Die zweitgrößte Baleareninsel liegt abseits des Massentourismus und bietet ihren Besuchern Ruhe und Erholung. Zum Baden locken romantische Buchten mit glasklarem Wasser. Besonders Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten, die Insel wurde von der UNESCO zu einem Biosphärenreservat erklärt. Ursprüngliche Landschaften bieten zu jeder Jahreszeit ihren Reiz. Kulturell Interessierte finden archäologisch interessante Funde sowie Kirchen und Museen.
Land und Leute
Die Größe der Insel beträgt 700 qkm, sie ist 48 km lang und 20 km breit.
Menorca hat eine Gesamtküstenlänge von etwa 220 km. Menorca hat 90.235 Einwohner, ihre Sprachen sind Katalanisch und Spanisch.

Die Hauptstadt heißt Mahon und die größte Stadt ist Ciutadella. Die Insel gliedert sich in acht Gemeinden: Alaior, Es Castell, Ciutadella de Menorca, Ferreries, Maó, Es Mercadal, Es Mercadal und Sant Lluís. Der Internationale Flughafen befindet sich etwa drei Kilometer von Maó entfernt. Von ihrer Schwesterinsel Mallorca unterscheidet sie sich erheblich, denn sie ist eher flachhügelig. Der höchste Berg ist der Monte Toro mit 358 m. Er befindet sich in der Mitte der Insel, deren nördlicher Teil Tramontana genannt wird. Dort ist die Landschaft schroff mit zerklüfteten Küsten, die Buchten reichen weit ins Land hinein. Der Süden wird als Migjorn bezeichnet und ist sanfter geformt. Hier findet man ruhige Buchten mit goldgelben Sand und Schatten spendenden Pinien. Große Teile der Insel sind von der Landwirtschaft geprägt, wobei die Rinderzucht eine wichtige Rolle spielt. Die Käseherstellung gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen, der Queso de Maó ist über seine Grenzen hinaus bekannt. Auch die Schuh- und Textilindustrie hat eine lange Tradition auf der Insel.
Geschichte
Bereits im zweiten Jahrtausend vor Chr. siedelten sich Menschen auf den Balearen an. Sie kamen vermutlich aus den südfranzösischen Küstengebieten und fanden in den natürlichen Höhlen Menorcas Schutz. Später entstanden die ersten Steindörfer und es wurden die Navetes gebaut, die zu den ältesten megalithischen Bauten gehören.

Weiter typische Bauwerke aus dieser Zeit sind die Talayots, große, meist runde steinerne Türme, die als Verteidigungsanlagen dienten. Die dritte Form der Megalithbauwerke aus der Vorzeit sind die Taulas, die aus zwei riesigen Steinplatten eine Art Tisch bilden. Im Jahre 123 nach Chr. wurden die Balearen von den Römern erobert, 902 stehen sie unter dem Kalifat von Córdoba. 1287 erobert Alfonso der III. Menorca, das in den Jahren 1293-1343 Bestandteil des Königsreichs Mallorca wird. 1343 kommen die Balearen unter die Krone von Aragonien-Katalonien.1535 wird die Maó durch die Türken zerstört, 1558 die Stadt Ciutadella.1713 kommt Menorca durch den Vertrag von Utrecht unter die Herrschaft Englands, die mit einigen Unterbrechungen ein Jahrhundert andauert. Während des Siebenjährigen Krieges ist Menorca von den Franzosen besetzt und gelangt im Jahre 1802 mit dem Vertrag von Amiens wieder unter spanische Hoheit. 1850 beginnt die Kleinindustrie mit der Gründung der ersten Schuhfabriken. Während des spanischen Bürgerkrieges von 1936 bis 1939 bleibt Menorca republikanisch. 1979 wird aus der Provinz Baleares eine autonome Region und erhält mit dem Consell General Interinsular eine eigene Regionalregierung.
Kulinarisches
Viele Gerichte haben sich aus alten Traditionen und unterschiedlichen Einflüsse entwickelt. Dabei spielt die spanische Küche eine wichtige Rolle, aber auch die Engländer haben ihre Spuren hinterlassen. Deren bekanntester Vertreter ist der Gin, der auf der Insel als Pomada mit frisch gepresstem Zitronensaft getrunken wird.

Das spanische Nationalgericht Paella bekommt man nicht nur auf dem Festland, sondern auch auf den Inseln. Es gibt verschiedene Arten der Zubereitung mit Fisch, Schalentieren, Huhn oder Fleisch. Zu den besonderen Spezialitäten Menorcas gehört die Caldera de Langosta, eine edle Zubereitungsart für Langusten mit Zwiebeln, Tomate und Petersilie, ebenso die Caldera de Peix, eine Fischsuppe mit verschiedenen Gemüsesorten. Zu den typischen Suppen gehört auch die Oliaigua aus Tomaten und Kohl, sie war früher die Hauptspeise der ländlichen Bevölkerung. Viele traditionelle Gerichte werden im Backofen zubereitet, wie beispielsweise Krebse mit Gemüse oder Kartoffeln mit Schweineschmalz und Zwiebeln. Formatjadas sind Pasteten, die gerne in der Zeit von Ostern bis Pfingsten gegessen werden. Sie werden mit Fleisch und Käse zubereitet, in der Osterzeit speziell mit Hammel, Zicklein und Schweinefleisch und in der Karwoche mit Fisch. Aber die berühmteste Spezialität der Insel ist sicherlich die Salsa mahonesa, die Mayonnaise.
Die Hauptstadt
Mahón hat etwa 30.000 Einwohner und liegt im Osten der Insel an einer fjordartigen Bucht. Die Stadt besitzt einen der schönsten
Naturhäfen des Mittelmeeres, die Hafeneinfahrt wird im Norden vom 78 m hohen Cap de la Mola abgegrenzt und in Süden schlisst sie ein 60 m aufragendes Hochplateau ab.

Besucher finden eine schöne Hafenpromenade, die zum Bummeln einlädt. Hier sind luxuriöse Jachten aus aller Welt zu bewundern, nach dem Spaziergang kann man in einem der zahlreichen Restaurants oder Cafés ausruhen. Der Hafen ist ein idealer Startpunkt für einen Rundgang durch die Altstadt. An der Placa de Constitució befindet sich das Rathaus, ein neoklassizistischer Bau mit seinem sehenswerten Ratssaal. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die
Església de Santa Maria, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde und zwar auf dem Platz einer früheren Kirche. Besonders sehenswert ist ihre große Orgel, die zu den bedeutendsten der Welt gehört. Sie wurde im Jahre 1810 eingeweiht und besitzt 4 Manuale und 3006 Orgelpfeifen. Das
Museo de Menorca befindet sich in einem ehemaligen Franziskanerkloster. Hier werden bedeutende archäologische Funde gezeigt, außer der ständigen Sammlung werden auch Sonderausstellungen geboten. Aus dem 19. Jahrhundert stammt die Festung
La Mola, die als ein hervorragendes Beispiel für die Militärarchitektur dieser Zeit gilt. Mit ihren verwinkelten Gassen besitzt die Stadt ein bezauberndes Flair. Überall verspürt man ihre Geschichte und den Einfluss der Engländer, deren Stil sich mit der mediterranen Atmosphäre vermischt.
Die zweitgrößte Stadt der Insel
Ciutadella liegt im Westen der Insel und war über mehrere Jahrhunderte ihre Hauptstadt. Im Jahre 1772 wurde der Regierungssitz von den Engländern nach Mahón verlegt.

Auch Ciutadella verfügt über einen wunderschönen
Naturhafen, der sich 1 km weit in das Land hineinzieht. Besonders beeindruckend wirkt er von der Seeseite, wenn man mit einem Schiff dort ankommt. Die Stadt besitzt zahlreiche historische Gebäude, sie war stets der Sitz des Landadels und der Geistlichkeit. Stattliche Kirchen und Adelspaläste geben ein Zeugnis aus dieser Zeit. So gehört die
Kathedrale zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten. Mit ihrem Bau wurde bereits in der Zeit um 1300 begonnen, das neoklassizistische Hauptportal stammt aus dem Jahre 1814. Errichtet wurde sie auf den Grundmauern einer Moschee. In den Räumlichkeiten eines ehemaligen Klosters befindet sich das
Diözesanmuseum. Die Besucher können dort archäologische Ausstellungsstücke, kirchliche Kunstschätze, Malereien und Silberarbeiten bewundern. Zu den bedeutendsten Festen gehört die
Fiesta von Sant Joan, das am 23. und 24. Juni stattfindet. Dazu kommen die Menschen aus allen Teilen der Insel, auf dem Pla de Sant Joan finden Wettspiele zu Pferd statt. Dabei tragen die Reiter Kleidung im Stil früherer Jahrhunderte.
Sehenswürdigkeiten und Strände
Im Norden der Insel bietet
Fornells ein lohnendes Ausflugsziel. Der malerische
Hafen und die hübschen weißen Häuser bilden ein Ambiente von besonderem Reiz. Der mächtige Rundturm
Torre de Fornells steht am Eingang der Bucht. Er wurde als Wehrturm errichtet und beherbergt heute ein Museum, das Einblicke in die Geschichte der Insel gewährt. Zu den beliebten Feriensiedlungen im Norden gehören
Arenal d'en Castell und
Son Park, wo es den einzigen
Golfplatz der Insel gibt.

In der Inselmitte liegt ihr höchster Berg, der
Monte Toro. Er ist mit dem Auto gut zu erreichen, von dort oben hat man einen wunderschönen Ausblick. Hier in der Nähe befinden sich auch so interessante Orte wie das traditionsreiche
Alaior. Die Stadt liegt auf einer kleinen Anhöhe und bietet mit ihren Gemüsegärten und Kaktusplantagen ein buntes Bild. Berühmt ist sie auch für den inseltypischen Käse, den Queso Mahon. Außerhalb der Stadt sind die
Taula Torralba d’en Salort und die prähistorischen Siedlung
Torre d’en Galmes zu bestaunen. Dies ist die bedeutendste megalithische Siedlung der Insel. Der Ferienort
Punta Prima an der Südostspitze hat andere Reize zu bieten, hier kommen Wassersportler auf ihre Kosten. Besonders Taucher finden an der Felsinsel Isla del gute Möglichkeiten, aber auch für Surfer und Segler ist hier ein optimales Revier. An der Südküste reihen sich die schönsten Strände aneinander. Da wäre die
Playa de Son Bou zu nennen, sie ist mit 2,5 km Länge in dieser Region der längste Strand. Aber nicht nur Sonnenanbeter, auch Kulturfreunde finden hier ein lohnenswertes Ziel. Die Überreste der
Basilica de Son Bou aus dem 5. Jahrhundert sind hier zu sehen. Als schönster Strand Menorcas gilt die
Cala Galdana. Der feinsandige Strand liegt in einer malerischen Bucht und ist von Pinien gesäumt. Die Infrastruktur ist hervorragend, es gibt alles, was das Urlauberherz begehrt.

Naturfreunde finden auch schöne Wege, die zu Wanderungen einladen. Zu den weiteren beliebten Urlaubsorten gehört
Cala´n Bosch. Neben den schönen Stränden und dem Yachthafen gibt es hier eine weitere Attraktion.
Aquarock ist ein Park mit Wasserrutschen, einem Spielbereich und einer Kartbahn.
Cala Morell liegt an der zerklüftete Nordwestküste. Eine schöne Bucht lockt hier Badefreunde mit glasklarem Wasser an. Dazu bilden die weißen Häuser einen hübschen Kontrast. Sehenswert sind die
Coves de Cala Morell, dieses Höhlensystem stammt aus der Zeit um 900 vor Chr. und wurde von den Ureinwohnern der Insel angelegt.
Hotels und andere Unterkünfte
Die Insel bietet ihren Besuchern eine Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten, vom
Apartment bis zum
5-Sterne-Haus. Dazu gehört das
La Quinta Resort & Spa, das über 80 Zimmer und Suiten verfügt. Das luxuriöse Hotel liegt in einem Garten mit Swimmingpool. Zur Ausstattung gehört eine Beauty-Farm, ein Fitnessstudio, eine Sauna, ein Dampfbad und Erlebnisduschen, auch verschiedene Kurbehandlungen sind möglich.

Für Geschäftsreisende gibt es Konferenzräume mit modernster technischer Ausstattung. Mit seiner direkten Strandlage punktet das
Sol Gavilanes, es liegt am schönen Sandstrand Cala Galdana. Die meisten der komfortabel eingerichteten Zimmer liegen mit Blick auf das Meer. Auch das Hotel-Restaurant hat eine schöne Sicht auf die Bucht. Das Hotel bietet verschiedene Wassersportarten an und besitz auch eine Tauchschule. Wer seinen Urlaub gerne unabhängig vom Hotelalltag verbringt, sollte das
Los Naranjos wählen. Es liegt im Ferienort
S'Algar an der malerischen Südostküste mit ihren zahlreichen Wassersportmöglichkeiten. Die Gäste wohnen in komfortabel eingerichteten Apartments, die auch über eine Terrasse verfügen. Das nächste Einkaufszentrum ist nur 300 m entfernt. Die
Apartamentos Marina befinden sich in der beliebten Urlaubsregion Cala'n Bosch. Die Ferienwohnungen sind modern ausgestattet und ideal für einen entspannten Urlaub. Zur Anlage gehört ein Swimmingpool mit Poolbar.