Bewertung von carlchen im Detail
Wir sind in der Ferienzeit, Ende Juli 2009, zum Prebischtor gewandert. Unsere Kinder sind 4 und fast 7 Jahre und das Wetter was heute sehr sonnig und warm. Im Wald war es aber angenehm!
Das Gute für uns war, dass wir auf einem Parkplatz in Schmilka das Auto abgestellt haben und dann mit den Fahrrädern bis zur letzten möglichen Bushaltestelle am Prebsichtor gefahren sind. Dieser Radweg steigt stetig an!!! Kleinere Kinder brauchen einen starken Arm, der sie mit hoch schiebt... Wer nicht Rad fahren kann, hat vom gebührenpflichtigen Parkplatz in der Tschechei schon einen ersten mühsamen Anstieg auf der sonnigen Straße, bis es dann durch den Wald weitergeht. Der Weg ist aber sehr beschwerlich, denn erstens war der Weg mit dicken Steinen "gepflastert", die durch den losen Sand ziemlich rutschig sind. Und, es waren Menschenmassen unterwegs... Es war Mittwoch, wie es da wohl erst am Wochenende zugeht?
Man läuft immer bergauf! Nach einem laaaaangen Anstieg geht der Weg in Serpentinen weiter, die ziemlich schnell weit in die Höhe führen.
Ausgeschildert ist der Weg mit zwei Kilometern (ab Bushaltestelle), aber die ziehen sich ewig! Wir haben mit den Kindern zwei Stunden hinauf gebraucht und waren ziemlich kaputt. Picknickplätze gibt es keine vernünftigen unterwegs, weder "Futterkrippen" noch Stellen, die sich für eine Picknickdecke eignen. Man hat auch schlechte Chancen, wenn man mal "muss". Kein Gebüsch und schon gar keine Toilette...
Als wir endlich oben waren und das Prebischtor sehen konnten, standen wir vor einem Kassenhäuschen! Wer es also bis dahin geschafft hat, darf auch noch 3 Euro Eintritt zahlen, um ganz nah ans "Tor" zu kommen (Kinder 1,50 Euro)! Das war es uns nicht wert... DAs Prebischtor an sich konnten wir auch so sehen. Was also genau hinter diesem Häuschen kommt, können wir nicht berichten... Die Wanderung zum "Kuhstall" im Kirnitztal war jedenfalls viel schöner!!! Macht lieber das!
Wir sind dann umgekehrt und mit zwei mehr oder weniger quengeligen Kindern wieder den gleichen Weg bergab gelaufen... Viele Väter trugen ihre Kinder auf den Schultern. Aber das hält man auch nur begrenzt aus!
Und bitte verzichtet darauf, da mit Kinderwagen oder Buggy rauf zu wollen! Der Weg ist dafür gänzlich UNGEEIGNET! Ebenso für Fahrräder, aber beides ist uns mehrfach begegnet (mit völlig entnervten Besitzern). Ihr habt garantiert keine Lust beides den ganzes Weg hoch und runter zu tragen... ;-)
Jedenfalls ging es runter schneller. Vielleicht eine Stunde. Und unsere Abfahrt mit den Rädern war auch supi! Zu Fuß ist es bis zum Parkplatz auch nervig (also vielleicht besser mit dem Bus kommen, denn der fährt bis zu Start und Ziel)!
Geschafft wie wir waren, wollten wir nun noch was Nettes machen und sind in Schmilka zur Kaffeezeit im Hotel "Helvetia" eingekehrt. Dort ist es super gemütlich, sie haben ein gutes und preiswertes Angebot an Kaffee, Kuchen, Eis und Essen (und alles ist auch noch BIO!) und, das Beste, der Kinderspielplatz ist gleich angegliedert. ;-)) War ein schöner Ausklang eines anstrengenden Nachmittags.
Vielleicht wäre die Edmundsklamm die bessere Wahl gewesen?
Falls ihr doch die Wanderung macht: UNBEDINGT festes Schuhwerk anziehen! Der Weg erfordert wirklich Trittsicherheit! Aber es begegnen einem wirklich auch Leute in Schläppchen und Flip-Flops... (mit dem Kopf schüttel...) :-)
Ich hoffe, unsere Erfahrung ist hilfreich für euch!
Prebischtor4