Bewertung von lila25l im Detail
Vom Brautpaar waren wir an einem Wochenende im Juni 2009 eingeladen mit zu erleben, wie sie sich auf der Cap San Diego das JA -Wort geben wollten.
Die Cap San Diego hat ihren Liegeplatz im Hamburger Hafen:
Überseebrücke
20459 HAMBURG
Dazu muß ich an dieser Stelle erwähnen, das die Cap San Diego kein gewöhnliches Schiff im Einsatz ist, sondern eines der weltweit größten Fahrtüchtigen Museumsfrachter!
Man kann die Cap San Diego täglich von 10 -18 Uhr besichtigen.
Erwachsene 6,00Euro
Hamburg Card, cash%, Viva Dór 5,00Euro
Schüler / Studenten / Behinderte / Arbeitslose (mit Ausweis) 4,00Euro
Kinder (unter 14 Jahren )2,50Euro
Familie (2 Erwachsene plus Kinder unter 14 Jahren)12,00Euro
Gruppen (ab 10 Personen über 14 Jahren); pro Person 3,50Euro
Gruppen (ab 10 Personen unter 14 Jahren); pro Person 2,00Euro
Alle Preise inkl. Sonderausstellungen
FÜHRUNGEN für Gruppen bis zu 25 Personen
vor 18 Uhr: 32,00Euro
nach 18 Uhr und am Wochenende: 45,00Euro
So kann man diese und viele andere Informationen im Internet nach lesen.
Nun aber zur Hochzeit:
Wir wurden mit Taxen zur Überseebrücke gebracht und sammelten uns dort zunächst erst einmal.
Die Braut kam natürlich nicht mit uns an, sondern wurde extra gefahren.
Die Trauung sollte auf der Cap San Diego um 13.00 Uhr starten. So gingen wir
fast geschlossen über die Brücke und bekamen schon einen ersten Eindruck von dem Ort der Trauung. Der Weg auf die Cap San Diego war recht steil. Der Weg führte über eine robuste Gangway an Bord. Dort angekommen muß ein "normaler" Besucher zunächst bezahlen. (siehe Preisliste)
Wir durften ohne zu bezahlen auf das Schiff, weil das Braupaar für 3 Stunden die Umgebung der Bar und den gut erhaltenen Salon, aus den 60er Jahren, für sich selbst und für uns als Gäste gemietet hatte.
Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten große Feste auf der Cap San Diego zu feiern, denn die Luken, von denen im Prospekt und im Internet geschrieben wird, sind die verschiedenen Decks, wo bis zu 500 Gästen Platz hätten.
Verwöhnt wird man je nach Absprache mit der Bordgastronomie, das Hamburger Gastmahls. (später noch ein paar Worte dazu!)
Asl die Gäste nun alle auf dem Schiff waren, warteten alle ganz gespannt auf das Brautpaar. Neben den eigentlichen Hochzeitsgästen waren die üblichen Besucher natürlich auch anwesend. Man darf ja nicht vergessen, das dies ein Museumsschiff ist.
Die Braut kam langsam die steile "Treppe" hinauf. Es warten nicht nur die Gäste, sondern ganz besonders der künftige Ehemann und der Fotograf!
Die Blumenmädchen waren natürlich auch da, haben aber auf dem Schiff keine Blumen gestreut, sondern nur durch ihre Anwesenheit und dem Kopfschmuck geglänzt!
(Wahrscheinlich durfte man keine groben Verschmutzungen erlauben, denn das Schiff muß ja für andere auch noch da sein...)
Wir gingen also vom Hauptdeck hinauf in Richtung Bar und Umgebung. Da sich keiner wirklich auskannte, gingen Braut und Bräutigam halt vor.
Ich hatte das Schiff vorher noch nie gesehen und wirklich keine Ahnung wie und was und überhaupt.
Als wir nach dem Gang durch einen schlanken Gang im "Trauraum" angekommen waren, stand dort eine großer Tisch, fein gedeckt mit dem ganzen Schnick Schnack was man für eine Trauung so braucht!
Der Standesbeamte wartete bis alle Gäste einen Platz gefunden hatten. Der Raum war ganz gemütlich gestaltet. Es gab einige Sofas mit Tischen und auch Stehtische.
Ich setzte mich auf so einen Platz, dass ich dem Brautpaar auch in die Augen sehen konnte und somit auch meinem Mann, denn der hatte die Ehre Trauzeuge des Bräutigam sein zu dürfen.
Der Standesbeamte erzählte jede Menge Worte und alle hörten ihm gespannt zu. Auch das zuständige Personal hielt sich im Hintergrund auf und führte die Anderen Besucher, die nicht zur Hochzeitsgesellschaft gehörten hinter einer dicken Glasscheibe vorbei. Also fremde konnten nur mitbekommen, das dort eine Trauung stattfindet. So mancher Gast hat natürlich mal zu uns geschaut, besonders Kinder. Kann man ja auch verstehen, das ist ja nun mal etwas ganz Besonderes!
Als dann endlich die gewisse Frage an die Brautleute ging, war alles ganz schnell vorbei.
Wir hatten nun Zeit wie schon gesagt bis 16.00 Uhr das Schiff zu besichtigen und den Teil mit dem maritimen Flair so zu nutzen.
Unmittelbar nach dem "JA" gab es vom Personal Sekt oder O-Saft und später auch weitere Getränke.
Es wurden Laugenbrezel gereicht, die frisch zubereitet wurden. Kühler Sekt und warme Laugenbrezeln passten in dem Moment ganz gut, denn wir hatten alle seit dem Frühstück nichts mehr im Magen!
Der Fotograf entführte das Brautpaar für die gewissen Hochzeitsfotos und wir schlichen später hinterher. Sie waren auf der Brücke und hielten gerader Steuer in der Hand.
Ich ging ein wenig weiter und schaute auch mal in andere Räume. Dort gibt es jede Menge zu sehen. Vor allem alte Technik! Es wäre natürlich noch besser gewesen, wenn einem jemand noch etwas dazu erzählen hätte können, aber ich möchte mal bescheiden bleiben, denn die Trauung auf dem Schiff war sicher keine günstige Entscheidung der Eheleute.
Nach dem kleinen, selbst gestarteten Rundgang gab es die Hochzeitstorte, Kaffee du etwas Gebäck. Das war sehr gemütlich und auch ein wenig romantisch. Eine locke Atmosphäre dazu, und alle waren bald satt und zufrieden.
Toiletten:
Ja, die möchte ich kurz erwähnen. Die Räumlichkeiten waren zwar nicht riesig, aber sauber. Es gibt auf diesem Schiff mehrere Toiletten. Besucht habe ich nur eine! Ein einfaches WC nebst Waschbecken, Licht und Spiegel waren vorhanden. Das Wasser zum Hände waschen kam leider nur langsam und war kalt, aber das ist für mich nur ein kleines Manko, dass meine Entscheidung für die Sterne nicht tief beeindrucken wird!
Als wir von Bord mussten regnete es gerade. Ein Hindernis war halt nur die recht steile Brücke, die besonders den älteren Gästen zu schaffen machte.
So war die Trauung an Bord der Cap San Diego nun beendet und wird in Gedanken einer der Schönsten Augenblicke der Eheleute und seiner Gäste bleiben.
Das Personal war sehr freundlich und hätte so manches Mal 2 Hände mehr gebrauchen können, weil sie sich nicht langsam bewegten, sondern weil sie auch mal ein freundliches Wort übrig hatten und auf ein paar Fragen antworten mussten.
Abschließend:
Ich persönlich fand den Augenblick der Trauung auf der Cap San Diego sehr angenehm und kann so etwas natürlich für interessierte nur empfehlen. Das Schiff bietet sogar Übernachtungen an, die unsere Hochzeitsgesellschaft so nicht nutzen konnte, weil sie sich aus welchen Gründen auch immer für ein weiteres
Ambiente entschieden hatten. Wahrscheinlich auch eine große Frage der Kosten, die sich da stellt!
Solche Dinge kann man ja bei der Planung sorgfältig besprechen.
Ich wünsch allen Brautpaaren, die sich für die Trauung auf der Cap San Diego entscheiden ähnlich tolle Erfahrungen und natürlich eine wunderbare lang anhaltende EHE.
Ich bedanke mich bei meinen Lesern und besonderes bedanke ich mich bei denen, die auch eine Wertung und ein paar nette Worte hinterlassen werden.
lila25l im Juni 2009
Cap San Diego Museumsschiff9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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-Erreichbarkeit natürlich mit dem Auto, Taxi, S-Bahn, oder Hamburger auch mit dem Fahrrad.
-Ob man hier mehr oder weniger interessiert an dieses Museumsschiff ran geht, gesehen sollte man so ewas schon mal haben!
-Eitrittspreise finde ich persönlich nicht gerade günstig, aber so etwas macht man ja nicht jeden Tag!
- Architektur? Hm diese Einschätzung passt wohl eher zu einem Gebäude, aber das Schiff selbst hat mir schon gefallen.