Bewertung von tigerkralle im Detail
tigerkralle
Uetersen, Deutschland87%
Wollen wir einen Bummel machen?
Wenn meine Liebste mich fragt, ob wir bummeln gehen wollen, meint sie, wir sollten mal wieder ein Einkaufszentrum besuchen und shoppen.
Bei uns hat das Wort bummeln aber noch eine andere Definition. Es bedeutet für uns ganz entspannt, ohne Einkaufszwang durch ein Einkaufszentrum zu schlendern, hier zu schauen, da zu schauen, wenn wir tatsächlich etwas sehen und finden oder ein Schnäppchen machen, es zu kaufen, in einem Bistro sitzen und Cappuccino schlürfen, Menschen beobachten, manchmal in Hektik, manchmal ebenso entspannt wie wir; also es hat eher etwas mit relaxtem Schaufensterbummel mit Einkaufsgelegenheit zu tun.
Nach kurzer Überlegung und Abwägung verschiedener Zentren entscheiden wir uns für das Mercado in Hamburg - Ottensen. Die Entscheidung deshalb, weil wir es noch nicht kannten und es mit dem Auto in einer guten halben Stunde zu erreichen ist.
Also, angezogen und ab ins Auto auf die A23, dann auf die A7, keine Staus am Sonnabendmorgen, kurz noch von der BAB Othmarschen durch die Stadt nach Altona und das Auto im großen Parkhaus abgestellt.
Da wir in der obersten Etage (im Freien) parkten, haben wir nach dem Gang durch die Eingangstür gleich von oben einen ersten Eindruck vom Mercado.
Quadratisch, praktisch, gut, so sehen wir unter uns drei Etagen, die zum einen übersichtlich erscheinen und zum anderen angenehme Atmosphäre ausstrahlen.
Wir können von oben, die im untersten Bereich befindlichen Frischwaren-Bereiche sehen und nachdem wir mit den Rolltreppen hinuntergefahren sind,
erstaunt und erfreut uns ein reichhaltiges Angebot.
Es ist alles da und schön präsentiert, sieht fast aus wie ein Wochenmarkt, nur aufgeräumter, ansprechender. Wir sehen die verschiedensten Gemüse, Früchte, Nüsse, Lebensmittel; Einheimisches und Exotisches bunt durcheinander.
900qm, über 30 Stände entnehme ich aus den Internetseiten des Mercado.
Wir nehmen im Erdgeschoss bei einem Italiener Platz und trinken einen Cappuccino, unterhalten uns, beobachten das Treiben.
Das Mercado wirkt nicht überfüllt an diesem Sonnabendmorgen, gut belebt.
Der Geräuschpegel ist erträglich. Alles in allem wirkt es gemütlicher auf uns als andere Einkaufszentren in Hamburg, geschlossener, nicht so weitläufig und vor allem nicht so kühl.
Beim anschließenden Rundgang sehen wir ausreichend Geschäfte, um fast alle Bedürfnisse abzudecken: Textilien, Schuhe, Spielwaren, Haushaltswaren, Medien, Blumen, Schmuck, Friseur, Drogerie.
Es fehlen allerdings Edelboutiquen, uns stört das nicht.
Dann gibt es hier noch eine Bücherhalle (so heißen die Bibliotheken in Hamburg), ein Seniorentreff (ne, ne, haben wir nicht besucht) und sogar ein Kindergarten ist hier untergebracht.
Wöchentlich wechselnde Aktionen (wie in fast jedem Einkaufszentrum) runden das Angebot ab.
Nach knapp zwei Stunden schnüffeln und shoppen verlassen wir das Mercado mit einer Tüte voller Bücher (die Schnäppchen mussten mit) und leckerem Fisch fürs Mittagessen.
Mercado wir kommen wieder!
P.S. Erst im Zuge der Recherche für diesen Bericht erfuhren wir, das das Mercado auf dem Grundstück eines ehemaligen jüdischen Friedhofes errichtet worden ist, die jüdische Gemeinde hatte ihre Zustimmung erteilt.
Wir werden beim nächsten Besuch einmal darauf achten, ob in dem Gebäude irgendwo darauf aufmerksam gemacht wird.
Das Parkhaus hat jeden Tag rund um die Uhr geöffnet.
Die Parkgebühren (Mo-Fr 8.00 20.00 Uhr):
Bis 30 Minuten kostenlos
Bis 1 Stunde0,50 €
Bis 2 Stunden1,50 €
Bis 3 Stunden3,00 €
Bis 4 Stunden4,50 €
Jede weitere2,00 €
Tageshöchstsatz 10,00 €
Für Nacht, Wochenende und Feiertage gibt es Sondertarife.
Mercado8
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Kultfaktor