Bewertung von sunflower76 im Detail
sunflower76
Flatz, Österreich90%
Es war nicht einfach, sich zwischen all den unterschiedlichen Attraktionen das passende herauszusuchen und sich auf einige wenige Sehenswürdigkeiten zu beschränken, doch eines wollte ich auf alle Fälle nicht versäumen und das war der
MOUNT WASHINGTON
Der von den Indianern Agiocochook“ genannte Berg, der übersetzt Das Zuhause des großen Geistes“ heißt, liegt - wie ihr nach meinen Berichten nunmehr unschwer erkennen könnt - in den White Mountains innerhalb der Appalachen im US-Bundesstaat New Hampshire. Gleichzeitig ist er der größte Berg im Nordosten der vereinigten Staaten mit einer Höhe von 1.934 Metern. Mir geängstigt hat mich aber die Tatsache, dass es am Gipfel doch ziemlich windig ist. Die höchste gemessene Geschwindigkeit wurde mit 372 km/h gemessen.
Der Mount Washington kann nur im Sommer besucht werden, denn im Winter liegen nicht nur Unmengen an Schnee, sondern es herrschen Temperaturen von um die - 40 °C.
DIE AUFFAHRT
Der Beginn der Auffahrt auf den Mount Washington, den wir per Auto angetreten sind, liegt etwas nördlich des Städtchens Glen auf der Route 16. Bereits einige Kilometer vorher wird die Autoroad auf den Mount Washington angeboten.
Wir bezahlen also den Preis von $ 23,-- für Auto und Fahrer, $ 8,-- für mich und dann nochmals $ 6,-- für jedes Kind. Ein billiges Vergnügen ist es also nicht. Man gab uns einiges an Informationen in die Hand, darunter eine CD, die wir gleich in den CD Player legten. Dann ging es los. Die Straßen waren in sehr gutem Zustand, obwohl sie teileweise doch schmäler waren, als ich dachte und man musste höllisch aufpassen, dass man nicht zu sehr an den Rand fährt. Je höher es ging, umso enger wurde die Straße und umso mehr Nebel kam auf. Egal, wir fuhren weiter und die Wetterverhältnisse ändern sich im Minutentakt am Mount Washington, sodass wir bald wieder strahlenden Sonnenschein hatten, um kurz danach wieder unter einer Nebenwand verschwunden zu sein. Die Auffahrt dauert je nachdem, wie oft man hält, um einige Fotos zu schießen, zwischen 30 und 45 Minuten.
Oben angekommen parkten wir uns auf den unteren Parkplatz und gingen zuerst zum Hotel Toll House“, das auch gleichzeitig das Visitor Center unterhielt. Hier gab es ein Gästebuch, streng geteilt nach Menschen, die mit dem Auto oder dem Motorrad kamen und jenen, die wirklich brav zu Fuß heraufgekommen sind. Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns daran, die Gegend zu erkunden, einerseits kletterten wir zum höchsten Punkt (die einzige minimale körperliche Anstrengung an diesem Tag), andererseits gingen wir zum dort liegenden Observatorium. Wir überlegten kurz, ob wir uns eine Führung nehmen sollten, doch da war uns dann die Wartezeit zu lange und so haben wir uns dagegen entschieden.
Alles in allem waren wir etwa eine Stunde am Gipfel, bevor wir uns wieder auf den Weg ins Tal machten. Da ich Höhenangst habe, ist so etwas für mich alles Andere als einfach, doch auch wir schafften es, wieder gut unten anzukommen.
DIE ZAHNRADBAHN
Natürlich muss man nicht - so wie wir - mit dem Auto auf den Mount Washington fahren. Wenn ihr auch keine ausgesprochenen Wanderlieblinge seid und einmal etwas Besonderes erleben möchtet, dann könnt ihr das zweifellos mit der MOUNT WASHINGTON COG RAILWAY. Diese besteht seit dem Jahr 1869 und ist eine mit Dampf angetriebene Zahnradbahn. Ihre Abfahrt beginnt in Bretton Woods an der Marshfield Base Station. Diese liegt auf einer Seehöhe von 823 m. Von hier aus macht sich die Zahnradbahn auf den Weg, in etwa eineinhalb Stunden über 1.200 m zu überwinden. In dieser Zeit werden etwa eine Tonne Kohle und an die 4.000 Liter Wasser verbraucht.
Wir haben die Zahnradbahn ja nur bei der Abfahrt am Berg erlebt, aber das war schon einmalig anzusehen. Ein Zug kann bis zu 70 Passagiere befördern und überwindet eine Steigung von an die 25 %. Es gibt zur zwei Ausweichstellen, um die ins Tal fahrenden Loks auf der eingleisigen Spur vorbeizulassen. Nach spektakulärer soll sich die Abfahrt gestalt. Die geht nämlich über die Jacob’s Ladder in einer Steigung von 37 % ins Tal. Ich fand es auch interessant herauszufinden, dass der Wagen und die Lok nicht miteinander verkoppelt sind. Während der Wagen vom Wagenbremser manövriert wird, bremst sich die Lok über die Dampfkolben von alleine.
OBSERVATORIUM
Das Observatorium ist eine Wetterstation auf dem höchsten Punkt des Mount Washingtons. Seit dem Jahr 1932 werden hier Aufzeichnungen geführt, über einige werde ich euch jetzt noch berichten, die ich für euch sogar von Fahrenheit in Celsius und Meilen pro Stunde in Kilometer pro Stunde umgerechnet habe:
Durchschnittliche Tagestemperatur: + 1,1 °C
Niedrigste jemals gemessene Temperatur: -43,9 °C
Höchste jemals gemessene Temperatur: 22,2 °C
höchste jemals gemessene Windgeschwindkeit: 371,76 km/h
durchschnittliche, tägliche Windgeschwindkeit: 54,71 km/H
Ungefähre Anzahl der Nebeltage: 237
Höchste zu sehende Entfernung: 210 Kilometer
SOUVENIRS
Wenn man, wie wir, mit dem Auto den Berg zu erklimmen versucht, gibt es einige Souvenirs, die einem in den Wagen geschmissen werden.
Zum einen ist das eine CD, natürlich in Englisch, die auf den Weg hinauf und auch wieder hinunter allerlei Wissenswertes über den Berg verrät. Es ist so deutlich und klar gesprochen, dass ich fast alles verstehen konnte und sogar mein Mann meinte, er kenne sich aus.
Desweiteren gibt es ein Zertifikat, auf dem folgendes zu lesen ist A Master of the Mountain! This certifies that Family Leinweber (unsereins) has ascendet Mt. Washington, hightest peak in the Northeastern United States by drving to ist 6288 foot summit over teh 8 mile long Mt. Washington Carriage Road overlooking the Presidential Range of the White Mountains of New Hampshire. Gut, soll mir recht sein.
Völlig schade finde ich, dass wir das dritte Souvenir nicht wirklich verwenden konnten. Es ist ein länglicher, weißer Sticker, auf dem groß zu lesen ist: This car climbed MT. WASHINGTON“. Wir haben es unterlassen, das auf unser Mietauto zu kleben, ich denke, die Leute von Alamo wären nicht begeistert gewesen, wenn wir den schönen Toyota RAV 4 mit unserem Sticker beklebt hätten. Aber zumindest haben wir Fotos gemacht, wo man zumindest erahnen kann, wo es hingehört.
WEITERE INFORMATIONEN UND DATEN
Wenn ihr vorhabt, den Mount Washington zu besuchen, dann empfehle ich euch, die Homepage www.mountwashingtonautoro ad.com zu besuchen, denn hier erfährt ihr alles, was ihr von den Rahmenbedingungen her wissen müsst. Dort steht geschrieben, wie die Wetterbedingungen sind, was das Observatorium anbietet, es werden die meist gestellten Fragen beantwortet, vom Shuttlebus für Wanderer berichtet und noch vieles mehr. Die Seite ist wunderbar aufgebaut und hier könnt ihr euch wirklich umfassend informieren.
Wen nur das Observatorium interessiert, der kann sich unter www.mountwashington.org schlau machen.
FAZIT
Die Fahrt auf den Mount Washington empfehle ich nur, wenn ihr zumindest im Tal wunderschönes Wetter habt und nicht vorhergesagt wurde, dass Regen oder gar Schnee kommt. Von oben hat man einen herrlichen Blick in die Gegend und für Touristen wurde wirklich sehr viel gemacht. Es war schon, das einmal gesehen zu haben, aber irgendwie hat mir dann doch das gewisse Etwas gefehlt, der Reiz, den so viele andere Möglichkeiten in der Gegend haben und dafür - und das ist rein aus meiner Sicht - ziehe ich einen Punkt ab.
Mount Washington9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Anspruch
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Befestigungszustand