Bewertung von Tina_HH im Detail
Tina_HH
Hamburg, Deutschland98%
Hagenbecks Tierpark wurde 1907 im Hamburger Stadtteil Stellingen eröffnet und war der erste Tierpark, in dem Tiere nicht hinter Gitterzäunen, sondern in Feigehegen gehalten wurden. Die Vorgeschichte von Hagenbecks Tierpark begann allerdings schon etwas früher. Im Jahr 1848 stellte der Fischhändler Gottfried Clas Carl Hagenbeck in Hamburg Stankt Pauli sechs Seehunde zur Schau. 15 Jahre später betrieb er ein kleines Tierhandelsgeschäft, das jedoch bald darauf von seinem ältesten Sohn übernommen wurde. Er war es auch, der die erste gitterlose Freianlage der Welt entwickelte.
Noch heute ist Hagenbecks Tierpark in Familienbesitz und ist Europas einziger privat geführter Zoo. Das Tierparkgelände umfasst ca. 27 Hektar auf denen 1.850 tierische Bewohner in rund 360 Arten leben.
Erreichbarkeit
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Hagenbecks Tierpark liegt ungefähr 8 km von der Innenstadt entfernt. Von dort besteht eine sehr gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die U-Bahnlinie U2 fährt die gleichnamige Haltestelle an. Vom Bahnhof geht man nur wenige Meter bis zum Haupteingang. Auch die Buslinien 22, 39, 181 und 281 halten regelmäßig am Hagenbecks Tierpark.
Mit dem PKW fährt man auf die A7, Abfahrt Hamburg Stellingen und weiter Richtung Kieler Straße, Sportplatzring, Koppelstraße. Den Haupteingang kann man nicht verfehlen, denn er wird durch eine riesige Giraffen-Figur gekennzeichnet. Parkmöglichkeiten stehen am Haupteingang (Parkhaus) sowie in den Sommermonaten am Nebeneingang Gazellenkamp zur Verfügung.
Ein Besuch bei Hagenbeck
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Am Haupteingang befindet sich die Tageskasse, wo man erst einmal eine Menge Geld los wird um in das Innere des Zoos zu gelangen. 15,00 € für Erwachsene, 10,00 € für Kinder kostet die Tageskarte. In diesem Preis ist aber noch nicht der Eintritt für das in diesem Jahr neu eröffnete Tropen-Aquarium enthalten. Wer dieses besichtigen möchte, legt noch einmal 6,00 € zusätzlich hin. Auch in Hinblick darauf, dass ein Zoobetrieb sehr hohe Unterhaltungskosten verursacht und es von der Stadt Hamburg keine Zuschüsse gibt, könnte der Eintritt dennoch etwas günstiger sein.
Hat man den ersten Schock über das Eintrittsgeld erst einmal überwunden und die Anlage betreten, gilt es nun, einen sehr schön angelegten Park zu erkunden. Man kann sich aussuchen, ob man einem nummerierten Rundgang folgen möchte, oder auf eigene Faust auf Entdeckungsreise geht. Da mein Mann und ich Hagenbecks Tierpark häufiger besuchen, entscheiden wir uns für die zweite Variante, so wird es nie langweilig.
Der Park ist sehr abwechslungsreich gestaltet Tiere, Pflanzen, kleine Seen und Teiche und überall ausreichend Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. Die Anlage wirkte bisher immer sauber und gepflegt. Die Hauptattraktion sind natürlich die Tiere, und davon gibt es reichlich: Elefanten, Löwen, Tiger, Leoparden, verschiedene Vogelarten, Orang-Utans, Giraffen, Zebras, Seehunde, Pinguine, Bären, Lamas um nur wenige zu nennen. Einige von ihnen, darunter z. B. Pfauen, Gänse oder Hasen laufen sogar auf den Wegen und den angrenzenden Rasenflächen frei herum. Löwen z. B. sind nur durch einen Graben und einen niedrigen Zaun von den Besuchern getrennt. An jedem Tiergehege befindet sich eine Infotafel, auf der man Herkunft, Geburtszeitpunkt, Lebenserwartung und noch viele weitere Einzelheiten zu dem jeweiligen Tier erfahren kann. Allgemein halte ich die Beschilderung im Tierpark für gut; man kann sich schnell zurechtfinden.
Relativ neu in Hagenbecks Tierpark ist das Orang-Utan-Haus, das erst vor wenigen Jahren gebaut wurde. Es bietet für seine Bewohner viele Klettermöglichkeiten und tropische Pflanzen und den Menschen macht es spaß, den Äffchen beim herumturnen zuzuschauen.
Was man sich meiner Meinung nach unbedingt mal ansehen sollte, ist eine Tierfütterung. Die Fütterungen finden täglich zu bestimmten Zeiten statt. Diese erfährt man an der Information oder man macht sich vor seinem Besuch im Internet schlau. Ich erinnere mich noch heute an die Robbenfütterung im März, bei der ich durch das Verhalten der Tiere und die Sprüche des Tierpflegers aus dem Lachen kaum herauskam
Das Gastronomieangebot ist reichhaltig über das gesamte Zoogelände verteilt. Es gibt zwei Restaurants, bei denen ich mir draußen die Speisekarte angesehen und mich dann doch aufgrund der etwas zu hohen Preise entschlossen habe, nicht rein zu gehen. Es gibt aber auch Kioske und Imbisse, wo man Bratwurst, Pommes, Nudelgerichte aber auch Süßes bekommen kann und gleichzeitig der Geldbeutel etwas geschont wird. Jedem steht es natürlich auch frei, seine Tagesverpflegung selbst mitzubringen.
Auch für die kleinen Gäste ist Hagenbecks Tierpark sicher ein Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Neben den Tieren gibt es für Kinder noch einiges mehr zu entdecken. Dazu gehören ein Spielplatz und die Märchenbahn. Sehr beliebt ist der Streichelzoo, den man durch eine Pforte betreten kann und in dem Ziegen sich genüsslich das Fell kraulen lassen.
Des Weiteren bietet Hagenbecks Tierpark in den Sommermonaten diverse Abendveranstaltungen an. Da wären z. B. die Dschungelnächte oder die Asia-Nächte. Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft, eine dieser sicher sehr interessanten Shows zu besuchen und kann deshalb dazu auch keine Beschreibung abgeben.
Schlusswort
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Trotz der von mir eingangs kritisierten Eintrittspreise bin ich der Meinung, dass ein Abstecher nach Hagenbeck einfach zu einem Hamburg-Besuch dazu gehört. Hier kann man mitten in der Großstadt noch Natur erleben. Dafür sorgen sowohl ein liebevoll gestalteter und gepflegter Park als auch die vielen tierischen Zeitgenossen. Wir lieben Tiere, haben eine Jahreskarte und sind somit öfter da. Auch dann wird es nicht langweilig, und für den gestressten Großstadtbewohner bietet Hagenbecks Tierpark einen hohen Erholungswert.
Hagenbeck9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Gastronomisches Angebot
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Kindereignung
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Artenvielfalt