Gstaad gehört politisch zur Gemeinde Saanen und hat sich einen Namen als Tourismusort der Reichen, Schönen und Berühmten gemacht. Der Ort befindet sich im Berner Oberland und der Bahnhof liegt auf 1050 m. ü. NN. Hauptsaison ist der Winter mit den diversen Skianlagen. Seit 1999 ist der Dorfkern autofrei was den Ort nochmals aufgewertet hat. Sämtliche Gebäude sind im typischen Chalet-Stil erbaut was bedeutet, dass das ursprüngliche Ortsbild erhalten bleibt. Als Unterschied zu anderen Promi-Ferienorten wird hier die Zurückhaltung und Diskretion der Bevölkerung geschätzt. Nachteil in Gstaad ist, dass die Preise extrem hoch sind. Dass in ganz Gstaad viele verschiedene Sprachen gesprochen werden ist eine Selbstverständlichkeit.
Anreise / Lage
Die Anreise erfolgt entweder mit dem Auto per Autobahn - entweder in
Wimmis,

abfahren mit einem Anfahrtsweg über eine kurvenreiche Strecke von rund 45 Minuten oder vom Westen her kommend die Ausfahrt
Bulle nehmend, mit einem Anfahrtsweg über eine kurvenreiche Strecke von rund 30 Minuten. Wer mit dem Zug reist kann mit der Montreux-Oberland Bahn im Golden Panoramic Express die Berglandschaft geniessen. Bei diesem Zug ist auch das Dach verglast, so dass man freie Sicht auf die Umgebung hat. Für Gutbetuchte befindet sich im Nachbarort Saanen ein kleiner Flugplatz. Linienverkehr gibt es dort nicht, aber so genannte
Taxiflüge von den Flughäfen
Genf-Cointrin,
Zürich-Kloten,
Bern-Belp oder sogar von London, sind genau so möglich wie die Anreise mit Privatflugzeugen.
Landschaft
Gstaad befindet sich im Bereich Saanenland im Berner Oberland.

Die Berge sind hier im westlichen Berner Oberland, nahe der Sprachgrenze zum Französischen, nicht so hoch wie im östlichen Oberland mit den bekannten Bergmassiven Eiger, Mönch und Jungfrau. Das Tal ist offen, so dass man sich nicht von den Felsen erdrückt fühlt. Die Landschaft wird von den Landwirten nach wie vor gepflegt. So gibt es in Gstaad ungefähr ebenso viele Kühe wie Einwohner. Die Tatsache, dass sich das Saanenland in einer Art Kessel in den Bergen befindet bewirkt, dass Nebel in dieser Region ein grosses Fremdwort ist.
Tourismus
Wintertourismus
Die Skigebiete

hat man unter
Gstaad Mountain Rides zusammengefasst, sie sind aber nicht zusammenhängend. Die
Wispile wird vor allem für die Kinderskischule benutzt. Das Eggli ist das grösste zusammenhängende Gebiet. Hier kann man per Ski bis nach
Rougemont fahren. Die anderen Skigebiete, das
Rellerli, das
Horneggli und das Saanersloch befinden sich auch noch in der Gemeinde Saanen, aber nicht mehr im Ortsteil Gstaad. Gstaad, ist nicht sehr hoch gelegen und somit nicht sehr schneesicher. Deshalb haben im Herbst 2008 die Einwohner an einer Gemeindeversammlung beschlossen in den nächsten Jahren rund 40 Millionen Franken in Beschneiungsanlagen zu investieren. Ausnahme bilder das Gletscherskifahren auf dem
Glacier 3000.

Hier kann bis weit in den Sommer hinein Ski gelaufen werden. Noch immer ist nämlich der Winter die absolute Hochsaison. zwischen Weihnachten und Neujahr befinden sich rund vier Mal mehr Menschen in Gstaad als es Einwohner hat. Des weiteren verfügt Gstaad über eine offene Kunsteisbahn welche auch Gästen zugänglich ist. Sie befindet sich am unteren Ende der
Promenade - ein Ort wo im Sommer jeweils das Tennis- und das Beachvolleyballturnier statt finden. Das weitere Winterangebot umfasst diverse Winterwanderwege, Heissluftballonflüge, Schneeschuhwanderungen, Pferdeschlittenfahrten und auch eine Rodelbahn. Tennishalle, Hallenbad und diverse Wellnessangebote in den Hotels sind selbstverständlich.
Sommertourismus
Gstaad hat in den letzten Jahren daran gearbeitet weniger vom Skitourismus abhängig zu sein. Neben dem traditionellen ATP Tennis Turnier der Herren, dem
Allianz Suisse Open, hat sich in den letzten Jahren vor allem das
Beachvolleyball Grand Slam Turnier etabliert.

2007 fand sogar die Weltmeisterschaft dieser Strandsportart in Gstaad in den Alpen statt! Das Tennis Turnier findet seit dem Jahr 1974 in Gstaad statt und gilt als "Wimbledon der Alpen". Auf der Liste der prominenten Sieger ist auch die langjährige Nummer 1 im Welttennis, der Schweizer Roger Federer, zu finden. Das Beachvolleyballturnier gilt auch bei den Spielern als sehr speziell. Diese sind die Höhenlagen und die kühlen Temperaturen nicht gewohnt.
Daneben gibt

es noch das
Polo Turnier, das
Menuhin Festival, die
Country Night, die
Gipfelkonzerte Gstaad sowie das
Davidoff Saveurs-Festival für Gourmets. Diese Veranstaltungen führen dazu, dass sich die Kundenfrequenzen im Ort besser auf das ganze Jahr verteilen. Kurz vor Weihnachten findet im Palace-Hotel jeweils eine weltweit beachtete Ferrari-Auktion statt. In
Saanenmöser steht ausserdem der
Golfplatz Gstaad-Saanenland zur Verfügung.
Promis
Es gibt in Gstaad weniger Journalisten und Papparazzi als zum Beispiel in
Sankt Moritz. Es ist ein offenes Geheimnis wer von den Promis in Gstaad eine Bleibe besitzt oder sich regelmässig dort aufhält. Es wird jedoch alles sehr diskret behandelt. Der ehemalige Star-Geiger Yehudi Menuhin

verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Gstaad und gründete das bereits erwähnte Festival. Formel 1 Besitzer Bernie Ecclestone besitzt in Gstaad ein Chalet genau so wie Roger Moore, Gunter Sachs, Johnny Halliday, Alinghi Chef und Besitzer Ernesto Bertarelli und viele andere. Liz Tayler besaß ebenfalls ein Chalet und hat dort teilweise auch Michael Jackson als Gast empfangen. Weitere Prominente wie Keanu Reeves oder Paris Hilton wurden ebenfalls schon in Gstaad gesichtet. Viele weitere Prominente befinden sich regelmässig in Gstaad. Durch die Diskretion der Gstaader dringt dies jedoch kaum an die Öffentlichkeit. Roger Moore sagte einmal, dass er sehr schätze, dass sich die Einheimischen weniger für ihn, als für das Auto welches er fahre, interessiere. Das "Le Rosey" befindet sich in Gstaad. Dabei handelt es sich um ein Edelinternat welches von den Kindern von reichen Persönlichkeiten aus der ganzen Welt besucht wird.
Übernachten in Gstaad
Gstaad verfügt über eine sehr hohe Dichte an 4- und 5-Stern Hotels.
Das Palace 
in Gstaad gilt als bestes Ferienhotels der Schweiz. Es thront wie ein kleines Schloss über Gstaad. Bei der Anreise sieht man das Hotel zuerst. Das Palace Hotel ist auch die beinahe einzige Ausnahme vom typischen Chalet-Stil. Daneben sind weitere Luxus-Hotels wie das vor wenigen Jahren ausgezeichnete "Hotel des Jahres"
Grand Hotel Bellevue. Das Bellevue befindet sich beim Ortseingang und es ist nur wenige Schritte vom Durchführungsort des Tennis- und Beachvolleyballturniers entfernt. Weitere Luxushotels sind das
Grand Hotel Park oder das
Grand Chalet. Eine Auswahl an günstigeren Mittelklassehotels beinhaltet das
Arc-en-Ciel, der
Gstaaderhof, das
Hotel Alphorn oder der
Bernerhof. 2008 wurde das
Hotel Bellerive, welches 2004 abgebrannt war, neu eröffnet.

Dieses ist ebenfalls bei den Mittelklassehotels anzusiedeln und empfehlenswert. Gstaad verfügt ebenfalls über eine grosse Anzahl an Ferienwohnungen welche man wochenweise mieten kann. Wie bei den Hotels sind auch diese qualitativ und vor allen Dingen preislich sehr unterschiedlich. Generell sind die Preise in Gstaad eher am obersten Segment anzusiedeln. Wer nicht auf die Hauptsaison (Weihnachten/Neujahr, Februar und Ende Juli bis August) angewiesen ist kann aber unter Umständen zu einer Übernachtungsmöglichkeit mit günstigen Preisen kommen. Einige der Hotels sind jedoch in der Zwischensaison im Frühling und Herbst geschlossen.
Essen
Es wird gesagt, dass die Reichen und Prominenten im Restaurant
Chesery essen, wenn der Privatkoch frei hat. Und so ist es wohl auch. Robert Speth war vor wenigen Jahren Schweizer Koch des Jahres und gehört zur Spitzengruppe der Schweizer Koch-Elite. Aber auch die Gourmetrestaurants in den 5-Sterne Hotels bieten hochwertige Speisen. Daneben ist die Küche genau so international wie die Kundschaft. Im
Rialto 
können zum Beispiel italienische Speisen auf höchstem Niveau genossen werden. Eine normale Pizza sucht man dort vergeblich. Für Einheimische oder für weniger betuchte Gäste kann das
Sporthotel Rütti für Pizzen empfohlen werden. Für nationale und internationale Küche können die Restaurants in den Hotels
Bernerhof und
Gstaaderhof in Betracht gezogen werden. Das einzige Fast Food Lokal befindet sich unter der Eisenbahnbrücke an der Promenade. Im Winter wird man auf den Skipisten an diversen Schneebars verköstigt und auch die Sonnenterassen der diversen Bergrestaurants in den Skigebieten sind nicht zu verachten.