Bewertung von Comenter im Detail
Comenter
Herbrechtingen, Deutschland90%
Wenn man in Hamburg ist, so gehört ein Besuch der Landungsbrücken wohl zu den Pflichtbesuchen. Sind sie doch Ausgangspunkt für so ziemlich alle Hafen- u. Stadtrundfahrten, so kommt der Tourist an diesem Bauwerk so gut wie gar nicht vorbei.
Lage:
Die Landungsbrücken liegen an der Elbe in Höhe von St. Pauli. Es gibt eine eigene U-Bahn-Haltestelle "Landungsbrücken&quo t;, an der die Touristen zahlreich aussteigen. Mit dem Auto sollte man nicht gerade anreisen, da es nur wenige Parkplätze gibt. Hamburg würde ich sowieso nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erforschen.
Bau:
Der Ursprung geht auf das Jahr 1817 zurück. Damals wurden die Landungsbrücken weit außerhalb des Hamburger Hafens erbaut. Das Empfangsgebäude wurde 1907-09 erbaut. Am Turm der Landungsbrücken wird der Wasserstand der Elbe angezeigt. Im Gebäude ist heute auch ein Büro der Hamburg-Tourist-Informati on untergebracht.
Rickmer Rickmers:
Dieser Dreimaster wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und liegt nun an den Landungsbrücken. Man kann das Schiff besichtigen. Ich hatte leider keine Zeit mehr dazu. Aber schon von außen ist das Schiff sehr schön.
Hafenrundfahrten:
Die Landungsbrücken sind Ausgangpunkt für Hafenrundfahrten. Wer den Hafen besichtigen möchte, der kann das von hier aus machen. Karten kann man direkt an den Schiffen kaufen, oder in der Touristeninformation. Hier bekommt man als Student auch eine Ermäßigung, was am Schiff selbst nicht der Fall war.
Wenn man eine Hafenrundfahrt macht, sollte man sich vorher überlegen, was man sehen möchte. Wenn man in die Speicherstadt möchte, dann sollte man auf jeden Fall eine kleine Barkasse vorziehen. Will man eher den großen Hafen sehen, dann kann man auch diese Mississippi-Dampfer nehmen. Wer gerne auf eigene Faust den Hafen erkundet, kann dies kostengünstig mit den öffentlichen Schiffen machen.
Die Fahrt mit einer Barkasse ist allerdings ein unvergessliches Erlebnis, vor allem das Seemannsgarn, das einem da aufgetischt wird.
Von den Landungsbrücken legen auch die Schiffe zum Musical "König der Löwen" ab.
Ausblick:
Von den Landungsbrücken hat man einen wunderschönen Blick über den Hamburger Hafen. Es ist schon beeindruckend, wenn man die vielen Kräne so vor einem stehen sieht. Noch beeindruckender ist es natürlich, wenn gerade ein großes Kreuzfahrtschiff in Hamburg fest gemacht hat.
Man sieht auch in die Hamburger Innenstadt und die Speicherstadt.
Sonstiges:
In der Nähe der Landungsbrücken befindet sich auch der kleinste Weinberg Deutschlands. Ob er so ertragreich ist, bezweifle ich. Weiterhin befindet sich die Jugendherberge in der Nähe, die Speicherstadt, St. Pauli und der alte Elbtunnel, die ebenfalls recht sehenswert sind. Wichtig ist natürlich auch die Touristeninformation im Haus. Dort kann man Karten für die Musicals kaufen, Souvenirs ergattern oder einfach Informationsmaterial zum Teil kostenlos abholen. Das Personal ist übrigens sehr freundlich und hilfsbereit.
FAZIT:
Einem Besuch der Landungsbrücken kann man wohl nicht entkommen. Ich war bisher dreimal in Hamburg und jedes Mal besuchte ich auch die Landungsbrücken, weil ein Schiff von dort aus losgefahren ist, oder weil ich etwas von der Touri-Information gebraucht habe. So werdet auch ihr hier früher oder später einmal landen, doch lasst euch sagen: Ihr werdet es nicht bereuen. Der Blick über den Hafen wird einem immer in Erinnerung bleiben, vor allem, wenn es abends dunkel wird, und die Lichter angehen und sich in der Elbe widerspiegeln.
St Pauli Landungsbrücken10