Bewertung von Bagpiper im Detail
Bagpiper
Nürnberg, Deutschland93%
Hierbei handelt es sich um ein sehr interessantes Castle. Wie ihr ja schon gemerkt habt, gibt es zu allem, was sich um Schottland dreht eine Geschichte zu erzählen und so auch hier.
Wir machen einen Zeitsprung in die Vergangenheit, genauer gesagt in das Jahr 1561. In diesem Jahr kam Queen Mary, Königin der Schotten zurück in ihr Land, genauer gesagt kam sie nach dem Tod ihres Mannes The Dauphin of France, aus Frankreich zurück. Leider ist der Grund, warum Queen Mary nach Frankreich gehen musste recht umfangreich, deshalb schreibe ich bei Gelegenheit einen Bericht darüber. Nur soviel sei gesagt. Ihr Vater starb, als sie 6 Tage alt war und sie wurde somit Königin. Der englische König wollte aber auch Schottland haben und bereitete eine Heirat vor. Die schottischen Familienangehörigen machten dasselbe nur mit einem Franzosen. Denn wie ich in meinen Berichten schon erwähnt habe, waren die Schotten mit den Franzosen verbündet. Auf jeden Fall war der englische König so sauer, das er Truppen nach Schottland schickte. Morde und Plünderungen waren die Folge. Um das Leben der Königin nicht zu gefährden, wurde sie nach Frankreich gebracht.
Nachdem ihr Mann starb und sie nach Schottland zurück kam, übergab sie das Land ihrem Halbbruder James Stuart. Sie adelte ihn zum Earl of Moray und setzte ihn als Regent für das Land ein (Im übrigen kommt ein hervorragender Whisky dort her)
Leider wurde er erstochen und so erging es auch seinem Nachfolger dem Earl of Moray II.. Dieser wurde mit 13 Messerstichen regelrecht hingerichtet.
Das Castle Stuart war erst im Jahre 1625 durch den Earl of Moray III. fertig gestellt worden. Dieser heiratete Anne Gordon, dessen Vater, Earl of Huntly, für die Tode seines Vaters und Großvaters verantwortlich war. Man geht heute davon aus, das dass Castle zum Schutze vor seinen Schwiegereltern ausgebaut wurde.
Irgendwann kam der Clan der MacIntosh von den Bergen und Griff das Castle an. Die Stuarts entschlossen zu fliehen und nahmen nur ihr Geld mit.
Gute 20 Jahre später wurde der englische König Charles Stuart der I. (insgesamt regierten 14 Stuarts das Land Schottland, darunter sechs gleichzeitig England) außerhalb seines Palastes enthauptet. Grund war, das er dem einflussreichen Oliver Cromwell im Wege stand. Das Castle Stuart wurde zerstört und war über 3 Jahrhunderte eine Ruine und nicht bewohnt. Außer den Geistern, die heute noch im Castle ihr Unwesen treiben.
Und warum treiben Geister ihr Unwesen im Schloß?
Nun, es passierte nicht zum ersten Male, das Gäste gefragt wurden, in welchem Flügel der Burg sie nächtigen wollten. West oder Ost?
Am nächsten morgen fand man die Gäste, die in der Nacht aus ihren Fenstern gesprungen waren, im Innenhof. Die Gesichter waren Angst verzerrt und die Augen leer.......
Und so verwundert es mich nicht, wenn ich das Castle Stuart, das hoch über den Culloden Moor liegt, besuche und mich in dieser Zeit zurück versetzt fühle. Die Familie Stuart, in dessen Besitz das Castle heute noch ist, pflegt die Tradition bis in das kleinste Detail.
Das schöne daran ist, das es sich um ein kleines aber feines Hotel mit 8 Zimmern handelt. Alle Zimmer sind nach den Clans benannt, die für Bonnie Prince Charlie kämpften und fielen. Bonnie Prince Charlie ist ein schottischer Nationalheld.
Gut, der Preis ist hart. 105 Pfund für eine Übernachtung pro Person im Doppelzimmer. Wer einen größeren Geldbeutel hat, kann für knapp 1600 Pfund das Schloss mieten.
Die Angestellten laufen alle in schottischen Kilts herum. Sind absolut freundlich und hilfsbereit. Aber um das Schloss zu erreichen, das mitten auf dem Land im Nirgendwo liegt, muss ich erst mal mit dem Auto von Inverness ein paar Kilometer fahren. Ich gelange an ein großes Tor und fahre eine mächtige Allee hinauf. In der Mitte vor dem Schloss befindet sich ein alter, großer Springbrunnen.
Freundlich werde ich vom Personal begrüßt, bzw. vom Hausherren und seiner Frau.
Das Gemäuer sieht sehr alt aus und wirkt aufgrund der dunklen Dachziegel sehr düster. Ich bin schon mal morgens angekommen, im herbst und als ich den Nebelschleier sah, der anscheinend nur das Castle umhüllte, wurde mir schon etwas mulmig, ob ich die richtige Wahl getroffen hatte. Innen ist es genau umgekehrt. Die Zimmer sind hell und freundlich. Aber nichts modern, alles alt, aus der Zeit. Sicherlich gibt es Duschen und WC, genauso wie Zentralheizung und Fernseher auf dem Zimmer. Aber überall hängen alte Gemälde, Statuen, Ritterrüstungen und Schwerter. Es schaut gar nicht kitschig aus, sondern als ob es aus der Zeit stand. Sicherlich sind gewisse Austellungsstücke abgegrenzt, aber das hat schon seinen Sinn.
Im östlichen und westlichen Turm befinden sich die Zimmer, die über eine Steinerne, heute mit Teppich ausgelegte Wendeltreppe erreichbar sind. Die Suiten liegen ganz oben, in schwindelerregender Höhe. In allen Zimmern hängen alte Ölbilder und Gemälde. Die Betten scheinen auch aus dieser Zeit zu stammen, nur die Matratzen sind neu. Die Teppiche sind von Zimmer zu Zimmer unterschiedlich. Einzige Übereinstimmung: Es handelt sich um Schottenmuster, aber nicht um irgendwelche, sondern um die oben beschriebenen Clans.
Die Betten sind riesig und wenn ich die dicke Samtdecke wegziehe und mich in das Bett aus dem 18. Jahrhundert lege, bin ich wirklich in einer anderen Zeit. Die Wände sind an manchen Stellen mit Holz verkleidet. Und überall findet man Sachen aus vergangenen Tagen. Der Ausblick ist grandios und läd zum Verweilen ein. Die Zimmer haben unterschiedliche Größen von 18 bis 50 qm. Alles ist absolut sauber, als ob das Zimmer gerade erst eingerichtet worden wäre. Die Decken sind mit Stuck oder Holz verkleidet. Schwere Ohrensessel stehen vor den alten Schreibtischen....
Nachdem ich mein Zimmer inspiziert habe, begebe ich mich in die Wendeltreppe hinunter und komme an der großen Halle vorbei, die früher für Zeremonien genutzt worden war. Viele Flaggen hängen dort.
Beeindruckt gehe ich weiter über den manchmal knarrenden Holzboden, bis ich in die Galerie der Burg gelangen. Hier verschlägt es mir die Sprache. Die Decke erstrahlt in einem weichen weiss. Die Wände sind bis zur Decke mit hellem Holz verkleidet und die vielen Fenster, die alle auf der einen Seite angeordnet sind spenden viel Licht. Abends werden Kerzen und der Kronleuchter angemacht, die den riesigen Kamin unterstützen. Auf den gut 60 qm steht ein altes Klavier in der Ecke und eine alte Harfe in der anderen. Die Ahnen der Stuarts hängen in Reih und Glied. Alte Sofas und neue sind gut verteilt. Und hier macht der Whisky wirklich Spass. Das überraschende ist die Geheimtür im Drawingroom, also in der Galerie. Und wer länger bleibt, der wird einige der unzähligen Geheimtüren finden, die in unterirdischen Gemäuern enden. Sie dürfen von den Gästen auch benutzt werden und machen den Aufenthalt umso spannender.
Das Abendessen wird in einem separaten Raum des Westflügels serviert. Eine lange Tafel für über 10 Personen steht in einem riesigen Raum. Hier das gleiche bild. Ein riesiger Leuchter hängt über dem schweren, dunklen Holztisch. Gemälde zieren die Wände. Übergröße Fenster spenden Licht. Beeindruckend ist es schon, was hier einem geboten wird. Zumal das essen auf großen Platten serviert wird und der Gast nicht aus Tassen oder Gläsern trinkt sondern aus Kelchen.
Es ist für groß und klein ein wahres Vergnügen, denn neben dem Billard-Room gibt es noch viele andere Teile zu erkunden. Und vielleicht hat man Glück und erlebt eine der vielen kleineren Hochzeiten, die dort angeboten werden. Ideal ist auch die Lage. Von hier ist es nur ein Katzensprung zu den ehemaligen Schlachtfeldern, Destillerien und Burgen....
Werde demnächst ein paar Bilder einstellen...
In diesem Sinne
Euer Alex
Castle Stuart10
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Ausblick
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Zimmerservice
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Vielfalt gastron. Einrichtungen
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Publikum/ Gäste
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Hotelbar
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Pool & Außenanlagen
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Sportangebot im Hotel
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Wellnessangebot
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Animation/ Sportbetreuung
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Erholungswert
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Essen und Trinken
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Vielfalt des Speisenangebots
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Qualität des Speiseangebots
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Arrangement der Speisen
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Getränkeangebot
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Bedienung/ Service
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Lage und Umgebung
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Landschaft/ Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Einkaufsmöglichkeiten
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Kulturelle Angebote
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)
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Sportmöglichkeiten