Bewertung von JSBroker im Detail
JSBroker
Ilsfeld, Deutschland99%
Während meines Südafrika Aufenthaltes bin ich mit meinen einheimischen Freunden eines Tages auch den Chapmans Peak entlang gefahren. Wir fuhren also nach Hout Bay und von dort aus nach Süden weiter. Die Straße beginnt dort leicht anzusteigen und schon nach wenigen Metern kann man die Felsküste über viele, viele Kilometer entlang schauen. Denn hier beginnt die eigentliche Landmasse des Kaps der guten Hoffnung und zieht sich bis nach Cape Point, dem südlichsten Punkt dieser Halbinsel, hinab.
Sieht fantastisch aus. Links neben der Straße verlaufen sich steile, blanke Felswände nach oben und rechts von der Straße fallen diese Felsen schroff ins Wasser ab. Da hier der Benguelastrom vorbeizieht, peitscht das Wasser fast das ganze Jahr mit großer Wucht gegen die Felsen, was zu atemberaubenden Szenen führt.
Man kann beim Entlangfahren richtig schön erkennen wie diese Straße praktisch in den Fels gehauen wurde. Es wurde einfach nur eine 90 Grad Ecke herausgetrennt und die Unterseite asphaltiert. An manchen Stellen wurden über die Straße Betonplatten gelegt und mit Pfeiler abgestützt, da es hier in der Vergangenheit immer wieder zu Steinschlägen gekommen ist. Auch an dem Tag als wir entlang fuhren, war die Straße plötzlich nur noch einspurig und ein paar Arbeitet räumten mit Schaufeln einen kleinen Haufen Kies und Erde von der Fahrbahn der allem Anschein nach gerade von oben gekommen ist.
Wenn die Straße dann eine gewisse Höhe über dem Meeresspiegel erreicht hat, gibt es dann mehrere Parkbuchten und Aussichtspunkte an denen man Anhalten kann. Einige sind einfach nur so groß dass ein Auto hinein passt, andere haben richtig gut ausgebaute Trampelpfade auf denen man einige Meter gehen kann und natürlich herrliche Ausblicke auf dem Atlantik und die Bucht von Hout Bay bekommt. Weiter unten hört man immer wieder das Wasser an die Felsen peitschen.
Selbstverständlich trifft man bei dieser Tour auf den Parkbuchten auch immer andere Touristen an, die hier mit ihren Fotoapparaten stehen. Der Chapmans Peak ist hier als Attraktion sehr bekannt. Dennoch hielt es sich meiner Ansicht nach in Grenzen mit dem Ansturm, was mir sehr entgegenkam.
Grundsätzlich aber kann ich diese Straßen jedem der die Möglichkeit hat, empfehlen einmal anzusehen. Einfach ein Auto mieten (wer sich den Linksverkehr zutraut) und entlangfahren. Die Straße ist perfekt ausgebaut und hat europäischen Standard. Sie ist nur 9km lang und bietet mehrfach die herrlichsten Fotomotive. Am Anfang und am Ende ist eine Art Kassenhäuschen an dem man 2009 als ich da war 280 Rand zahlen musste, was etwa 2,60 Euro entsprach. Das liegt daran dass die Straße inzwischen privatisiert ist und mit diesem Geld die Instandhaltung bezahlt wird. Alles in allem ein tolles Ausflugsziel, das auf keiner Südafrikareise fehlen sollte.
Küstenstraße Chapmans Peak9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit