[21.11.2007] "Break free and enjoy your stay" - dies ist der "zweideutige Slogan" des Hotel Katajanokka in Helsinki. Der Autor Martin Cyris besuchte, für die Reise-Redaktion des Tagesspiegel, das im Mai 2007 eröffnete Vier-Sterne-Hotel. Fünf Jahre zuvor wurde das frühere Gefängnis mit 170 Häftlingen geschlossen. Über 170 Jahre war das Katajanokka ein Gefängnis, es werde also auf eine "lange Erfahrung im Beherbergungsgeschäft" gebaut. Nach dem Austausch des Personals und dem Umbau des Gefängnis erinnern aber nur noch die massiven "denkmalgeschützten Mauern", die "Stahltreppen", die niedrigen Türrahmen und "breiten Fenstersimse" an die vorherige Nutzung. Heute sei das Hotel geprägt von einer "gelungen Mischung" aus "modernem Innendesign" und "funktioneller Knastarchitektur".
Die 106 Zimmer sind in vier Kategorien aufgeteilt. Aus "kleineren Zellen" wurden Einzel- und Doppelzimmer, die Zellen, die ehemals für "bis zu 30 Gefangene" konzipiert waren, wurden zu "großzügigen" Suiten umgebaut. Der Autor lobt die "herrlich bequemen Betten" und die hochwertige Ausstattung aller Zimmer, die für "Komfort und Wohlbefinden" sorge. In den Suiten könne es sich der Gast sogar "in der eigenen Sauna gut gehen lassen".
"Durchaus positive Geschmackseindrücke" erhält der Autor im Restaurant "Jailbird", das sich mit "feiner Fisch- und Pastaküche" schnell einen Namen in Helsinki gemacht habe. Auch der ehemalige Gefängnishof hat es dem Autor angetan. Nach der Umgestaltung gebe es einen kleinen Park und eine "veritable Terrasse".
An Schluss des Berichtes hebt der Autor noch hervor, dass bei "frühzeitiger Anmeldung" auch eine Führung durch den noch im original erhalten Trakt angeboten wird, bei der man eine "Zelle im Originalzustand" und den Flur für politische Gefangene im 2. Weltkrieg besichtigen kann. Unter anderem war hier der finnische "Ex-Präsident Risto Ryti" für vier Jahre inhaftiert.
Insgesamt meint Martin Cyris, dass das ehemalige Gefängnis "Katajanokka" in ein "komfortables Hotel" mit "einzigartigem" Charakter umgewandelt worden sei.
Bei dieser Bewertung handelt es sich um eine Interpretation des Beitrags des oben genannten Verfassers
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