Bewertung von carmen im Detail
carmen
Colditz, Deutschland99%
Da bin ich also zurück aus dem Tauchurlaub und berichte gleich mal über das erste Hotel von fünfen, in denen wir während der drei Wochen nächtigten. Für den viertägigen Stopover in Hongkong zu Beginn unserer Reise hatte unser Reisebüro ein gut gelegenes Stadthotel gefunden, weil uns bei einem Stadtaufenthalt eher die Lage als die Ausstattung interessiert, denn man ist doch nur zum Schlafen im Hotel. Immerhin wurden wir doch positiv überrascht.
- Lage -
Das Guangdong Hotel liegt im Geschäftsviertel des Stadtteils Wanchai von Hongkong. Nun ist es schwer, das einem Nichtkenner näher zu beschreiben. Schaut man auf die Karte, hat es oben das Festland mit einem tropfenförmigen Zipfel, der runter geht zur Hongkong Insel, die wie eine Schale darunterliegt. Und im Norden dieser Schale liegt der Stadtteil Wanchai, der sich bis zum Wasser, zum Hafen und dem Convention and Exhibition Center hinzieht.
Ich weiß nicht, ob es ein eigentliches Stadtzentrum in dieser Metropole gibt und wo das liegt, aber das Hotel befindet sich schon recht zentral und mittendrin in einem der geschäftigsten und durchaus nobleren Teile der Stadt. Die Lockhart Road ist sehr belebt, was bedeutet, daß die Aussicht aus den Fenstern entweder zur Straße und die gegenüberliegenden Häuser oder das dahinter liegende Gebäude bietet.
In unmittelbarer Nähe, d. h. ca. 3 Minuten Fußweg gibt es eine Haltestelle der U-Bahn, andere große und namhafte Hotels sowie die noble Einkaufsmeilen Lockhart Road, Harbour Road und Gloucester Road; der Hongkong Park, die Hongkong Academy for Performing Arts und die Hongkong Messehalle am Hafen sind ebenfalls in Fußmarschweite entfernt.
- Anreise -
Wer zum Stopover in Hongkong auf dem Flughafen ankommt, sollte sich gleich zum Stopover-Schalter in der Ankunftshalle begeben. Dort werden alle Touristen koordiniert. Man bekommt dann gegen Vorlage des Transfervouchers eine Routennummer, begibt sich in eine Wartehalle und wird mit dem Bus zum Hotel befördert.
Andere Ankommende nehmen entweder ein Taxi, was vermutlich exorbitant teuer ist, denn der Flughafen liegt weit außerhalb der Stadt, nämlich 43 km. Oder man nimmt den Flughafen-Expreß, der in 25 Minuten bis zur Haltestelle Hong Kong auf der Insel fährt, von dort dann ein Taxi oder wiederum die U-Bahn bis Wanchai.
- Das Hotel -
Äußerlich sieht das Hotel zwar recht unspektakulär, aber sehr modern aus - ein 19stöckiger Neubau, der so auch in einer deutschen Großstadt stehen könnte. Aber wir wollten ja keinen Erholungsurlaub darin verbringen, sondern nur darin die Nacht verbringen. Auf jeden Fall - es macht nichts Besonderes her, aber im Grund ist das eigentlich egal.
Das Wharney Guangdong Hongkong gehört zu einer ganzen Kette Guangdong Hotels, die über ganz China verbreitet sind. In Hongkong selbst gibt es gleich 2 davon. Es hat laut Reiseunterlagen 3 Sterne.
Dieses hier hat angeblich als Hongkonger Hotel die Zertifizierung ISO 9001 bekommen.
- Empfangsbereich -
Die Lobby im Erdgeschoß ist zwar recht groß und übersichtlich, aber auf keinen Fall gemütlich. Sie weist die übliche Rezeption auf, an der das Ein- und Auschecken, sowie Bezahlen abläuft. Wenn man mit Fragen zur Stadt oder den Reiseunterlagen kommt, stellen sich die Mädels leider etwas schwerfällig an.
Der Bell-Counter kümmert sich um das Gepäck oder Reservierungen, wobei wir auch hier den Eindruck hatten, daß man die Arbeit eher von sich weisen möchte.
Hinter der Rezeption gibt es noch einen Raum mit Safes, in denen man seine Wertsachen deponieren kann, denn auf dem Zimmer gibt es keinen, sowie ein Business-Center mit Computern, Faxgerät und Kopierer.
Von hier geht es zu den Fahrstühlen.
- Zimmer -
Das Guangdong hat 358 Zimmer unterschiedlicher Art, so z. B. Standard Rooms, Deluxe Rooms, Excellence und Japanese Executive sowie Suiten. Wir hatten den Bildern nach zu urteilen ein normales Standard-Doppelzimmer gebucht.
Das Standardzimmer ist für meinen Geschmack etwas klein geraten, um wirklich gemütlich zu sein, aber dafür zweckmäßig mit zeitlosen Holzmöbeln ausgestattet. Allerdings hat der Zahn der Zeit auch hier schon an der Einrichtung genagt. Sie sieht nicht mehr ganz so gepflegt aus und im Bad blitzt es auch nicht mehr so wie nach dem Bau. Aber wie gesagt, wir brauchen das Zimmer in der Regel nur zum Übernachten, da kann man über solche Kleinigkeiten hinwegsehen.
Zur Einrichtung gehören ein Doppelbett (man kann aber auch zwei getrennt stehende Betten haben), ein Schreibtisch mit Stuhl, Kühlschrank mit Minibar, ein kleines Sofa, ein ausreichend großer Schrank, Fernseher und Klimaanlage, Telefon und ein Wasserkocher. Eigentlich alles, was der Mensch so braucht für einen Kurzaufenthalt.
Das Bad ist im Grunde genauso sparsam klein gehalten. In zartem Marmor gehalten bietet es einen Waschtisch mit etwas Ablagefläche, Wanne mit Duschvorhang, die üblichen Duschgel- und Shampoo-Fläschchen, einen Fön und natürlich Steckdosen für Rasierer.
Die bereit liegenden Handtücher sahen nicht mehr ganz taufrisch aus, waren aber dennoch sauber. Sie werden immer dann gewechselt, wenn man sie auf den Fußboden wirft.
Obwohl unser Zimmer nach hinten und nicht auf die Straße hinaus ging, war es nachts doch erstaunlich laut. In dem Häuserkessel - man schaut auf die Rückfront des dahinter liegenden Hochhauses - lärmen nämlich Dutzende von Klimaanlagen. Da helfen Ohrstöpsel doch sehr.
- Gastronomie -
An Gastronomie hat das Wharney doch einiges zu bieten, auch wenn wir nicht alles genutzt haben, will ich es doch aufzählen.
Im Erdgeschoß bietet die Bar "Canny Man" über 100 Whisky-Sorten und eine erstaunliche Vielfalt an Bieren aus Schottland, England und Belgien. Hier kann man Pool spielen und dem internationalen Sportgeschehen über einen großen Fernseher folgen.
Zu unserem Übernachtungspreis gehörte auch das Frühstück. Dafür gibt es im dritten Obergeschoß, wo sich auch die Tagungsräume befinden, das Frühstücksrestaurant Fu Tung, das Kantonesische Küche bietet.
Das Frühstück, das man von 7 - 11 Uhr bekommt, wird in Buffetform geboten, und ist ganz o. k.. Klar, ich habe schon öfter Buffets erlebt, die um Längen besser waren, aber dies hier war zufriedenstellend.
Angeboten werden einige wenige Brot- und Brötchensorten, Salate, Joghurt und Quark, Früchte, Eier in verschiedenen Varianten, Kuchen und süße Teilchen. Käse und Wurst gibt es in, wie in Asien so oft, nur in sehr mäßiger Vielfalt. Etwas Obst rundet das ganze ab.
Nicht zu vergessen die asiatischen Gerichte - meist gebratene Nudeln oder Reis, etwas Dim Sum und die übliche Reissuppe.
Zu bemängeln ist die Eiseskälte, die durch die Klimaanlage hier herrscht. Gut anziehen ist also angesagt.
Lunch Buffet gibt es von 12 - 14.30 Uhr, Tee Time von 14.30 bis 17.30 Uhr, Dinner Buffet von 18.30 - 21.30 Uhr und einen Night Snack von 21.45 - 23.45 Uhr, allerdings nur Freitag bis Sonntag.
Wem das Essen hier zu teuer ist, der findet in der unmittelbaren Umgebung jede Menge anderer kleiner Restaurants und Garküchen.
Wir selbst haben nur das Frühstück genutzt.
Es gibt noch ein drittes Restaurant in der 1. Etage, das Ginza Kuraudo, mit Japanischer Küche.
- Sonstiger Service -
Wäscherei und Reinigung
Zimmerservice 7 bis 23 Uhr
Business Center
Gepäckservice
Konferenz-/Tagungsräume
Concierge
Fahrzeugvermietung
Kinderbetreuung
Limousinenservice
Parkplätze
Schließfächer
Shuttle & anderer Transportservice
- Wellness und Fitness -
Das Wharney Guangdong hat im obersten Stock einen kleinen Fitnessraum, den man Montag bis Samstag von 7 - 22 Uhr und am Sonntag von 8 bis 20 Uhr nutzen kann, wenn man nach einen Tag in der Stadt noch in der Lage dazu ist.
Hier findet man auch einen außen liegenden Pool, in dem man gemütliche Runden drehen kann, eine Sauna, Dampfbad und einen Whirlpool. Leider waren wir immer so lange unterwegs, daß wir das nicht ausgiebig nutzen konnten.
- Shopping -
Tja, das ist ein Thema, das an sich abendfüllend wäre. Denn Hongkong bietet super Shopping-Möglichkeiten. Unmittelbar in der Nähe des Hotels bzw. zu Fuß erreichbar gibt es jede Menge noble Geschäfte in der Lockhart Road, Harbour Road und Gloucester Road, die von Donna Karan bis Prada jede Menge Marken bieten. Hier auch die größeren Malls, in denen man nach Herzenslust sein Geld für die gehobeneren Markenartikel ausgeben kann.
Attraktiv zum Einkaufen sind auf jeden Fall solche Luxusartikel wie Markenuhren oder Kommunikationstechnik und Designerkleidung. Da sind schon Einsparungen bis zu 20 % möglich. Man sollte aber daran denken, daß jedes Kilo Übergepäck bei Cathay Pacific 45 Euro kostet. Da kann der Geldvorteil schon mal schnell dahin schmelzen.
- Meine Meinung -
Ein ordentliches Hotel mit mehr innerem als äußerem Charme, das aber durch seine zentrale Lage und die Nähe zu den attraktiven Sehenswürdigkeiten der Stadt die etwas einfallslose Ansicht wieder wett macht.
Für kurzzeitige Aufenthalte durchaus zu empfehlen.
Wharney Guang Dong Hong Kong8
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Bett-/ Matratze
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Ausblick
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Wellnessangebot
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Essen und Trinken
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Vielfalt des Speisenangebots
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Qualität des Speiseangebots
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Arrangement der Speisen
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Getränkeangebot
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Bedienung/ Service
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Lage und Umgebung
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Lage (Stadthotel)
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Verkehrsanbindung
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Einkaufsmöglichkeiten
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)