Bewertung von Alex im Detail
Alex
Hannover, Deutschland95%
Lage und Erreichbarkeit
Das Pfannkuchenhaus befindet sich in Hannovers Calenberger Neustadt, ein kleiner Stadtteil, der an die westliche Innenstadt grenzt und den Übergang zu Linden bildet. In der Calenberger Straße 27 ist das Pfannkuchenhaus ansässig.
Zu erreichen ist das Pfannkuchenhaus aus der City recht gut zu Fuß. Quer durch die Altstadt, über das Leibnizufer hinweg und dann immer gerade aus kommt man in etwa zwanzig Minuten zum Pfannkuchenhaus. Schneller und bequemer geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Am einfachsten ist es die über Hauptbahnhof und Kröpcke fahrenden Stadtbahnlinien 3, 7 und 9 bis zur Station Waterloo zu nehmen. Das Restaurant ist etwa fünf Minuten von der Haltestelle entfernt. Achtung, da die Station Waterloo recht verzweigte Ausgänge hat, bitte in Richtung Frederikenstift oder Umweltministerium orientieren. Alternativ kann man mit dem Bus der Linie 120 bis direkt vor die Tür des Restaurants (Haltestelle Calenberger Straße) fahren. Diesen Bus erreicht man in der Innenstadt am Aegidientorplatz.
Öffnungszeiten und Bezahlmöglichkeiten
Das Pfannkuchenhaus hat wochentags ab 18.00h bis in die Nacht rein geöffnet. Sonn- und Feiertags wird auch am Mittag von 12.00h bis 15.00h und abends bereits ab 17.30h geöffnet. Eine Tischreservierung ist gerade am Wochenende sehr zu empfehlen und kann unter der Nummer (05 11) 17 11 3 vorgenommen werden.
Neben lachendem Bargeld akzeptiert der Wirt zum Bezahlen auch die maestro-Karte (bis vor kurzem noch als ec-Karte bekannt) und die Visa-Kreditkarte. Mit der Mastercard kann man im Pfannkuchenhaus nicht bezahlen. Direkt gegenüber des Restaurants befindet sich zudem eine Zweigstelle der Sparkasse.
Ambiente
Das Pfannkuchenhaus präsentiert sich im Brauhausstil der Jahrhundertwende und macht einen sehr gemütlichen Eindruck. Es hat allerdings nicht ganz das typische Eckkneipen-Flair, da das Lokal doch einen Tick größer ist. Trotz allem fühlt man sich sehr wohl und es herrscht keines Falls Bahnhofswartesaal-Atmosph äre. Die angenehme Lautstärke der Musik lässt ohne Probleme Unterhaltungen auch in größerer Runde zu, das Licht ist weder zu grell, noch zu dunkel.
Im Sommer bietet sich auch die Möglichkeit, an einer handvoll Tische draußen zu sitzen. Die große Markise ist schattenspendend und da die Calenberger Straße nicht extrem viel befahren ist, hält sich der Verkehrslärm auch in Grenzen. Störend könnte für den ein oder anderen vielleicht die um die Ecke gelegene Feuerwache mit häufig ausrückenden Einsatzfahrzeugen sein.
Insgesamt wirkt das Pfannkuchenhaus sehr einladend und bietet dem Gast ein gemütliches Ambiente.
Bedienung
Die Bedienungen im Pfannkuchenhaus sind sehr freundlich, locker und aufmerksam. Der Service klappt gut, man wartet weder lange auf die Speisekarte noch sitzt man stundenlang für Nachbestellungen auf verlorenem Posten. Zum Aussuchen hat man ausreichend Zeit, ohne gedrängelt zu werden. Hier gibt es nichts auszusetzen, der Service trägt zum sehr positiven Gesamteindruck des Lokals bei und ist ein angemessenes Trinkgeld wert.
Speisekarte, Auswahl und Preisniveau
Die Speisekarte wird selbstverständlich von Pfannkuchengerichten dominiert. Im Pfannkuchenhaus werden insgesamt 21 pikante und 10 süße Pfannkuchen angeboten. Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen und sich diese zum Staunen bringende Vielfalt ausreichend zu Gemüte führen.
Die Kreativität kennt insbesondere bei den pikanten Pfannkuchen keine Grenzen. Von ungarisch über mexikanisch bis hin zu asiatisch reicht die Palette des Angebots. Kaum eine Fleisch- oder Gemüsesorte, die nicht zu finden ist sogar mit Krabben oder Lachs bekommt man hier einen Pfannkuchen gefüllt. Preislich bewegen sich die pikanten Pfannkuchen zwischen 5,40 Euro und 9,30 Euro.
Die süßen Pfannkuchen sind mit Obst, Marmelade, Apfelmus, Ahornsirup, Schokosoße oder Quark garniert. Hinzu kommt ordentlich Sahne und bei zwei Exemplaren auch Vanilleeis. Vom Preis her variieren die süßen Pfannkuchen von 2,70 Euro bis hin zu 5,50 Euro.
Alle Pfannkuchen sind auf Wunsch auch in einer kleineren Version als Nachtisch bzw. Kinderteller zu bekommen. Da das nicht in der Karte steht, einfach die Bedienung darauf ansprechen.
Außer Pfannkuchen bietet die Karte auch noch reichlich anderes Leckeres. Neben drei verschiedenen Suppen um 2,80 Euro als Vorspeise und einem Salatteller in drei unterschiedlichen Größen zwischen 2,00 Euro und 6,80 Euro kann man auch ein ordentliches Stück Fleisch anstelle eines Pfannkuchens bekommen.
Hier stehen Nackensteak, Schweinefilet, Rumpsteak oder Rinderfilet entweder mit Kräuterbutter, Pfeffersauce, Sauce Bernaise, Cognac-Sauce oder Cayenne-Sauce zur Auswahl. Dazu werden eine gegrillte Speckscheibe, Pommes und Salat serviert. Die Preise der Fleischteller liegen zwischen 9,30 Euro und 14,00 Euro. Zudem steht auch ein gemischter Grillteller auf der Speisekarte.
Die Getränkeauswahl ist ebenfalls reichhaltig und lässt nahezu keinen Wunsch offen. Es finden sich alle gängigen Softdrinks, ein paar Weine und diverse Appetitsanreger und Verdauungshelfer in der Karte. Auch beim Bier ist das Pfannkuchenhaus vielseitig und ein wenig exotisch. Es befindet sich keine hannoversche Marke im Ausschank, dafür kredenzt der Wirt mit "Erbacher" ein doch in der Tat sehr lecker schmeckendes Pils aus dem Odenwald. Für den halben Liter sind 3,00 Euro zu bezahlen, daneben gibt es Schöfferhofer als Hefeweizen für 2,70 Euro. Ferner bietet das Pfannkuchenhaus dem Bierfreund auch ein hier selten zu findendes Märzen und eine mir unbekannte Sorte Stout.
Insgesamt gesehen lässt die Auswahl im Pfannkuchenhaus nichts zu wünschen übrig. Selbst wer keinen Pfannkuchen essen möchte, findet reichlich Alternativen. Die Essenspreise sind absolut zivil und günstiger als in vielen anderen Restaurants in Hannover. Die Getränkepreise bewegen sich auf dem inzwischen hier normalen Niveau und fallen auch nicht aus dem Rahmen.
Geschmack und Aussehen des Essens
Das Essen im Pfannkuchenhaus ist geschmacklich exzellent. Die Pfannkuchen werden selbstverständlich frisch zubereitet und weder zu lange noch zu kurz gebacken, sind weder zu dick noch zu dünn, sondern genau so wie sie sein sollen.
Die Füllung der Pfannkuchen wird halb in den Pfannkuchen eingerollt und ist sehr reichlich vorhanden. So sehen die Gerichte äußerst appetitlich auf den Tellern aus und die Portionen sind ordentlich groß und dementsprechend sättigend. Ich hatte zuletzt den Pfannkuchen Piroschka ungarisch - laut Karte mit viel Fleisch und scharf. Das war alles andere als gelogen.
Gleiche Köstlichkeit lässt sich auch den süßen Pfannkuchen, die richtige Kalorienbomben sind, attestieren. Das Grillfleisch habe ich zwar noch nicht probiert, mir wurde aber aus verlässlicher Quelle von dessen Zartheit und sehr guten Geschmack berichtet. Auch diese Portionen sind sehr reichlich und somit sättigend bemessen.
Insgesamt ist das Essen qualitativ, quantitativ und optisch im Pfannkuchenhaus sehr gut.
Toiletten
Die Toiletten befinden sich links an der Theke entlang und dann die Treppe runter im Keller. Sie machen einen sehr sauberen Eindruck. Hier fehlt es weder an Toilettenpapier, Handtüchern oder Seife. Mein Urteil über die Herrentoilette deckte sich übrigens vollständig mit den mir berichteten Fakten über die Damentoilette. Im Vorraum der Toiletten findet man den obligatorischen Zigarettenautomaten.
Besonderes
Zu guter Letzt bleibt mir noch über zwei interessante Besonderheiten im Pfannkuchenhaus zu berichten.
Hier ist zum einen ein nett anzuschauender Zeppelin, der an einer Schiene an der Decke durch das Restaurant seine Runden dreht und zum anderen Deutschlands erste Bierwaage.
Die halben Liter Pilsbier werden im Pfannkuchenhaus in Steinkrügen ausgeschenkt. Die Natur der Sache bedingt es, dass sich hier korrektes Eingießen bis zum Eichstrich ein wenig schwierig gestaltet. Aus schlechtem Gewissen und Anstandsgefühl den Gästen gegenüber wollte der Wirt Adolf Kuhn vor einiger Zeit hier Abhilfe schaffen. Zunächst versuchte er, die korrekte Abfüllung der Steinkrüge mit einem entsprechend gefüllten Bierglas in der einen Hand und dem Krug in der anderen Hand auszutarieren. Das stellte sich aber auf die Dauer als wenig probat heraus und Kuhn kam die Idee mit der Waage. Er fand eine alte Haushaltswaage im Keller, ließ diese eichen und benutze sie fortan mit einem 500g-Gewicht im Restaurant.
Darüber hinaus kam er auf die Idee, die Bierwaage als Patent anzumelden und das war erfolgreich, da niemand zuvor in Deutschland diesen Geistesblitz hatte. Das war im Jahr 1985 und seitdem können die Gäste das Bier nicht nur lecker aus den Steinkrügen trinken, sondern sich auch sicher um der korrekten Abfüllung sein. Da Bier auch ein wenig leichter als Wasser ist, hat der Gast hieraus einen sogar doppelten Vorteil.
Fazit
Durch das sehr gute Essen, die gemütliche Atmosphäre und die nette Bedienung bei annehmbaren Preisen ist das Pfannkuchenhaus ein sehr besuchenswertes Restaurant in Hannover und bekommt daher von mir die volle Punktzahl und eine uneingeschränkte Empfehlung.
(c) Alex
Pfannkuchenhaus10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Atmosphäre
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Publikum
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Küche
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Service