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squarerigger
Kandel, Deutschland96%
Das Schiff "Cap San Diego", welches heute in Hamburg als Museumsschiff an der Überseebrücke, zwischen Landungsbrücken und Speicherstadt, vertäut liegt, lief am 15. Dezember 1961 bei der Deutschen Werft AG in Hamburg vom Stapel. Es war das letzte Schiff aus einer aus sechs Einheiten bestehenden Baureihe von Stückgutfrachtern, die für die Hamburger Reederei Hamburg-Süd gebaut wurden. Diese bereits 1871 als Hamburg-Südamerikanische Dampfschiffreederei Eggert & Amsinck gegründete Schifffahrtslinie gehört mit ihren aktuell 17 eigenen und 131 gecharterten Schiffen zu den größten deutschen Reedereien. Eine der Hauptaktivitäten von Hamburg-Süd ist der regelmäßige Linienverkehr mit Containerfrachtern zwischen Europa und Südamerika. Eigner von Hamburg-Süd ist die Dr. Oetker-Unternehmensgruppe , welche hierzulande wohl primär durch das Backpulver bekannt ist, welche jedoch, was viele nicht wissen, einen stark diversifizierten Mischkonzern darstellt.
Die bereits erwähnte Baureihe umfasste sechs Stückgutfrachter mit einer Länge von jeweils 160 m und einer Tragfähigkeit von 10.300 Tonnen. All diese Schiffe trugen Namen, die mit "Cap San ..." begannen, so daß sie schnell als die "Cap San-Schiffe" bekannt wurden. Gebaut wurde diese Baureihe für den Stückgutverkehr zwischen Hamburg und Lateinamerika, wobei Wert auf eine hohe Marschgeschwindigkeit gelegt wurde. Gleichzeitig bekamen sie eine sehr gefällige, auch heute noch zeitlose Form, so daß man sie bald "Die weißen Schwäne des Südatlantik" nannte.
Die "Cap San Diego" lief am 29. März 1962 zu ihrer Jungfernfahrt. Von da an bis 1981 machte sie mehr als 120 Rundreisen zwischen Hamburg und den verschiedenen Häfen Südamerikas. Doch spätestens zu Beginn der 80er-Jahre endete die große Zeit der Stückgutfrachter - sie wurden durch die wirtschaftlicheren Containerfrachter ersetzt. Auch Hamburg-Süd konnte sich diesem Trend nicht verschließen, so daß die "Cap San Diego" 1981 an eine spanische Reederei verkauft wurde, wo sie bis 1986 im Dienst war. Dann sollte sie verschrottet werden, doch der Hamburger Senat bekam davon Wind und erwarb sie, um sie in die Stiftung Hamburger Admiralität einzubringen; dieser Stiftung gehört die "Cap San Diego" heute als Museumsschiff, wobei anzumerken ist, daß das Schiff nach wie vor seetüchtig ist und regelmäßig die "Klasse", also den "Schiffs-TÜV" erhält. Immer wieder, z.B. anlässlich des Hamburger Hafengeburtstages, sticht sie zu Gästefahrten in See, die i.d.R. bis Cuxhaven führen. Auf www.capsandiego.de heißt es hierzu: " Die Cap San Diego hat die 40 überschritten, doch jedes Jahr darf die überschritten, doch jedes Jahr darf die alte Dame für die Gästefahrt bis Cuxhaven fahren. Vielleicht dreht sie in Cuxhaven irgendwann nicht bei und fährt weiter auf die offene See..." Betrieben wird das Schiff heute von der gemeinnützigen Betriebsgesellschaft Cap San Diego, welche finanziell von drei der Seefahrt sehr verbundenen Unternehmen, nämlich der HHLA (Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG), dem Logistikunternehmen Carl Robert Eckelmann AG sowie der Stauerei Carl Tiedemann, getragen wird.
Das 160 m lange Schiff kann heute komplett besichtigt werden, von den Tiefen der Lade- und Maschinenräume über die Unterkünfte der Besatzung bis hin zur Brücke. Alles ist im Originalzustand und vermittelt sehr trefflich das Wissen über die Seefahrt der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Alles Sehenswerte ist zu einem hochinteressanten Rundgang zusammengefasst. In den Laderäumen der "Cap San Diego" findet man zudem eine informative Ausstellung, die sich zum einen mit der Geschichte der Seefahrt im Allgemeinen, zum anderen mit der Geschichte von Hamburg-Süd im Speziellen befasst.
Man kann das Schiff täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr besichtigen. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 6,00 Euro, für Schüler und Studenten 4,00 Euro und für Kinder unter 14 Jahren 2,50 Euro. Zusätzlich gibt es Ermäßigungen für Gruppen sowie für Besitzer der Hamburg-Card.
Man findet das Schiff an der Überseebrücke im Hamburger Hafen, nicht weit von den St. Pauli-Landungsbrücken. Wer mit dem ÖPNV anreist, orientiert sich am Besten an der S- und U-Bahnhaltestelle "Landungsbrücken&quo t; oder an der U-Bahn-Station "Baumwall". Die korrekte Position der "Cap San Diego" ist 53 Grad 32 Minuten 45 Sekunden Nord, 9 Grad 58 Minuten 49 Sekunden West.
Man kann das Schiff aber nicht nur besichtigen. Vielmehr kann man an Bord auch übernachten. Es stehen mehrere der Original-Schiffskabinen zur Verfügung. Die Übernachtung in der Einzelkabine (Offizierskabine) kostet 80 Euro je Person, die Übernachtung in der Doppelkabine (Mannschaftskabine) 65 Euro je Person. Außerdem kann man das Schiff oder Teile davon auch für private Feierlichkeiten mieten.
Ein Besuch auf der "Cap San Diego" sollte für jeden Hamburg-Besucher, der auch nur ein klein wenig maritimes Interesse mitbringt, Pflicht sein, denn dieses Schiff ist ein wunderbar erhaltenes Denkmal einer zwar noch nicht allzu lange vergangenen, aber dennoch zu Ende gegangenen Epoche.
Weitere Infos zur "Cap San Diego" findet man im Web unter www.capsandiego.de.
Cap San Diego Museumsschiff9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Konzept
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Exponate
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Bedeutung