Bewertung von silvana84 im Detail
silvana84
Karlsruhe, Deutschland96%
Als mein Freund und ich in Hamburg waren, haben natürlich auch das Hamburg Dungeon besucht. Das Hamburg Dungeon erzählt verschiedene Ereignisse, die in Hamburg passiert sind. Es ist Vergleichbar mit einem Horrorkabinett.
Ein kleiner Tipp vorab: Die Karten kann man vorab im Internet bestellen. Wir haben für zwei Personen ca. 35,00 Euro bezahlt. Für Kinder, Rentner und Studenten gibt es einen Preisnachlass. Man bekommt eine Bestätigung per E-Mail, diese muss man ausdrucken und der Dame vorm Eingang zeigen. Wenn man die Karten vor Ort kauft muss man mit einer langen Wartezeit rechnen.
Wir wurden vor dem Hamburg Dungeon von einer Mitarbeiterin begrüßt. Sie bat uns rein und sagte zu uns, dass sie ein Abschiedfoto von uns benötigt. Mein Freund musste dann sein Kopf und seine Hände in einen Richtblock stecken. Ich bekam eine große Axt. Ich sollte so tun als würde ich meinen Freund enthaupten. Dann sollten wir schreien!! Währen dem Schrei hat sie uns Fotografiert. Wir sind dann durch eine Tür gelaufen, dort wurden wir von einem Mitarbeiter (Sie sind alle Schauspieler) empfangen. Er war groß, ein bisschen rundlich, blass geschminkt mit dunklen Augenrändern, er hatte einen schwarzen Umhang an und einen Zylinder. Wir sollten dann erstmal die 10 Gebote lesen (auch als Hausregeln bekannt). Leider kann ich mich nicht mehr daran Erinnern was sie beinhalteten. Da Fotos schießen absolut verboten war, konnte ich von diesen "10 Geboten" auch kein Foto schießen. Wir haben dann vor einer Absperrung gewartet. Der gruselige Mann Stand vor einer Tür und hat gewartet bis die Gruppe ein wenig größer wurde. Es kamen dann noch Fünf ältere Frauen aus Tirol, sie wurden dann von dem Schauspieler ein bisschen auf den Arm genommen. Natürlich haben sich die Frauen köstlich amüsiert und wir auch.
Der Fahrstuhl des Grauens: Nachdem sich die Gruppe auf ca. 10 Leuten vergrößert hatte ging es dann schon los. Der Mann machte die Absperrung weg und wir wurden dann in einen Fahrstuhl geschickt. Der Fahrstuhl war wenig beleuchtet aber man konnte noch genug sehen. An der Decke des Fahrstuhls war ein kleines Fenster aus Milchglas, dahinter konnte man den Umriss einer Spinne sehen (natürlich aus Plastik). Der Mann war mit uns in den Fahrstuhl gestiegen. Der Fahrstuhl begann sich zu bewegen und zu wackeln. Aber nach ca. 2 Minuten sind wir auch schon angekommen. Es öffnete sich dann eine andere Tür und da mussten wir dann durch. Der Mann begleitete uns noch in den nächsten Raum und verabschiede sich mit dem Worten "Lebt wohl".
Der Schauspieler: Seine Rolle war sehr herrisch, mit trockenem Humor. Ich fand ihn total witzig. Super Schauspieler.
Die Bibliothek der dunklen Geschichte: Die Bibliothek war sehr düster, die Bücher waren überzogen mit Spinnenweben und Stau. Überall waren Kerzen und auch ein paar Skelette (hauptsächlich der Kopf) zu sehen. Auf einmal erschien bei einer Glaskugel, die oben auf dem Schrank stand, eine virtuelles Gesicht. Das Gesicht war auch sehr düster und die Stimme sehr tief. Das Gesicht erzählt uns was uns erwartet ohne das er zu viel verraten hat. Dann ging schon die nächste Tür auf. Wir mussten durch einen langen Gang der Stockdunkel war. Man hat nichts, absolut gar nichts, gesehen. Doch dann war etwas Licht am Ende des Ganges zu sehen.
Die Kammer der Qualen: Im nächsten Raum erwartete uns schon ein anderer Schauspieler. Er war in Lumpen gekleidet und sein Gesicht war wieder gruselig Geschminkt. Mit viel blässe und dunklen Augenränder. Der Raum war düster, auf dem Boden lag "Werkzeug". Rechts und Linkes waren jeweils eine Gefängniszelle und in der Mitte war ein Stuhl, ähnlich wie ein Elektrischer Stuhl. Ein Pärchen von unserer Gruppe musst dann daran glauben. Die Frau wurde hinter Gittern gesteckt und der Mann wurde an den Stuhl gefesselt. Der Schauspieler stellte uns ein paar seiner Werkzeuge vor. Er nahm eine große Zange und sagte, sie sei gut wenn Mann dem Oper die Zunge rausziehen will, dann nahm er ein Brenneisen und zeigte sie uns ohne Kommentar. Zum Schluss nahm er noch ein Werkzeug das so ähnlich aussah wie ein Nussknacker (ich muss ja nicht wirklich aufschreiben für was dieser war). Der Schauspieler löcherte die Frau hinter Gittern mit Fragen über Sich und ihren Freund. Er begnadigte die Frau und ließ Sie frei. Den armen Mann auf dem Stuhl ließ er nicht gehen. Hinter uns ging eine Tür auf und wir sollten wieder durchgehen und da war schon der nächste Raum. Eine Minute später hörten wir den armen Mann auf dem Stuhl schreien!!!!!!
Der Schauspieler: seine Rolle war es einen Wahnsinnigen zu spielen dem es Spaß macht seine Oper zu Quälen. Er hat das auch wirklich umgesetzt. Man konnte den Wahnsinn in seiner Mimik und in seiner Gestik sehen. Gänsehaut pur.
Übrigens: Der arme Mann auf dem Stuhl war ca. 5 Minuten nach dem Schrei wieder bei uns.
Der Große Brand von Hamburg: Wir waren nun im nächsten Raum. Es sah aus wie in einer verbrannten Scheune. An der Wand war ein Fernseher. Dieser erzählte uns vorab vom großen Brand. In der Nacht vom 4. zum 5. Mai 1842 begann der große Brand von Hamburg, er ging bis zum 8. Mai 1842. Die hälfte der Altstadt brannte nieder. 51 Menschen kamen uns leben und 20.000 waren obdachlos. Die Tür hinter uns ging auf. Es kam ein Mann rein, er hatte ein Nachthemd an und eine Puppe in der Hand. Sein Gesicht war zur hälfte "verbrannt". Er erzählte uns wie er den Großbrand miterlebt hat. Nach vielen Widersprüchen, beichtete er uns, dass er das Feuer gelegt hat. Dann füllte sich der Raum mit Rauch. Der Mann verschwand und eine Tür ging auf.
Der Schauspieler: Also er war meiner Meinung der Beste von allen. Er spielte einen Mann im Alter von ungefähr 40 Jahren, aber seine Mimik uns seine Gestik war von einem verstörten Kleinkind. Er hat geflüstert, gelacht, geweint und geschrien. Es war schön zum gruseln.
Die Inquisition: Der Raum war düster und in der Mitte Stand eine "Anklagebank". Oben auf Stand ein Richter der schon auf uns wartete. Der Richter hatte auch ein sehr blasses Gesicht und dunkle Augenränder, in der Hand hielt er ein Holzhammer. Er wählte dann eine Dame von unserer Gruppe, die an die Anklagebank vortreten musste. Er fragt sie mit tiefer und lauter Stimme ob sie heute schon gesündigt hatte, Sie verneinte. Er fragte Sie, ob sie heute schon gefrühstückt hatte, sie bejahte, dann sprach er sein Urteil VÖLLEREI!! Er fragte sie ob sie ihr Frühstück geteilt hatte, sie verneinte, dann sprach er sein Urteil GEIZ!!! Dann fragte er sie ob sie heute schon geküsst hat, sie bejahte, er sprach sein letztes Urteil, WOLLUST!!! Dann sagte er zu ihr sie solle verschwinden und das "Pack" also uns mitnehmen. Er rief uns hinterher, das wir uns alle auf die Verurteilung freuen dürfen.
Der Schauspieler: Er hat es mehr lustig statt gruselig gespielt, es war mal eine nette Abwechslung.
Das Pestkrankenhaus: Nachdem wir wieder einen Stockdunklen Gang entlang gelaufen sind, kamen wir in einem Raum der Klassenzimmer ähnlich aufgebaut war. Es gab große Bänke und vorne auf der "Bühne" war ein Tisch mit einer verdeckten Leiche darauf. An der Wand war ein großer Schrank, mit Gefäßen die eingelegte Körperteile beinhaltete. Dann kam die "Lehrerin" ins Zimmer. Sie hatte ein langes schwarzes Kleid an, hatte lange schwarze Haar und auch ein ganz blasses Gesicht. Sie hatte ein großes Messer in der Hand. Sie sah sich um und begann über die Leiche zu reden die auf dem Tisch lag. Sie erzählte uns dass 1347 die Pest, auch der schwarze Tod genannt, Europa erreichte. 1350 wurde Hamburg verseucht. Schon nach wenigen Monaten starben 6000 Menschen. Sie bekamen große Geschwüre am ganzen Körper und spuckten Blut. Die Lehrerin wählte eine Frau aus unserer Gruppe. Sie musste sich an den Tisch stellen und die Leiche aufdecken. Es war eine Puppe mit geöffnetem Brustkorb. Die Lehrerin sagte ihr sie soll den Brustkorb öffnen und in den Gedärmen rumwühlen. Die Frau hat es gemacht, der Ekel war ihr auf dem Gesicht geschrieben. Die Frau beschrieb das Innere der Puppe als "Glitschig". An der Seite ging dann wieder die Tür auf.
Die Schauspielerin: Sie sah ein bisschen aus wie das Mädchen aus "The Ring" ganz langes schwarzes Haar fiel ihr über das Gesicht. Die Stimme der Frau war tief, Stolz und auch ein wenig arrogant. Ich fand sie gut.
Das Labyrinth der Verlorenen: wieder kam ein dunkler Gang, diesmal Endete der Gang in einem Spiegellabyrinth. Wir mussten die andere Tür finden. Das war richtig lustig wie wir zu Zehnt mit vorgestreckten Armen durch die Gegend gelaufen sind. Nach ca. 5 Minuten haben wir die Tür gefunden.
Störtebeker und seine Exekution: Der nächste Raum war voll mit Fässern und Kisten. Wir durften uns dann auf die Kisten setzen. Vor uns war ein Fernseher. Dieser erzählte uns vorab die Geschichte von Störtebeker. Claus Störtebeker stammt aus edlen Verhältnissen. Er hat aber sein ganzen Besitz verzockt und versoffen. Nachdem er die Zechen nicht mehr bezahlen konnte, wurde er aus Hamburg verwiesen. Dort traf er dann die Vitalienbründer, eine Seeräuberclique. Später wurde er ihr Mentor. Klaus Störtebeker wurd am 20. Okter 1401 mit 30 weiteren Männer enthauptet. Die Tür ging auf und ein Seeräuber kam rein. Er erklärte uns, dass sie eine neue Truppe brauchen die Ihnen helfen Störtebeker zu befreien. Natürlich waren wir die neue Truppe. Der Seeräuber sagte wir bräuchten einen Schlachtruf. Er ging zu meinem Freund und fragt ihn ob er ein Schlachtruf wüsste, mein Freund antwortete "nicht Wirklich". Was soll ich sagen, das war dann auch unser Schlachtruf. Die ganze Truppe musste dann schreien "nicht Wirklich"!! Dann stellte er uns den Kapitän vor. Dieser war total betrunken. Er setzte sich kurz hin, hörte sich unseren Schlachtruf an und befahl uns dann mitzukommen. Wir folgen dem Kapitän. Doch leider kamen wir zu spät. Störtebeker wurde Enthauptet (Eine Puppe Hang an der Wand uns vom Hals kam Blut heraus, Gänsehaut pur). Der Kapitän wollte dann uns noch in Sicherheit bringen. Er brachte uns auf sein Schiff. Der Raum war wie ein Schiff aufgebaut. Jeweils Rechts und Links gab es Ruder. Wir mussten uns dann alle an ein Ruder stellen und losrudern. Der Raum bewegte sich, als der Anker nach oben gezogen wurden.Von oben kam Wind rein, dann wurden wir mit Kanonen angegriffen (nur die Geräusche, es kam nichts geflogen) und wir mussten uns alle Bücken. Als wir dann endlich angelegt hatten ging die nächst Tür auf.
Der Seeräuber: er war ganz schmutzig geschminkt und hatte die typischen Piraten Klamotten an. Er war witzig und Piratenhaft.
Der Kapitän: er spielte den besoffenen Piraten super. Es gab ein paar Bewegungen die mich stark an Jack Sparrow von "Fluch der Karibik". Das Kostüm war auch ein typisches Piratenkostüm mit einem Kopftuch.
Klabautermann der Schiffsgeist: Der nächste Raum war ganz genau wie ein Klassenzimmer eingerichtet, jeder hatte dann seinen Stuh und einen Tisch. Der Lehrer war ein Mann, der exakt aussah wie eine Lebende Leiche. Der Lehrer erzählte uns die Legende des Klabautermannes. Der Klabautermann ist ein Schffsgeist der meist unsichtbar ist, er warnt die Kapitäne vor Gefähr. Aber wenn er sich zeigt dann ist dies ein schlechtes Zeichen, er verlässt das Schiff erst wenn es untergeht. Währen der Lehrer erzählt geht zwischendurch mal die Beleuchtung aus, dann steht der Lehrer plötzlich ganz wo anderst und wir haben uns erschreckt weil er auf einmal so laut wurde. Dann Wird der Raum wieder Dunkel und man hört die Geräusche des Klabautermanns. Der Lehrer warnt uns und schickt uns alle in den nächsten Raum.
Der Schauspieler: Erschrecken kann er Prima aber seine Schauspielerischen Fähigkeiten lassen zu wünschen übrig.
Sturmflut 1717: Im nächsten Raum erwartete uns schon ein anderer Seeräuber der uns erzählt es hätte eine fürchterliche Sturmflut gegeben. Er hätte ein kleines Boot wo er uns alle retten könnte. Er lies uns durch und wir mussten uns in kleine Boote reinsetzen. Dann begann auch schon die fahrt übers Wasser sie war stürmisch und dunkel und einmal geht es auch Bergab. Am Ende der Fahrt erwartete uns schon ein anderer Schauspieler mit einer Kutte bekleidet.
Nochmal Die Inquisition: Der Mann in der Kutte bracht uns in einen Raum, vorher fragte er mit ganz tiefer Stimme, ob jemand Herzprobleme hat. Dann brachte er uns in einem großen Raum. Da waren Sitze in denen wir uns reingesetzt haben. Wir wurden sehr fest angeschnallt. Als alle saßen wurden wir auch schon nach oben gefahren. Nach ungefähr 4 Metern stoppten wir wieder vor der Inquisition. Über unseren Sitzen hangen Schlingen. Dann wurde das Urteil gesprochen:
Das Urteil lautet SCHULDIG: Kaum wird das Wort "gesprochen" fallen wir 4 Meter runter. Ein freier Fall!!! Wir haben damit gerechnet aber das war dann trotzdem eine Überraschung, vor allem wurden wir während dem Fall Fotografiert. Wir wurden dann wieder abgeschnallt und dann kamen wir in den nächsten Raum.
Der nächste Raum war dann das Ende. Wir wurden von einer Dame hinter einer Theken Empfangen, bei Ihr konnten wir uns das "Abschiedsfoto" kaufen, dass gleich am Anfang gemacht wurde und das Foto vom freien Fall. Mein Freund und ich haben nur das "Abschiedfoto" gekauft, auf dem anderen Bild sahen wir beide schrecklich aus. Das Foto kostete mit toller Verpackung (Das Logo vom Hamburg Dungeon) ca. 7,00 Euro.
Der nächste Raum war dann ein kleiner Shop. Da kann man sich Klamotten mit dem Logo kaufen oder andere gruseligen Sachen wie z. B. einen abgetrennten Finger, kleine Särge oder Totenkopf Aschenbecher.
Wir waren ca. 1 1/2 Stunden im Hamburg Dungeon.
Ich würde da auf jeden Fall wieder rein gehen. Es war total witzig und nur ein bisschen gruselig. Ich hatte Angst das es vielleicht zu heftig wird, aber das war es nicht. Es lohnt sich jeder einzelne Cent und für den ganzen Aufwand was die Leute betreiben ist der Preis eigentlich nur Fair. ich fand es super.
Hamburg Dungeon9