Bewertung von Tina_HH im Detail
Tina_HH
Hamburg, Deutschland97%
Neulich war ich in Amerika..., in den bayerischen Alpen, im Harz..., in Hamburg sowieso... - und das alles innerhalb weniger Stunden...!
Wie soll das denn gehen, werdet ihr euch zu Recht fragen. In Hamburg gibt es eine Möglichkeit, die eben genannten Reiseziele - wenn auch nur im Kleinformat - an einem Tag zu besichtigen. Die Attraktion heißt "Miniatur Wunderland Hamburg".
Miniatur Wunderland - was ist das?
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Hinter diesem Begriff verbirgt sich die mittlerweile weltgrößte digital gesteuerte Modelleisenbahnanlage. Auf etwa 900 qm Ausstellungsfläche befindet sich eine bis ins kleinste Detail gestaltete Modelllandschaft, und noch immer wird an der Anlage kräftig gebaut. Ich interessiere mich eigentlich nicht für Modelleisenbahn und bin kurz vor meinem ersten Besuch Anfang des Jahres 2004 nur zufällig durch eine Fernsehsendung darauf aufmerksam geworden.
Erreichbarkeit
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Das Miniatur Wunderland ist sehr zentral im Stadtteil Hamburg-Altstadt in der Speicherstadt gelegen. Es befindet sich in der Straße Kehrwieder 2-4 . Da in der näheren Umgebung nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Am schnellsten und am einfachsten ist es, die U-Bahn zu nehmen (U3) und bis zur Haltestelle Baumwall zu fahren. Von dort geht man ungefähr 7 Minuten zu Fuß.
Ein Besuch im Miniatur Wunderland
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Im Gebäude angekommen war erst mal Treppensteigen angesagt denn der Eingang zur Ausstellung befindet sich im 3. Stock. Selbstverständlich ist auch dieses Bauwerk mit einem Fahrstuhl ausgestattet. Da ich aber eine naturgemäße Abneigung gegen Fahrstühle habe, gab es für mich keine andere Wahl, als meine Füße zu gebrauchen.
Am Ziel angekommen führte kein Weg an der Kasse vorbei, wo wir erst einmal jeweils 9,00 € Eintrittsgeld hinterlassen durften.
Nachdem wir die Kasse hinter uns gelassen hatten, kamen wir in einen Raum, in dem sich der Shop und die Cafeteria des Miniatur Wunderlandes befinden. Im Shop kann man u. a. Modellautos, Eisenbahnwaggons, Schienen, Postkarten, Videos, DVDs, Bücher und andere Andenken käuflich erwerben.
In der Cafeteria kann man neben Kaffee und Kuchen auch warme und kalte Snacks wie belegte Brötchen, Bockwurst, Pommes usw. zu sich nehmen.
Kommen wir nun zum Interessantesten, der Modellbahnausstellung. Diese befindet sich im 4. Stock und ist von der Cafeteria aus über eine Treppe zu erreichen.
Schon mein erster Gesamteindruck war überwältigend: Ich sah riesige Modellflächen, viele Eisenbahnen, Erwachsene, die aus dem Staunen nicht mehr herauskamen und Kinder mit leuchtenden Augen...
Wir machten uns nun selbst daran, die Ausstellung genau zu begutachten. In Welcher Reihenfolge wir die verschiedenen Bauabschnitte besichtigt haben, weiß ich allerdings nicht mehr.
In Hamburg entdeckte ich sofort einen meiner Lieblingsorte wieder, die Speicherstadt. Hier präsentiert sich eine sehr gelungene Nachbildung der alten Gebäude. Nicht weit entfernt, die Landungsbrücken, parkende Autos und kleine Leute auf den Gehwegen. Dazwischen fahren U-und S-Bahnzüge. Ebenso ist der Michel, Hamburgs Wahrzeichen, Hagenbecks Tierpark, der DOM und sein Riesenrad sowie der Ohlsdorfer Friedhof zu besichtigen. In der AOL-Arena findet gerade ein Fußballspiel zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli statt. Auf der nachgebildeten Videoleinwand kann man die Tore mitverfolgen. Aber das für mich Faszinierendste: in der Arena "sitzen" 12.500(!) Mini-Zuschauer. Was muss da für eine Arbeit drinstecken?
Doch Hamburg ist nicht das einzige, was man hier bestaunen kann. Landschaftsabschnitte vom Harz, den Alpen und Amerika kann man hier vorfinden. Felder, Wiesen, Straßen, Brücken und Flüsse sind sehr originalgetreu nachgebildet und wunderschön anzusehen. Überall zwischendrin fahren Eisenbahnen und teilweise auch Modellautos. Da wären z. B. die ICE-Züge der neuen Generation oder Regionalexpress-Züge.
In Zeitabständen von ca 20 Minuten wird ein Tagesablauf simuliert und es wird für einige Minuten dunkel im Miniatur Wunderland. Dann sind auch alle Züge und Autos mit kleinen Lämpchen beleuchtet, und selbst in den Gebäuden gehen die Lichter an, wie z. B. in den Wolkenkratzern von New York. Das sieht einfach phantastisch aus!
An der Vorderseite der Ausstellungsflächen findet man vereinzelt Knöpfe, mit denen man als Besucher bestimmte Aktionen auslösen und somit am Geschehen im Miniatur Wunderland mitwirken kann. Möglich ist z. B. ein Feuerwehreinsatz, eine Beerdigung auf dem Ohlsdorfer Friedhof, ein Tor in der AOL-Arena oder Gewitter in den Bergen.
Am Ende des Ausstellungsraumes sind auf der rechten Seite viele Monitore zu sehen. Hier steckt wohl die gesamte Technik der Anlage drin. Damit habe ich mich dann auch nicht beschäftigt. Da fand ich die linke Seite schon viel interessanter. Hier ist die Entstehungsgeschichte des Wunderlandes in Bildern und Texten dokumentiert.
Wir haben die Ausstellung nach ca. 2/1/2 Stunden wieder verlassen und hatten bestimmt noch nicht alles gesehen. Es wurde aber immer voller und man kam sehr schlecht an die einzelnen Objekte heran. Außerdem wurde die Raumluft zunehmend unerträglicher.
Die Zukunft der Ausstellung
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Auf der Internetseite der Betreiber (www.miniaturwunderland.d e) kann man nachlesen, was alles in den nächsten Jahren geplant ist. Ich kann dazu nur sagen: Da hat sich das Unternehmen ganz schön viel vorgenommen. Im Juli dieses Jahres wurde der Skandinavien-Abschnitt eröffnet, Weiterhin ist u. a. ein Verkehrsflughafen, ein Afrika- und Asienabschnitt angedacht. Die Planungen reichen bereits bis in das Jahr 2011 hinein. Wir dürfen also gespannt sein.
Schlusswort
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Mit dem Miniatur-Wunderland hat Hamburg eine weitere großartige Attraktion hinzubekommen. Nicht nur für Eisenbahn-Fans ist diese Ausstellung ein Muss. Man sollte aber viel Zeit mitbringen und sich vorher auf der Internetseite über die Wartezeiten informieren. Gerade an Wochenenden ist die Ausstellung sehr voll.
Und nun noch eine dringende Empfehlung: Nehmt auf jeden Fall einen Fotoapparat oder eine Videokamera mit. Ihr werdet es bereuen, wenn ihr es nicht tut. Fotografieren ist im Mini-Wunderland erlaubt und sogar erwünscht.
Der Eintrittspreis von 9,00 € (Kinder 4,00 €) ist nicht unbedingt ein Schnäppchen. Dafür bekommt ihr aber eine tolle Modelllandschaft zu sehen und Eindrücke, die ihr bestimmt noch lange in Erinnerung behaltet.
Miniatur Wunderland Hamburg10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Konzept
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Exponate
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Bedeutung