Bericht über einen Indoor Spielpark
Nämlich der Spielstadt Hamburg XXL
Die Anschrift :
Papenreye 26,
22435 Hamburg,
Tel.: 040 55449884
Wie ich auf die Idee zu dieser Spielewelt kam ist schnell erzählt:
Da man ja auf verschiedenen Plattformen selbst aktiv ist und somit eigentlich auch bei anderen Usern Erfahrungsberichte liest, bleibt gelegentlich auch mal etwas in Erinnerung. So kam es das jemand aus unserer Familie, in Hamburg Bergedorf, eine mehrwöchige Reha verschrieben bekam und die Reha über den eigentlich geplanten Zeitraum auch noch hinaus ging.
Da es den Kindern in solchen Gebäuden wie Reha Zentren und Krankenhäusern meist recht langweilig erscheint und unsere Reha Patientin Ausgang haben durfte, suchten wir etwas, wo die Kinder ein wenig Spaß hatten und wir ein wenig Ablenkung beziehungsweise auch unsere Reha-Patientin mal etwas anderes als nur das ReheaZentrum zu Gesicht bekommen sollte.
So erinnerte ich mich an den Bericht von didiba. Ich konnte mich erinnern, das er einen Bericht über eine Indoor Spielmöglichkeit geschrieben hatte.
Schnell suchte ich noch kurz vor unserer Abfahrt diesen Bericht um die Anschrift zu erfahren, denn unser Navigationsgerät muß ja wissen, wo es uns hin navigieren sollte.
So fuhren wir zunächst unsere Reha Patientin abholen. Von dort aus (Hamburg Bergedorf) gaben wir das Ziel in das Navigationsgerät ein und wir bekamen eine Fahrtzeit von zirka 25 Minuten bei etwa 21 km angezeigt.
Da wir und in Hamburg so gut wie gar nicht auskennen, verließen wir uns also auf die Tante im Navi!
Als wir uns Kilometer mäßig dem Ziel näherten, hielten alle Fahrgäste (3 Erwachsene und 2 Kinder) Ausschau nach der Spielestadt Hamburg XXL.
Die Dame vom Navi erzählte: Sie nähern sich dem Ziel...“ Aber wo? Wo war das Ziel? Wir fuhren die Straße Papenreye einmal hin und wendeten an der nächsten Kreuzung, denn dort hieß die Straße plötzlich anders. Wir wendeten und fuhren langsam zurück und das in Hamburg! Eigentlich ist man, wenn man in Hamburg langsam fährt ein Verkehrshindernis. Glücklicherweise mit einem nicht ansässigen Kennzeichen, aber das scheint Hamburger Verkehrsteilnehmer nicht wirklich zu stören. Es wird gehupt und gedrängelt und überholt, ohne Rücksicht auf Verluste. Plötzlich entschied mein Mann, in eine Auffahrt zu fahren, denn dort war das Ziel laut Navi am Nächsten!
Er drehte auf dem Gelände hinter diesem Block um und wir standen nun wieder in Richtung Papenreyer Straße und erblickten eine unscheinbare Einfahrt mit einem relativ kleinen Werbeschild. Spielestadt Hamburg XXL.
Yippi, gefunden! NA das war ja schon mal aufregend. Wir fuhren also fast nur schräg über die Straße, durch ein Tor, welches offen stand und an dem dieses Schild hing und fuhren über eine Art Parkplatz, welcher voller Regenpfützen mit vielen, vielen Löchern übersäht war. Der Weg führte uns zu einer Art Fabrikhalle. Unmittelbar davor standen einige Autos und wir stellten unser PKW ebenso dort unter großen Bäumen ab, die von der Straße kommen die Hallen unscheinbar in den Hintergrund verbannen.
Einige Leute standen recht weit hinten vor dem Eingang und zogen an den Zigaretten. Das Wetter draußen war recht ungemütlich. Regnerisch und windig halt.
Rechts neben der alten Fabrikhalle steht noch eine weitere alte Fabrikhalle, die aber anderen Zwecken diente, nämlich einer Motorrad Werkstadt.
Hinweis: Wenn man von der Autobahn A7 kommt sollte man in Stellingen abfahren. Die Straße Papenreye führt auf folgende Straßen: Borsteler Chausse und Spreende. Zur anderen Richtung kommt man dann auf die Kollaustraße von der man wieder die Abfahrt Stellingen laut Schildern folgen kann.
Mein erster Eindruck:
Äm, wenn ich ehrlich sein soll, war wirklich nicht berauschend. Das Gebäude von Aussen war nicht wirklich einladent und als ich dann in diesem Gebäude war täuschte mich mein Eindruck auch nicht, denn die alte Werkshalle wurde einfach umfunktioniert und mit relativ wenig Auffand“ zu einer Kinderspiellandschaft umgestaltet.
So weit mein Auge Blickte Halle..., aber ich fange einfach mal beim Eingang, also bei der Kasse an.
An der Kasse warteten wir einen kleinen Augenblick, dann kam eine junge Frau und fragte wie viele Personen. Sie zählte zunächst nur 2 Erwachsene und 2 Kinder und meinte 18,-€ dann. Unsere Reha-Patientin stand direkt hinter uns und hätte durchaus einfach so durch gehen können, denn es interessierte niemanden, denn schließlich kamen ja auch die Raucher von draußen mit Jacke und Schuhe wieder rein. So erwähnten wir also ehrlich wie wir sind die 3. Erwachsene Person und zahlten 21,90€ Eine Eintrittskarte bekamen wir nicht! Das kam mir sehr komisch vor.
Die Eintrittspreise sind wie folgt gestaffelt:
Mo - Fr. 09.30 - 12.00 Uhr € 5,90, Erwachsene frei.
Mo - Fr. 12.00 - 19.00 Uhr € 5,90, Erwachsene 2,90
Sa, So und Feiertag: 10.00 - 19.00 Uhr € 6,90, Erwachsene 3,90
Monatskarten (für 2 Erwachsene und alle eigenen Kinder)=40€
Familienkarten am Wochenende und Feiertagen( gültig für 2 Erwachsene +2 Kinder (Tageskarte))=18,00€
Familienkarte Montag Freitag (gültig für 2 Kinder + 2 Erwachsene (Tageskarte))=15,00€
9,50€ pro Kind für Geburtstagsfeiern!
Ermäßigungen für Großeltern oder Behinderte gab es nicht und auch Stundenkarten, wie bei didiba´s Bericht, wurden inzwischen abgeschafft!
Der Indoor-Spielplatz:
Ich halte hier gerade die Broschüre von der Spielestadt Hamburg in der Hand und lasse gerade noch mal Revue passieren:
Denn es wird dort geworben mit: einem 10 Meter hohen Funpark, Trampoline, Großem Flugzeug, 8 m Tower,
2 Hüpfburgen, Bälle - Shooter, Tischtennis, Kicker und einem Kleinkinder Bereich sowie einem Wickelraum, einem großen Bistro, 1700m großen Lofthalle und auch mit der Besonderheit mit dem Frühstücksbuffet und Betriebsfeiern und Events auf Anfrage.
Gemütlich Platz genommen?
Na ja, nachdem wir nun unseren stolzen Eintrittspreis bezahlt hatten suchten wir einen Sitzplatz.
Die Kinder zogen ihren Jacken und Schuhe aus und konnten diese in dem Garderoben Bereich in einem Fach los werden. Dieser ist jedoch unbeaufsichtigt und bei vielen Besuchern recht chaotisch, weil viele ihre Sachen einfach auf dem Boden abgestellt haben und kaum noch Platz zum laufen war.
Vom Eingang aus betrachtet befindet sich also rechter Hand die Kasse und dahinter der große Tresen für die Bstro Geschichte. Dieser Tresen war aber nur an einer Stelle von den Servicekräften in Benutzung.
Eine große Tafel hing an der Wand, hinter dem Tresen . Gut lesbar stand dort, was man alles kaufen kann.
Die Preise verschlugen mir fast die Sprache, aber ich tröstete mich mit den Worten, das ist nun mal Hamburg.
Hinter dem Tresen schlossen sich die Sanitären Anlagen an.
Der Weg dorthin war für Kinderaugen verführerisch mit diesen Süßwaren Automaten bestückt. Wie viele Automaten es waren, vermag ich gar nicht zu erwähnen, denn auch meine Jungs waren dort irgend wann einmal vorbei gelaufen und konnten leider nicht widerstehen für 0,50€ dort mal am Hebel zu ziehen.
Die Toiletten:
Leider musste ich während des Besuchs in der Spielestadt auch die WC-Anlage aufsuchen. Sie war schnell zu finden, denn der Andrang war passend der Besuchermenge nicht zu übersehen.
Die Toiletten waren nicht Tip Top, mehr möchte ich dazu nicht erwähnen. Auch die Menge der Toiletten war für diese Halle nicht wirklich ausreichend. Es gab jedoch Kindertoiletten und normale WC in Erwachsenen Größe!
Von den Toiletten kommend waren rechter Hand so Kabinen für Geburtstagsfeiern. Jede Kabine war wunderschön bunt bemalt. Jeder Raum hatte ein anderes Bild. Die Räume waren so halbhoch, das eine Feier die andere nicht störte, aber die Räume waren halt offen. Wir nahmen unmittelbar neben diesem ersten Geburtstagsraum platz. Hier standen diese Partygarnituren, also recht lange Tische und lange Bänke. Die gemütlicheren Plätze mit den Stühlen waren alle belegt und zwar so, dass man gar keine Chance hatte dort einen Platz zu finden. Viele Leute richteten sich dort dauerhaft ein und deponierten ihre Sachen am Tisch und Stuhl.
Während unsere Kinder die Halle erkundeten haben wir uns also erst einmal einen Platz gesucht und ein warmes Getränk gegönnt. Wir hatten die Tassen noch gar nicht richtig aus, wurden diese vom Service Team schon wieder eingesammelt, fast etwas aufdringlich, als wenn nicht genug Geschirr in der Küche wäre.
Danach sahen wir uns abwechselnd nach den Kindern um. Die Spielmöglichkeiten waren ja recht viel fälltig.
Es gab einen Pavillon wo zwei Frauen die kleineren Kinder geschminkt haben. Meine Jungs haben da einen großen Bogen drum gemacht, das war ja nun gar nix für sie.
Eine große Halle die viele Gäste aufnehmen kann, mir persönlich jedoch eindeutig zu hoch war, denn die Eingangstür war ständig in Bewegung, die Halle war recht kalt und auch meine Jungs hatten durch das ohne Schule laufen kalte Füße.
Es gab einen gewissen Bereich der eigentlich ohne Schuhe betreten werden sollte, aber auch hier gab es halt Leute die sich nicht daran gehalten haben, es störte jedoch auch niemanden, denn im hinteren Bereich waren weitere Partybänke aufgestellt, wo weitere Geburtstagstische eingedeckt waren. Das fand ich persönlich gar nicht gut, weil das dieses schöne Bild der Partyräume wieder zu Nichte machte.
Die hohe Fabrikhalle wird unterbrochen im Sitzbereich von bunten Tüchern, die hier ein wenig Gemütlichkeit in die Halle bringen sollen. Durch die ständig offene Tür machte es weder den Anschein nach Gemütlichkeit noch war es für mich persönlich ein tolles Ereignis. Die Kinder waren nach nur einer Stunde schon angenervt, weil sie nicht wirklich richtig an die Spielgeräte ran kamen und das hinterlässt dann auch nicht wirklich einen tollen Eindruck.
Wir ermutigten die Kinder es doch noch mal bei anderen Spielmöglichkeiten zu versuchen um wenigstens noch eine weitere Stunde dort zu verbringen, denn der Eintrittspreis für Kurzbesucher war dafür einfach zu hoch!
Wir Erwachsenen nahmen nach und nach an unsere Bank Platz und irgendwie knurrte mir der Magen, denn neben uns saß ein Vater mit seinem Sohn und aß eine Pizza. Der Duft war verführerisch und die Pizza sah auch ganz gut aus. Sie hatte die Größe eine großen Tellers. Ich bestellte auch so eine Pizza bekamm weder Kassenbon noch irgend etwas anderes mit als ich bestell und bezahlt hatte und man sagte mir eine Zeit und ich könnte sie dann am Tresen abholen... Na ja, kam mir alles etwas komisch vor, denn es kann ja sein, das sich jemand Anderes dann vordrängelt, oder das Essen ohne Bezahlung einfach abholt. Also blieb ich in der Nähe des Tresens und wartete und schaute noch so ein wenig das Geschehen an. Ich bemerkte, das an der Wand sogar noch die alte Werksuhr hing. Sie war nicht im Betrieb, aber sie hing da halt noch. Weiterhin konnte ich erkennen, das auch noch alte Technik“ dort in der Halle war, was für mich den Eindruck machte also wenn es mit der Kinderspiellandschaft nichts mehr ist, hier wieder ganz schnell zu einer Werkshalle umfunktioniert werden kann.
Na ja, vielleicht ist es wirklich so gewollt, aber schön ist ´s halt nicht.
Die Pizza kostete übrigens 5,80€ und war nach zirka 10-15 Minuten fertig. Ich teilte mir die Pizza mit meinem Mann. Mehr Essen leisteten wir uns nicht.
Geschmacklich gab es nichts einzuwenden. Die Pizza roch gut und schmeckte auch.
Die Kinder bekamen ein Eis welches mit 1,50€ auch etwas teurer war, als gewöhnlich und ein Slush Getränk mußte nach dem Toben auch noch sein. Hier kostete ein Getränkebecher laut meiner Erinnerung 1,50€. Meine Kinder teilten sich einen Becher und ich war ganz froh darüber.
Positiv: verschiedens Spielmöglichkeiten verschiedener Altersgruppen,
schöne Geburtstagsräume, aber leider zu wenige wie es den Anschein machte!
Kinderschminkabteilung und Kleinkinderbereich
Negativ: schlecht ausgeschildert, für Kinder nicht nach aussen abgesichert, keine Zahlungsbelege für Eintritt oder Essen, Toiletten Sauberkeit, Zugluft und dann noch Werbung für die 10Meter hohe Halle, denn jeder weiß das warme Luft nach oben steigt, kalte Füße sind vorprogrammiert,Süßwarena utomaten vor den Toiletten...
keine Schnäppchenpreise, kein extra Personal für Kinder. Aufsicht nur durch die Eltern
Abschließend:
Wer wirklich intensiv meine Berichte liest, kann sich vielleicht auch noch an meine Berichte vom Wal in Friedrichskoog erinnern, oder auch an das Rappelzappel in Westerrönfeld. Wenn ich die Spielestadt Hamburg XXL mit unsern ländlich gelegenen Indoorspielemöglichkeiten vergleiche muß ich hier wirklich Sternenabzug vornehmen, denn weder wir Erwachsene haben uns wirklich wohl gefühlt noch die Kinder hatten dauerhaft gute Laune. Die Preise sind hoch, es war nicht wirklich nicht gemütlich und nicht sehr gut durchorganisiert schlecht ausgeschildert ist die Spielestadt und auch nicht gerade günstig in meinen Augen.
Urteil Wort wörtlich von meinen Jungs, als ich fragte, wie ihnen gefallen hat:
ES GEHT SO!
Ich bedanke mich bei all meinen LESERN und Bewertungen und so manch nettes Wort!