Clau2411
Stade, Deutschland99%
Aloha,
Heute ist der Honolulu Zoo dran.
Von dem Balkon unseres Hotelzimmers aus konnten wir rechts den Waikiki Strand sehen und geradeaus einen Vulkan, sowie eine riesige Grünanlage. Die ersten Tage habe ich mich immer gefragt, was das denn sei. Bis ich eine Broschüre in die Finger bekam und mir danach sicher war: "Das ist ein Zoo!"
Da war ich natürlich absolut begeistert. Wer meine Liebe zu Tieren kennt, wird zustimmend nicken!
----- Geschichte -----
Die ersten Anfänge für den Zoo wurden durch den König David Kalakaua gestartet. Er richtete ein kleines Gebiet ein, um seine Sammlung exotischer Vögel zu beherbergen.
1877 hat er den Park dann nach seiner Frau umbenannt in "Königin Kapiolani Park". Zu dieser Zeit wurde der Park nur für die exotischen Vögel und für Pferderennen , zum Beispiel der Rosita Cup, genutzt.
Mit der Zeit kamen auch zahlreiche Pflanzen, wie Bäume und Blumen, hinzu. Ab 1914 begann der damalige Park-Besitzer damit Tiere zu sammeln. Zuerst kamen Affen, Bären und Löwen aus Afrika und anderen Ländern. 1916 wurde dann die afrikanische Elefantendame "Daisy" in den Zoo gebracht. Damit stieg natürlich die Beliebtheit des Parks weiter.
Daisys Karriere wurde jedoch 1933 ein tragisches Ende bereitet. Sie attackierte ihren Wärter und trampelte ihn zu Tode. Nach diesem tragischen Unfall wurde Daisy von Polizisten erschossen und im Meer begraben.
Trotz diesem schrecklichen Unglück wurde der Zoo immer beliebter und vergrößerte sich immer weiter bis zum heutigen Tag.
Und jedes Jahr hat der Zoo 750.000 Besucher, die sich an der Vielzahl der Tierarten erfreuen.
------ Lage ------
Die Adresse des Honolulu Zoos ist:
Honolulu Zoo
151 Kapahulu Avenue
Honolulu, HI 96815
Der Park liegt damit zwischen dem Berg "Diamond Head" und dem Waikiki Beach. Der Haupteingang ist auf der Ecke Kapahulu Avenue und Kalakaua Boulevard.
Somit liegt der Zoo sehr nah an den großen Hotels am Waikiki-Beach. Bis zur Hauptstadt Honolulu sind es mit dem Taxi ca. 15 Minuten. Für Tierfreunde kann man noch sagen, dass es ein großes Aquarium mit zahlreichen exotischen Fischen in der Nähe (zu Fuß ca. 3 Minuten) gibt.
Rund um den Park herum findet man circa 5 Bushaltestellen. Somit liegt der Zoo recht zentral und ist auch ohne eigenem Auto sehr gut zu erreichen.
-------- Öffnungszeiten ----------
Diese sind sehr gut gelegen und recht simpel. Der Zoos hat nämlich jeden Tag von 9:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.
Und auch wenn es auf Hawaii um die Mittagszeit fast unerträglich heiß wird, lässt es sich im Zoo ganz gut aushalten. Durch die vielen und vor allem auch sehr hohen und breiten Bäume, läuft man die meiste Zeit im Schatten, was wirklich sehr angenehm ist.
Die Information hat übrigens 24h am Tag "geöffnet" und man erreicht sie unter der Telefonnummer: (808) 971-7171
-------- Eintrittspreise --------
Die Eintrittspreise richten sich nach dem Alter und der Größe der Gruppe.
Ab 13 Jahre kostet der Eintritt 6$. Kinder zwischen 6 und 12 Jahre, mit erwachsener Begleitperson, zahlen 1$. Und alle Kinder die jünger als 6 Jahre sind haben den Eintritt frei. Ein Familienticket kostet 25$, wobei ich jedoch nicht weiß, wie viele Leute darunter fallen.
Toll, finde ich, dass man für den Eintrittpreis noch eine Karte von dem Gelände bekommt. Einen Zooplan, den man sich auch im Internet ausdrucken lassen kann.
Toll finde ich es deshalb, weil ich letztes Wochenende in Hagenbecks Tierpark 3€ dafür hätte bezahlen müssen, was ich wirklich sehr teuer fand.
------ Die Tiere ----
Der Zoo hat wirklich eine riesige Auswahl an Tieren, unter anderem: Gazellen, Rinozeros, Affen (Schimpansen, Orang-Utans ), Elefanten, Giraffen, Löwen, Zebras, Tiger, Bären u.v.m.
Natürlich auch zahlreiche Vogelarten, wie Hühner, Flamingos, Schwäne, Papageien, Enten, Tauben, und natürlich den Staatsvogel "Nene".
Hinzu kommen Reptilien, wie Frösche, Schnecke, Schlangen (z.B.Phyton), Alligatoren, Schildkröten, Komodo Warane, Nil Krokodile u.v.m.
Ich habe auch Tiere gesehen, die ich vorher in noch keinem Zoo in Deutschland gesehen habe. Nämlich Lemuren, Nilpferde, Hyänen und Meerkatzen.
Das fand ich wirklich super.
-------- Aufbau ---------
Von Außen sieht der Zoo eigentlich gar nicht so groß aus, obwohl er immerhin 17,5 ha groß ist. Und von oben, also vom Hotelzimmer aus (ca. 25.Stock), wirkte es eher wie ein überdimensionaler Dschungel. Man sah wirklich nur riesige breite Bäume, Büsche und ab und zu ragte mal ein Stückchen Weg heraus. Ich habe keine Käfige oder riesige Zäune gesehen.
Schaut man sich die Karte des Parks an sieht man auch schon die kurvigen und verschlungenen Wege. Hier wurde nichts mit Steinen ausgelegt oder gar betoniert. Nein, alles wirkt als wäre es der Natur überlassen worden und nur ab und zu mal die Hecken nachgeschnitten worden, damit man noch durchgehen kann.
Das fand ich wirklich einmalig. Man hatte richtig das Gefühl, dass man durch den Dschungel oder die Savanne wandert und hier und da ein paar Tiere entdeckt.
Hilfreich ist da auch, dass die Tiere wirklich nicht in den typischen Käfigen gehalten werden. Zu 90% trennen Tier und Besucher nur ein Wassergraben oder eine nicht gerade hohe Glasscheibe. Wirklich toll. Man kommt um die Ecke und es steht nicht einmal 4 Meter vor einem eine Hyäne und grinst einen an. Man merkt die Absperrung gar nicht, da es nur eine 1,50 Meter hohe Glasscheibe ist. Scheinbar können Hyänen nicht sehr hoch springen ;-)
Eine Besonderheit gibt es noch. Die Tiere werden im Honolulu Zoo nach Gebieten aufgeteilt. Zum Beispiel die Afrikanische Savanne mit Gazellen und Giraffen. Dann gibt es noch den Tropischen Regenwald, mit riesigen Gummibäumen, die Pazifischen Inseln und den Kinderzoo.
Um die vielen verschiedenen Vogelarten auch richtig schön "erleben" zu können, gibt es eine riesige begehbare Voliere, wo alle Vögel frei herumfliegen. Und man ist mittendrin. Einfach toll. Wobei einem das wahnsinnig laute Gezwitscher auf Dauer schon auf die Nerven gehen kann. ;-)
Es gibt auch einige "Großgehege". Diese erstrecken sich über einen sehr großen Bereich und beinhalten viele verschiedene Tierarten, die auch in freier Natur nebeneinander herleben. Wie eben Giraffen, Gazellen und andere Savannen-Tiere.
Die Toiletten, Shops und Snack Bars sind sehr gut "Getarnt" und passen mit ihrer Bambus- und Pflanzendeko sehr gut ins Bild.
-------- Weiteres -------
Es gibt noch mehr Besonderheiten Im Honolulu Zoo.
Man kann dort sich nämlich überall hinsetzen und frühstücken und sogar im Zoo übernachten. Dafür muss man sich aber sicherlich anmelden. Für Kinder bestimmt etwas ganz Tolles. Ein Erlebnis was man so schnell nicht vergisst.
Man kann den Zoo auch durch finanzielle Mittel unterstützen. Ab 25$ im Jahr kann man zum Beispiel der Zoo Society beiträten und hilft somit den Inhabern, den Zoo auch weiterhin so schön zu erhalten.
------- Ein kleiner Auszug -------
In meinem Reiseführer stand:
"Wenngleich der Honolulu Zoo nicht gerade einer der bedeutenden amerikanischen zoologischen Gärten ist, ist er trotzdem sehenswert. Für den an der hawaiianischen Fauna interessierten Besucher sind vor allem Exemplare der selten gewordenen und vom Aussterben bedrohten hawaiianischen Vogelwelt reizvoll. Hier besteht übrigens auch die Gelegenheit, die Nene (hawaiische Gans), den Staats-Vogel, kennen zu lernen, die man im Freien kaum mehr zu Gesicht bekommt. Eine Besonderheit ist auch die behaarte Fledermaus, eine der zwei Säugetierarten, die es in Hawaii gab, als die ersten Siedler dort vor fast 1500 Jahren ankamen. Auch die Mönchsrobbe ist als Vertreterin der endemischen Säugetiere im Zoo zu besichtigen. Für die Hawaiianer erwecken drei Schlangen Aufmerksamkeit; sie sind schließlich die einzigen Schlangen auf den Hawaii-Inseln. Daneben gibt es auch all die üblichen Zoo-Bewohner: Elefanten, Giraffen, Affen, Löwen, Tiger, ein Nilpferd und ein Braunbär."
---------- Die Internetseite -------
Unter www.honoluluzoo.org findet man wirklich alle Informationen, die man haben möchte. Zumindest falls man der englischen Sprach mächtig ist.
Mal abgesehen von den "normalen" Infos, wie Eintrittpreise, Öffnungszeiten, Spendenkonten u.v.m. gibt es zu jedem, wirklich JEDEM, Tier ein Portrait mit sehr vielen Informationen und Bildern. Etwas ganz Besonderes sind die "Sounds" die man sich anhören kann. Auf einem Mausklick hört man die Elefanten tröten, Hühner gackern, Bären brüllen und Alligatoren schnappen. Und natürlich viele Dutzend Tiere mehr. Es ist wirklich ein Sammelsurium von Bildern, Texten und Tönen. Für jeden Tier-Interessierten eine wahre Fundgrube!!
Schaut einfach mal vorbei: Es lohnt sich !!!
-------- Fazit ---------
Ein wirklich toller Zoo, der viele Besonderheiten aufweist. Wenn man mal von der Tatsache absieht, dass er sich im "Paradies" Hawaii befindet. Wenn ich ihn mit unseren deutschen Zoos vergleiche, zum Beispiel Hagenbeck in Hamburg (werde ich auch noch drüber schreiben), leben die Tiere hier wirklich "fast" wie in freier Natur.
Man ist ziemlich nah am Geschehen dran, was für einen Tier-Liebhaber wie mir, einfach nur Grandios ist.
Also, falls ihr mal "zufällig" auf der schönen hawaiianischen Insel Oahu in der Nähe des Waikiki-Strandes seid, schaut hier mal vorbei: Es lohnt sich !!!