Bewertung von astly im Detail
astly(60)
Berlin, Deutschland97%
Das Heraion ist das Hauptheiligtum von Samos und liegt unweit von Ireo etwas im Landesinneren. Es gehört zum Weltkulturerbe. Für die Teilnehmer einer Insel-Rundfahrt ist der Eintrittspreis gewöhnlich bereits im Fahrpreis inbegriffen, sonst ist eine Gebühr von 3 Euro zu entrichten. Ursprünglich war der Hera Tempel das wichtigste der Hera gewidmete Heiligtum, die Stelle, an der der Tempel stand, galt als die Geburtsstätte Heras. Hera, so erfahren wir, war ursprünglich eine Fruchtbarkeitsgöttin, um die Zeus viele Jahre gefreit hatte, bevor sie seine Gemahlin wurde. Nicht viel ist übrig geblieben vom Tempel, eine etwa 8 m hohe Säule, die heute das Wahrzeichen von Samos ist, ragt noch als einzige empor, einzelne Ausgrabungssstücke, Fundamente, sind noch erhalten. Unsere Reiseleiterin erzählt uns so plastisch über den ehemaligen Tempel unterlegt mit skizzierten Bildern dass wir uns vorstellen können, wie imposant dieser Tempel, einer der größten der Antike, gewesen sein muss. 20 m hoch waren die Säulen dabei erscheinen uns schon die 8 Meter, die erhalten sind, gewaltig. Und auf 120 dieser Säulen soll das Dach des Tempels geruht haben! Um 540 v. Chr. War der Tempel zerstört worden, Polykrates, der Herrscher von Samos, hatte den Wiederaufbau befohlen, der aber nie vollendet wurde. Auch Reste der Fundamente des Polykrates-Tempels finden wir hier. Wenig ist erhalten, leider, vieles wurde geplündert, um daraus Häuser zu bauen; erhalten sind aber auch einige Teile der Tempelstatuen, wie der Kouros, der heute im Archäologischen Museum von Vathi steht. Außerdem stand hier eine Gruppe von 5 Statuen, von denen heute eine in Berlin im Museum ist, zwei der Statuen finden wir im Museum in Vathi, die restlichen zwei Statuen sind wohl verschollen. Wir erfahren auch, dass diese Statuen, heute blanker Stein, damals bunt bemalt waren. Es muss ein unglaublicher Anblick gewesen sein!
Auch wenn wenig erhalten ist, beeindruckt das Heraion. Irgendwie erschien mir das Gelände so heilig -mit den Fundamenten, der in den Himmel ragenden einzelnen Säule, eingebettet zwischen riesigen Bergen, zu denen der Blick immer wieder gleitet. Mystisch wirkt die Stätte irgendwie und unheimlich ehrgebietend.
Hera Tempel9