blonde_lady
bei Dresden, Deutschland98%
Anfang Mai waren wir in Hamburg. Wir, das sind mein Mann und ich + zwei weitere Leute. Es war mal wieder Zeit, diese Stadt und ein weiteres Musical zu besuchen. Aus diesem Grund benötigten wir natürlich auch ein Hotelzimmer.
1. Auswahl und Buchung des Hotels
Am Anfang des Jahres haben wir beschlossen, nach Hamburg zu fahren. Die Musicalkarten waren gebucht, es fehlte nur noch ein Hotelzimmer. Mit Hilfe eines Kataloges aus dem Reisebüro sind wir dann fündig geworden. Im Katalog von TUI (Städtereisen) wurden wir auf das Entrée Residenz & Garni Hotel aufmerksam. Die Beschreibung und vor allem der Preis waren fast unschlagbar. Um überhaupt zu wissen, in welcher Gegend von Hamburg dieses Hotel steht, haben wir erst mal im Internet recherchiert. Da wir erfuhren, dass man mit Bus und U-Bahn gut in die City kommt, wurde dieses Hotel immer mehr in die Auswahl einbezogen. Zudem wollten wir dieses Mal auch zu Hagenbeck und da lag das Hotel ganz günstig. Der Preis war aber auch nicht zu verachten. Bei TUI gibt es hier Sparmöglichkeiten. Wer 3 Nächte bucht, bezahlt nur 2 Nächte. Allerdings muss man dann von Freitag bis Montag buchen. Ist doch Klasse, verlängertes Wochenende war ja so und so geplant. Zudem gibt es einen Frühbucherbonus. Bei einer Buchung bis 60 Tage vor Ankunft erhält man noch einmal 5 % Nachlass. Da wir Anfang Januar buchen wollten, war das gar kein Problem.
Ich wollte selber im Internet über TUI buchen, habe es dann aber gelassen. Da wir noch mit zwei weiteren Leuten fahren wollten, brauchten wir ja zwei Doppelzimmer. Diese konnte ich nicht mit einmal buchen, sondern musste jedes Zimmer für sich reservieren. Da hatte ich aber Angst, dass nach der 1. Buchung vielleicht kein zweites Zimmer frei wäre. Mein Mann ist dann ins Reisebüro und hat die beiden Doppelzimmer dort buchen lassen. Der Preis war der selbe.
Wir haben für jedes Doppelzimmer mit Frühstück 110,00 Euro pro Person, also 220,00 Euro pro Zimmer bezahlt. Das macht bei 3 Übernachtungen einen Preis von ca. 73,00 Euro pro Nacht (ca. 37,00 Euro pro Person und Nacht). Klingt für manchen einen vielleicht immer noch teuer, aber versucht mal ein preiswerteres sehr gutes Zimmer in Hamburg zu bekommen.
Auf der Web-Site des Hotels hatten wir uns vorher noch über den vom Hotel direkt angebotenen Zimmerpreis informiert. Für ein Doppelzimmer will man dann 125,00 Euro bzw. 150,00 Euro haben. Na dann haben wir doch mit Hilfe von TUI einen guten Preis bekommen.
Zur Info: Im TUI-Katalog ist dieses Hotel mit 3 Sternen ausgezeichnet. Im Hotel selbst haben wir aber von 4 Sternen erfahren.
2. Ankunft und Einchecken
Wir kamen am Freitag vor 10:00 Uhr am Hotel an. Von außen sah es gar nicht aus, wie ein Hotel mit Sternen. Na ja, mal sehen. Es war noch zeitig, aber da wir noch viel von diesem Tag haben wollten, waren wir auch schon gegen 4:30 Uhr in Dresden losgefahren. Wir wurden sehr freundlich, dabei aber nicht übertrieben freundlich, im Hotel empfangen. Unsere Zimmer waren leider noch nicht fertig, womit wir natürlich auch rechnen mussten. Ohne groß fragen zu müssen, wurde uns gleich die Aufbewahrung unseres Gepäckes angeboten. Das Angebot haben wir natürlich dankend angenommen. Wir füllten noch die üblichen Anmeldeformulare aus und schon konnten wir die erste Tour in die City machen. Am späten Nachmittag waren wir wieder im Hotel. Wir bekamen unsere Schlüssel und konnten nun endlich das Zimmer in Beschlag nehmen. Das Gepäck stand bereits im Zimmer bereit.
3. Zimmer
Bei dem Zimmerschlüssel handelt es sich nicht um normale Schlüssel. An der Zimmertür war ein Drehknauf, an den wir zum Öffnen der Tür eine Art Chip halten mussten. Wir hatten damit keine Probleme und kamen immer in unser Zimmer. An diesem Chip hing noch eine Karte. Diese musste man im Zimmer in eine dafür vorgesehene Vorrichtung stecken, um den Stromkreis zu schließen. Nur so konnte man Licht oder Elektrogeräte anschalten. Ich glaube, das kennen viele von euch von anderen Hotels. Uns war es jedenfalls nicht neu. Allerdings hatten wir es noch nie in Deutschland erlebt. Ist aber eine gute Einrichtung. Denn damit wird auf jeden Fall Strom gespart. Wie schnell lässt man mal Licht im Bad brennen oder vielleicht auch ein Elektrogerät eingeschaltet, wenn man das Zimmer verlässt.
So, nun aber zum Zimmer selbst. Wir betraten das Zimmer mit gemischten Gefühlen. Wir wussten ja nicht, was uns erwartet. Doch dann wow ein richtig großes Zimmer (mind. 20 m) für uns zwei allein. Wir hatten wahnsinnig viel Platz. Ausgestattet ist das Zimmer mit
-Doppelbett mit Nachttischchen
-Kleines Sofa
-Kleiner Tisch am Sofa
-Schreibtisch mit Stuhl
-Ablagemöglichkeit für Koffer oder Reisetasche
-Großer Einbauschrank
-Minibar
-Fernseher
-Radio
-Verschiedene Lichtquellen
-2 Telefon2
Im Kleiderschrank war ein Körbchen mit einigen nützlichen Utensilien. So fanden sich dort 2 Paar Hausschuhe, Einwegrasierer mit Rasiercreme, Schuhanzieher, Schuhputzschwamm, Nähzeug, Duschhaube, Hygieneartikel für die Frau. Das war Klasse.
Unser Zimmer hatte einen Erker, gehörte damit also zu den teuren Zimmern.
Natürlich hatten wir auch ein Bad. Auch dieses war geräumig genug (ca. 10 m). Es verfügte über
-WC
-Dusche
-Waschtisch mit viel Ablagemöglichkeit
-Großen Spiegel
-Föhn
-Vergrößerungsspiegel
Das Bad war mit weißen Fliesen und einem schwarzen Waschtisch ausgestattet. Es sah schon irgendwie edel aus. Die Dusche war groß genug, um nicht immer beim Duschen an der Wand anzustoßen. Ihr wisst, was ich meine. In der Dusche war ein gefüllter Seifenspender. Die enthaltene Flüssigseife war sehr angenehm, sicher kein Billigprodukt.
Das Zimmer samt Bad wurde täglich gereinigt. Wenn wir abends ins Zimmer kamen, lag jeden Tag eine neue Gute-Nacht-Geschichte auf dem Bett. Niedlich. Oder?
4. Frühstück
Ich liebe es, in Hotels zu frühstücken. Man kann sich am Büfett bedienen und bekommt so einiges angeboten. Das hofften wir natürlich hier. Und wir wurden auf keinen Fall enttäuscht. Am Samstag waren wir die ersten im Frühstücksraum und konnten uns einen Tisch raussuchen. Der Frühstücksraum war nicht sehr groß, aber vollkommen ausreichend. Es standen sechs 2-Personen-Tische und zwei 4-Personen-Tische im Raum. In der Mitte stand das Büfett. Wir suchten uns einen Tisch am Fenster raus. Die Tische waren nicht sehr groß, aber irgendwie war es dadurch gemütlich und auch ein wenig romantisch. Der Tisch war liebevoll eingedeckt. Es dauert nicht lange, und der Herr des Hauses begrüßte uns. Wir durften aus verschiedenen Getränken wählen. So waren z. B. Kaffee, verschiedene Teesorten, Capuccino im Angebot. Nach kurzer Zeit bekam jeder von uns ein kleines Kännchen mit Kaffee, den wir auswählten. Wir wurden gefragt, ob wir Rühr- oder Spiegelei möchten. Zudem fragte man uns nach der Zimmernummer. Wir erhielten kurze Zeit später ein kleines Kärtchen, auf dem wir mit Namen angesprochen wurden. Jeden Tag war die Begrüßung drauf. Außerdem gab es jeden Tag dort ein anderes Sprichwort oder einen Spruch und dazu noch die Wetteraussichten für Hamburg. Das fanden wir richtig niedlich und sehr persönlich. Das nenne ich Service. Am Büfett konnten wir unter folgenden Speisen und Getränken wählen
-verschiedene Brötchen
-dunkles Brot
-täglich wechselndes Wust- und Käseangebot (nie nur eine oder zwei Sorten am Tag)
-Geflügelsalat o. ä.
-Müsli und Flakes
-Joghurt und Quark
-Marmeladen, Honig und Schokocreme
-Butter
-Frischkäse
-Obst
-Tomate mit Mozarella
-3 Sorten Saft (Orange, Multivitamin, Grapefruit)
-Mineralwasser
-Milch
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Jeden Morgen war alles sehr lecker angerichtet. Es war immer jemand vom Personal in der Nähe und hat sehr zügig die Platten nachgefüllt. Dabei muss man sagen, dass man das Personal kaum gespürt hat. Wir wurden auch nach gegebener Zeit gefragt, ob wir noch Kaffee o. ä. wünschen. Klar haben wir auch Nachschlag genommen. Für meinen Geschmack hätte der Kaffee allerdings etwas stärker sein können. Mein Mann hat es aber nicht so empfunden. Ist eben Geschmackssache.
Wer nach dem Frühstück noch Zeitung lesen wollte, konnte es im Frühstücksraum tun. Es gab täglich 2 aktuelle Tageszeitungen zur Auswahl. Rauchen war nicht erwünscht. Das finde ich absolut in Ordnung. Wer sitzt schon gern beim Frühstück in einem verqualmten Raum. Die Raucher mussten eben rausgehen. Dazu stand vor dem Hoteleingang auch ein Ascher. Übrigens, manche Zimmer waren Nichtraucherzimmer.
Zu folgenden Zeiten konnte man das Frühstück einnehmen:
Montag bis Samstag 06:30 Uhr bis 10:00 Uhr
Sonntags und Feiertags 07:30 Uhr bis 10:30 Uhr
5. Rest des Hotels
Die Rezeption des Hotels war nicht sehr groß, da der Eingangsbereich es nicht hergab. Da es sich aber um ein kleines Hotel mit 20 Zimmern handelt, ist ein riesiger Eingangsbereich und eine große Rezeption meiner Meinung nach auch nicht notwendig.
Die Rezeption ist nachts nicht besetzt. Die Zeiten, an denen die Rezeption besetzt ist, sind
Montag bis Samstag06:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Sonntag und Feiertags07:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Für dringende Fälle gibt es eine Notfall-Telefonnummer.
Da die Rezeption nachts nicht besetzt ist, sollte man immer den Zimmerschlüssel beim Verlassen des Hauses mitnehmen. Mit diesem Schlüssel kommt man in der Nacht auch in das Hotel hinein. Wir haben es getestet, funktioniert einwandfrei.
In der Nähe des Frühstücksraumes gibt es eine Toilette. So muss man nicht ins Zimmer, wenn man während dem Frühstück ein dringendes Bedürfnis verspürt.
Das Hotel verfügt auch über eine Tiefgarage. Für das Abstellen des Autos in dieser muss man 6,00 Euro pro Tag einplanen. Wir haben unser Auto vor dem Hotel abgestellt. Dort sind ausreichend Parkplätze vorhanden.
Geschäftsreisende können sich sogar ein Faxgerät mieten. Das gibt es dann aufs Zimmer und kostet auch 6,00 Euro pro Tag.
Für die Sportlichen von euch, stehen 2 Fahrräder zur Verfügung. Ein Fahrrad kostet auch 6,00 Euro pro Tag. Irgendwie haben sie es dort mit den 6,00 Euro.
Wir haben weder Faxgerät noch Fahrrad in Anspruch genommen.
Wer seinen W-LAN-fähigen Laptop mit hat, kann sich in das Hotelnetz einwählen. Entsprechende Hinweise sind in einer Mappe im Zimmer hinterlegt. Da wir unseren Laptop nicht dabei hatten, konnten wir es nicht testen.
Das Hotelpersonal hinterlegt abends an der Rezeption immer eine Liste. In diese kann man sich eintragen, wenn man geweckt werden möchte. Wir hatten Urlaub und haben es deshalb nicht getestet. Zudem hatten wir ja Handys dabei und konnten uns auch damit wecken lassen.
Was mich überrascht hat, waren die Postkarten an der Rezeption. Es waren Entree-eigene Karten, die aber schon mit 45 Cent frankiert waren. Die konnte man sich einfach so nehmen. Davon haben wir Gebrauch gemacht. Ist doch ein klasse Service. Wer seine Post nicht zum Briefkasten tragen wollte, konnte diese bei der Rezeption abgeben. Allerdings muss ich sagen, dass ein Briefkasten in unmittelbarer Nähe und direkt an der Bushaltestelle vorhanden ist. Wir haben unsere Post selbst zum gelben Kasten gebracht und rein gesteckt.
Wir hatten dann mal an der Rezeption gefragt, wie man am schnellsten zur Neuen Flora kommt. Dort spielt man nämlich Dirty Dancing und wir hatten Karten dafür. Ruck zuck hatten wir einen Ausdruck in der Hand, der uns darüber informierte, wie wir dorthin kommen. Das gleiche haben wir mit einer Fahrplanauskunft gemacht. Die nette Mitarbeiterin an der Rezeption hatte auch für uns was parat. Toller Service.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Im Schrank im Zimmer ist auch ein Safe vorhanden. Finde ich immer wieder sehr gut. So konnten wir einiges sicher verwahren. Das ist so ein Safe, bei dem man sich die Zahlenkombination selbst ausdenken kann.
Natürlich braucht ihr noch ein paar wichtige Daten zu dem Hotel:
Entrée Residenz & Garni Hotel
Borsteler Chaussee 168
22453 Hamburg
Telefon: 040 - 55 77 88 0
Telfax: 040 - 55 77 88 10
Mobil: 0172 - 409 76 97
www.entree-hotel.de
infoentree-hotel.de
6. Umgebung
Die Bushaltestellen sind max. 200 m vom Hotel entfernt. Wir sind täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs gewesen und somit war diese kurze Entfernung sehr angenehm. Einen Geldautomaten der Sparkasse gibt es auch in der Nähe. Wer abends essen gehen will, hat mehrere Möglichkeiten. Wir waren beim Griechen, der ca. 400 m entfernt ist. Er nennt sich Lucullus. Leute, den kann und muss ich euch empfehlen. Lecker, lecker und viel Ouzo.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es auch in der Nähe. Zudem ist die Gegend recht grün. Die große Straße durch den Ortsteil ist nur am Tag laut. Wir hatten ein Zimmer zur Straße raus und konnte nachts sehr gut schlafen, da dann absolute Ruhe war.
7. Lage
Das Entree Residenz & Garni Hotel steht im Stadtteil Groß-Borstel. Dieser Stadtteil liegt im Norden Hamburgs und ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
8. Anfahrt
Wir eingangs erwähnt, kommen wir aus Dresden. Wir sind über die Autobahnen über Halle, Magdeburg, Hannover nach Hamburg gefahren. In Hamburg haben wir uns von unserem Navigationssystem leiten lassen. Ich denke, im Zeitalter dieser Technik und von Routenplanern wird jeder selbst es schaffen, nach Hamburg und auch zum Stadtteil Groß-Borstel zu gelangen. Ich will mich deshalb nicht weiter dazu äußern. Der Bericht ist inzwischen schon lang genug.
9. Fazit
Ich hätte nie gedacht, dass wir in einem so guten bzw. sehr guten Hotel landen. Die Zimmer sind sehr groß und bestens ausgestattet. Man kann es locker auch mal Stunden am Tag dort aushalten. Allerdings fahren wir nicht nach Hamburg, um im Hotelzimmer zu hocken. Täglich wurde das Zimmer gründlich gereinigt. Selbst das Toilettenpapier hatte jeden Tag wieder einen zur Spitze gefalteten Anfang. Das Personal war sehr aufmerksam, dabei aber niemals aufdringlich. Der Service war einfach perfekt. Selbst der Chef und die Chefin des Hauses waren sich nicht zu Schade, für Rührei oder Spiegelei zu sorgen. Das Frühstück war abwechslungsreich und absolut lecker.
Die Nähe zur Bushaltestelle und zu Restaurants ist super. Die Lage des Hotels ist schön, da viel Grün herum ist. Wir haben uns in diesem Hotel sehr wohl gefühlt und würden immer wieder dort absteigen.
blonde_lady
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