Bewertung von elfenblume im Detail
elfenblume
Deutschland96%
Nachdem ich mir die Kirchen rund um die Mönckebergstarße angesehen hatte, zog mich ein weiterer Turm an. Dieser Turm gehört nicht zu einer kirche, sondern zu dem Rathaus der Stadt. So ein Gebäude wirkt auch, oder vor allem, durch den großen Platz davor. Man stelle sich nur vor, dass dieses beeindruckende gebäude eingequetscht zwischen anderen Bauten stehen würde-- undenkbar. So hat man vom Rathausplatz schon einen tollen Blick auf die Fassade, die auch einen genaueren Blick lohnt. In grüner Patina leuchtet das Kupferdach heute im Sonnenlicht, auch die Einzelheiten der Fassade kann man gut erkennen. In den Fensternischen der Renaissance Fassade reihen sich Könige und Kaiser, darüber die Allegorien der Tugenden. Ein Hinweis auf das Selbstbewusstsein der Hamburger Bürger, eigentlich war es richtig dreist, dass sie die Tugenden über die Obrigkeit gestellt haben. Doch wie in vielen Hansestädten waren die Bürger auch hier reich und hatten das Sagen und die Macht durch ihren Reichtum. Geld regiert die Welt, denkt man auch hier.
Der Platz vor dem Rathaus ist belebt. Gruppen von Touristen mit Fremdenführern, Stände mit Andenken und Straßenkünstler, hier gibt es immer etwas zu schauen. Ein großes Transparent wies vor dem Rathaustor auf den Tag des offenen Denkmals hin. Das Tor war offen, sodass ich durch den kleinen Vorraum in die Diele laufen konnte. Der Name für diesen Raum ist eine Untertreibung, denn es ist ein Saal. Die Decke erinnert mich eher an die Kreuzgewölbe gotischer Kirchen und die Treppenaufgänge an einige Paläste, die ich schon besucht habe. Auf der echten Seite flankieren zwei Löwen aus Bronze den Treppenaufgang. ich laufe ein Stück nach oben und stehe vor einem filigranen Eisengitter, das den Weg zu weiteren Räumen versperrt. Ein Schild neben dem Eingang machte schon darauf aufmerksam, das es heute wegen einer Veranstaltung keine Führungen gibt, wqie schade.
Doch die Tür in den Innenhof ist geöffnet, sodass ich mir den wenigstens anschauen kann. Den Mittelpunkt bildet ein Brunnen, der mit der Göttin Hygieia geschmückt ist. Brunnen, die Göttern gewidmet sind habe ich schon oft gesehen, doch die Dame ist mir noch nicht begegnet. Neptunbrunnen kenne ich, auch Kybele mit Brunnen oder mit Nymphen, doch wer ist hier verewigt? zunächst hatte man auch an etwas Imposantes gedacht, doch als Hamburg eine Choleraepedemie überstand, entschied man sich aus Dank für diese Göttin der Gesundheit. Den anderen Gebäudeteil dieses Innenhofes bildet die Börse, die man sich bei der Gelegenheit auch gleich anschauen sollte. Einen Blick auf die Hauptfassade hat man, wenn man das Rathaus durch das von Löwen flankierte Tor verläßt, natürlich nicht, ohne noch einmal einen Blick auf die schöne Fassade zu werfen.
Rathaus Hamburg9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Architektur
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Zustand
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Historische Bedeutung
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Mit der U-Bahn an der Haltestelle Rathausmarkt steht man direkt vor dem Gebäude.