Bewertung von Ratte im Detail
Ratte
Hamburg, Deutschland98%
+++ Alter Botanischer Garten Hamburg +++
1821 wurde der Alte Botanische Garten angelegt und liegt heute jenseits der Marseiller Straße und ist dadurch ein Teil von Planten un Blomen.
Hier gibt es verschiedene Schaugewächshäuser und Sondergärten, sowie einen japanischen Garten und mehrere Mittelmeerterrassen.
Die Gesamtfläche der Schaugewächshäuser beläuft sich auf 2800m2, davon 2450m2 unter Glas mit einer maximalen Höhe von 13 Metern.
Eine technische Besonderheit macht es möglich dass im Inneren der Gewächshäuser keine Pfeiler oder sonstige tragende Elemente stehen müssen. Die Glaskuppenkonstruktionen sind an Hohlkastenprofile außerhalb aufgehängt.
Die Pflanzen können also frei wachsen, die komplette Innenfläche der Hallen kann ausgenutzt werden und der Besucher muss nicht um Stützpfeiler herum laufen oder fühlt sich optisch durch solche gestört.
Die Gewächshäuser sind jeweils in Gruppen zusammengestellt und das um eine Freilandfläche mit mehreren Wasserpflanzenbecken.
In dem größten Haupttropenhaus des Botanischen Gartens wachsen z.B. Mangroven, Bananenstauden, verschiedene Riesenbambussorten, Zuckerrohr, Palmen und außerdem diverse Farnenarten.
Insgesamt unterteilt sich der in Gewächshäuser gehaltene Teil des Gartens in fünf Themenbereiche:
Das
+++ Tropenhaus +++
hat eine Gesamtfläche von ca. 800m2 und ist somit das Größte von allen.
Hier findet man gleich im Eingangsbereich ein Becken mit verschiedenen Schildkrötenarten.
Tagsüber stößt man hier auf tropische Temperaturen von 18 bis 25 Grad Celsius mit einer Luftfeuchtigkeit von 70 bis 90%. Man kann hier ziemlich gut ins schwitzen kommen smile
Zu sehen bekommt man hier tropische, zum Teil riesige, Pflanzen aus allen Regionen der Erde.
Wunderschön zusammengestellt mit Lianen, krautigen Bodengewächsen und einer Unmenge exotischer Bäume und Pflanzen.
Meines Erachtens fehlen hier eigentlich nur noch die Affen lach
Fließend im Übergang, vorausgesetzt mal folgt dem beschrieben Weg, gelangt man ins
+++ Cycadeenhaus +++
Dort sind ausgewachsene und heranwachsende Palmenfarne (lat. Cycadophyta) zu bestaunen.
Diese Pflanzenart entwickelte sich vor etwa 200 Millionen Jahren und war damals eine der Hauptnahrungsquelle der Pflanzenfressenden Dinosaurier.
Nebenbei wird der so genannte falsche Sago aus dem Stamm der Palmenfarne gewonnen.
Es handelt sich hier um ein Verdickungsmittel aus weißlicher, glasiger, gekörnter Stärke.
Dienlich zum Andicken von Suppen und zum Herstellen süßer Fruchtgrützen. Es ist geschmacksneutral und sehr nahrhaft. Der Deutsche Sago wird aus Kartoffelstärke hergestellt und ist aber mit dem echten Sago nicht zu vergleichen.
Das nur mal so als Randinformation.
Palmfarne wachsen sehr langsam und erreichen ein extrem hohes Alter.
Witzigerweise ist es so dass der Namen irrtümlich ist, denn es handelt sich bei Palmenfarnen weder um Palmen noch um Farne!
Ganz im Gegenteil sind sie verwandt mit dem Ginko Baum und den Nadelholzbäumen.
Weiter geht es (wieder übergangslos) ins
+++ Subtropenhaus +++
hier sind die Bestände geografisch geordnet: Mittelmeerraum, Afrika, Australien, Asien und Amerika.
Hier findet man alles von Ölbäumen, Eukalyptusarten, Lorbeerbäumen, Myrtearten, subtropischen Nadelhölzern, Palmen, Baumfarne, Feigenbäumen über Kaffee-, und Teesträucher bis hin zu verschiedenen Zitrusgewächsen.
Fast am Ende gelangt man in das
+++ Farnhaus +++
Dieses zeigt, wie der Name schon erraten lässt, eine Vielzahl verschiedener Farnarten.
Hier herrschen ähnliche Temperaturen wie im Tropenhaus, allerdings mit einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 100%.
Dies ist durchaus erträglicher als am Anfang, aber ist man hier angelangt hat man sich eh schon ans Klima gewöhnt!
Am Ende des Rundgangs steht dann das
+++ Sukkulentenhaus +++.
Sukkulenten (lat. succulentus succus sugere saugen) bezeichnet alle Pflanzen die fähig sind in ihren Wurzeln, Stämmen oder den Blättern große Wassermengen zu speichern und damit lange und extreme Trockenperioden zu überstehen.
Als Beispiel seine hier Kakteen oder Agaven genannt.
Erstaunlich ist hier die Vielzahl der Sukkulenten und die heimische Kakteensammlung ist mit einem Mal winzig klein :o(
Eine
+++ Warenkundliche Schausammlung +++
welche dem Universitätsinstitut für Angewandte Botanik gehört, ist ebenfalls im Alten Botanischen Garten zu finden.
Hier kann man in zehn Räumen anschaulich die wichtigsten Pflanzen und pflanzlichen Rohstoffe aller Erdenländer, mit Schwerpunkt auf tropische und subtropische Gebiete, sehen.
Es wird gezeigt wie diese als Nahrungs-, und Genussmittel, für Kleidung und für technische sowie medizinische Zwecke genutzt werden.
Diese Sammlung ist in ihrer Vollständigkeit in Deutschland einmalig!
Man sollte es nicht versäumen auch hier wenigstens mal rein zu schauen.
Anschließend sollte man sich noch die Außenanlagen wie z.B. die Mittelmeerterrassen oder den japanischen Garten anschauen.
Im Winter leidlich, im Sommer jedoch eine wahrer Augenschmaus!
Der komplette Alte Botanische Garten steht nebenbei unter Denkmalschutz.
+++ Öffnungszeiten +++
des Alten Botanischen Gartens (Gewächshäuser)
Sommerhalbjahr 9:00 16:45 Uhr
Winterhalbjahr 9:00 15:45 Uhr
+++ Eintrittspreise +++
Der Eintritt ist frei!
Allerdings freut sich der Garten über jede kleine Spende zum Erhalt der Anlage.
+++ Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln +++
S-Bahn (S3, S21, S31) bis Dammtor
oder
U-Bahn (U1) bis Stephansplatz
+++ Meine Meinung +++
Ich kann einen Ausflug hier her wieder einmal nur empfehlen!
Die komplette Anlage ist sehr sauber und gepflegt und ständig sind irgendwo Gärtner und Fachpersonal zusehen die hier und da was stutzen, haken, sprenkeln, richten, pflegen und oder pflanzen. Hat man Fragen kann man sich auch gerne an diese wenden und bekommt informative und nette Antworten!
Einplanen sollte man hier (NUR für die überdachte Anlage!) etwa ein bis zwei Stunden
Von den genannten U- oder S-Bahnstationen ist der Weg gut ausgeschildert und man macht dabei gleich noch einen kleinen Bummel durch eine kleine Ecke von Planten un Blomen.
Ich wünsche viel Spaß beim erkunden!
Botanischer Garten Hamburg9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Architektur
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Artenvielfalt Vegetation
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Erholungswert