Bewertung von Graefin im Detail
Graefin(45)
Lüdenscheid, Deutschland92%
Ich war am ersten Märzsonntag allein in Hamburg unterwegs, weil mein Mann ins MiWuLa ging. Da ich dort schon einmal war und auch nicht so lange an den einzelnen Stationen verweile, war es besser, ihn allein hin gehen zu lassen. So vertrieb ich mir die Zeit und kam dabei auch ins einzige Gewürzmuseum, das
SPICYS Gewürzmuseum
_ANSCHRIFT_
SPICYS Gewürzmuseum GmbH
Am Sandtorkai 32
20457 Hamburg
Tel. (0 40) 36 79 89
www.spicys.de
_FAKTEN_
1991 wurde es nicht etwa in der Speicherstadt gegründet, wie man annehmen könnte. Dort zog es erst 1993 hin.
Man hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Verbraucher und interessierten Besucher wichtiges zu Gewürzen zu vermitteln, wie man die lagert und anwendet, wie sie hergestellt werden usw.
Auf 350 qm kann man Gewürze sehen und anfassen, riechen und schmecken. Alte Maschinen und Bilder zeigen, wie man früher Gewürze für den Gebrauch verwendbar machte. Auf zahlreichen Tafeln und in Schaukästen erfährt man viel Interessantes.
Hamburg ist der drittgrößte Umschlagplatz für Gewürze.
ÖFFNUNGSZEITEN + EINTRITTSPREISE:
Die. So. 10 17 Uhr, Juni Oktober auch montags, ebenso Oster- und Pfingstmontag.
Bezahlen muß man auch:
Erwachsene 3,- Euro incl. Gewürzprobe
Kinder bis 12 zahlen 1,- Euro und bekommen Gummibärchen. Ermäßigung gibt es auf die Hamburg-Card nicht.
Gruppen sind ab 10 Personen buchbar, Preise auf Anfrage.
Es gibt keine Aufzüge, dies gibt vermutlich die Räumlichkeit nicht her.
ANFAHRT:
U1 Meßberg oder U3 Baumwall
Bus Linie 6 oder 3 Auf dem Sande.
Man kann hier auch mit dem PKW anreisen, parken dann in der Speicherstadt, aber da kann ich nichts zu berichten.
_EVENTS_
Verschiedene Aktionen werden angeboten, hier eine kleine Auswahl.
Kulinarischer Kammertörn: Live-Kochshow auf einer Barkasse am 07.05.09.
Zauber der Gewürze: ein Gewürzseminar am 06.05.09
Mit Kuddeldaddeldu auf großer Fahrt: eine Ringelnatzlesung auf einer Barkasse an verschiedenen Terminen
Und einige andere. Preise und weitere Termine sind der HP zu entnehmen.
_HINEIN_
Es war eigentlich Zufall, daß ich dort war. Ich lief durch die Speicherstadt, um sie mir anzusehen und kam dabei am Gewürzmuseum vorbei. Spontan beschloß ich, hinein zu gehen.
Das Museum befindet sich im 3. Boden, also in der 3. Etage. In der Speicherstadt heißt das Boden, vermutlich, weil so eingelagert wurde.
Alles ist alt, das Treppenhaus eben noch so wie damals, als die Gebäude errichtet wurden. Die Treppe ist ausgetreten. Auf dem Weg ins Museum kommt man bei Teppich-Händlern vorbei, wo man auch am Sonntag hinein und alles anschauen kann. (Dies machte ich beim Gehen, man konnte alles anschauen, ohne dabei durch Verkäufer gestört zu werden, das nur nebenbei.)
Man riecht schon, wo man hin will, bevor man dort ist. Es riecht nach verschiedenen Gewürzen.
An der Eingangstür verstärkt sich der Geruch. Man zahlt den Eintritt, bekommt eine Tüte schwarze Pfefferkörner dazu.
Vorne finden sich einige Regale und Wühlkörbe mit verschiedenen Gewürzen. Übrigens die bekannte Firma Fuchs, deren Gewürze ich auch verwende. Sie sind ein Sponsor des Museums. Man findet viele Informationen auch von Fuchs (z. B. ein Gewürzplaner, welches Gewürz für welches Gericht zu verwenden ist) Es lohnt sich, hier in die Körbe zu schauen, denn die Gewürze sind etwas günstiger als im Handel.
Auf Plakaten an der Wand gibt es auch eine Info, wie es zu dem Ketchup der Marke HELA kommt.
Es stehen überall Säcke mit Gewürzen, so findet sich hier Kümmel, Bohnenkraut, Dill und viele andere Sorten. In Schalen stehen zahlreiche weitere Gewürze wie Zimt, Paprikapulver, Curry Ingwer am Stück, Kurkuma usw.
Daneben Glasvitrinen, in denen auch Maggi ausgestellt wird, in allen Designs, die seit dem ersten Verkauf angeboten wurden. Das Maggikraut, also Liebstöckel, ist gar nicht in unserem beliebten Gewürz enthalten.
Maschinen, Siebe und allerlei Vorrichtungen zeigen, wie Gewürze gemischt wurde und so auch erst entstanden. Z. B. wird niemand einen Curry-Baum finden, denn es gibt keinen. Curry ist die Bezeichnung einer Gewürzmischung, die immer anders ist.
Zwischendurch kann man sich setzen und auch Kaffee trinken. Details wie Angebot und Preise kenne ich nicht.
Eine Toilette ist eine Treppe tiefer, man muß einen Schlüssel mitnehmen.
_FAZIT_
Es war sehr interessant und ich empfehle es. Nachteil ist, daß man nur über die Treppe hinein kommt, es ist nichts für solche, die schlecht zu Fuß sind. Für Kidner ist es eher langweilig, denke ich.
Ein paar Eindrücke seht Ihr auf den Fotos, ebenfalls mit dem Handy aufgenommen.
Spicy´s Gewürzmuseum6