in einer Bar eingecheckt. Der Empfang war sehr freundlich. Ich sagte unsere Namen und dann gab es momentan mal eine Ohrfeige ins Gesicht. Die Dame meinte, dass keine Zimmer gebucht wäre. Ich war total baff und zeigte die Buchungsbestätigung vor. Nach längerem Suchen erkannte sie, dass der Name beim Hotel falsch eingeben wurde und die vorbezahlte Buchung OK war. Ich hatte inzwischen mal das Aussehen der Bar ins Auge genommen. Der Tresen war ganz weiß und links war eine schwarze Wand, an der die Preise für die Getränke im Café standen. Die Rückwand der Rezeption war eine braune Wandvertäfelung. Als Bonus ab es eine Tageskarte für den ÖPNV.
Unser Zimmer 107 war in offener Bauweise gestaltet. Das ist nichts unübliches, denn alle Zimmer sehen so aus und sind vollständig durch designt. Verantwortlich dafür zeichnet sich der Berliner Designer Werner Aisslinger. Man sagte uns, das das Hotel eine moderne Kaminlounge hätte und dass wenn wir mal gratis surfen wollten, dass in der ulkigen Fat-Boy Ecke möglich wäre.
Wir nahmen den Lift in die zweite Etage. Der Fußboden war so filzig in zweierlei Farben: grau und dunkelgrau. Das Doppelbett war ein echtes und hatte ein grauer Rückteil. Die Matratze war genau richtig und verhalf mir zu einem guten Schlaf. Die Wände waren grau und weiß. Besonders auffallend war die Dekoration am Fenster. Die linke Hälfte war eine rote Blende, das Fenster war in der Mitte und die rechte Hälfte war orange. Der Flatscreen fand auf einen braunen Holzregal auf der roten Seite zu finden. Das Ensemble war groß umrahmt. Der untere Bereich bestand aus einem durchgehenden Regal, das sowohl als Sitzplatz als auch als Ablage Verwendung fand. Links unter dem Fernseher hatten wir drei Steckdosen zur Verfügung.
Das Waschbecken war schwarz und eckig. Dies war abstehend von der Wand und ich habe mich einmal leicht angeschlagen. Ich fand das sehr unpraktisch und etwas gefährlich. Überm Waschbecken hing ein geschliffener, ungerahmter Spiegel. Die Wasserhähne waren in die Wand eingelassen und sahen aus wie Bedienhebel. Der Wasserhahn selbst schaute steif in die weiße Waschmuschel. Rechts außen befand sich der Seifenspender mit Flüssigseife.
Das Zimmer im Helix in Washington mutete in gleicher Form an. Wie gesagt, war hier offene Bauweisem d.h. es ging stufenlos ins Badezimmer über.
Im daniel’s nahmen wir um 9 Uhr früh unser Frühstück ein. Dies war weniger designt, als das ganze Hotel und insbesondere unser Gemach. Im Sommer hätte noch die daniel-Terrasse offen gehabt, aber nicht in der kalten Adventszeit. Zum Frühstück konnte man sich viel Bodenständiges nehmen wie Brot, Semmeln, Kipferln, Marmelade oder auch ein weiches oder hartgekochtes Ei ordern.
Das Hotel Daniel war ein freundliches Hotel. Doch war mir das Hotel nicht das allerliebste, da ich nicht so sehr auf Designhotels stehe.
daniel7