Bewertung von kikilotta im Detail
-LAGE-
Das County Kildare grenzt am County Dublin im Osten, im Norden liegt die Grafschaft Meath. Kildare- in Gaeltacht Cill Dara- bedeutet soviel wie die Kirche an der Eiche. Was für tolle Namen doch die Grafschaften haben und wie schön die Übersetzung doch klingt. Denke ich da an unser Bundesland Nordrhein-Westfalen na ja!
Neben dem County Dublin hat Kildare die zweitlängste Autobahnstrecke mit der M7, die bereits von Naas bis hinter Monasterevin ausgebaut ist!
Kildares Land ist überwiegend eben und weist sehr viel landwirtschaftliche Nutzfläche auf. Hier findet ihr viele Rinder, Schafe, Pferde
-SEHENSWÜRDIGKEITEN-
-Irish Stud
Schon von der Autobahn her findet ihr Schilder in Richtung des Dorfes Tully, welche auf das Irische Nationalgestüt- Irish Stud- hinweisen. Ein großer Parkplatz zwischen alten Bäumen macht klar, hier ist nicht nur das Nationalgestüt, sondern auch der Eingang zum Japanischen Garten. Ok, wir zahlen 8,50 € pro Kopf Eintritt (Wucher?) und kommen so zum Japanischen Garten, von dem aus die Wege zum Nationalgestüt abgehen. Schon am Geruch merkt man, dass wir wirklich in der Nähe von Pferden sind. Im Sun Chariot Hof des Gestüts kann man verschiedene leere Boxen von Pferden sehen. Kein Wunder, denn bei solch schönem Wetter befinden sich normalerweise alle Pferde auf den Koppeln.
Etwas weiter befinden sich dann die Stallungen der Mutterstuten und prompt können wir dort auch einen Winzling an Pferd entdecken, der neugierig uns Besucher anstarrt. Mutter Pferd nimmt es gelassen und posiert im Stall für die vielen Fotos. Weiter geht es. Eine Sattlerei, die Schmiede und die Intensivstation für Pferde befinden sich direkt dahinter.
Hier am nächsten Stall stehen recht kostbare Pferde, die schon zahlreiche Siege für das Gestüt heimgebracht haben. So ist das eine Pferd Sieger über eine Viertelmillion britischer Pfund, wie ein goldenes Schild an der Boxentür uns verrät. Ein weißes Pony dagegen ist wohl eher für die Touristen oder als Maskottchen hier in einer Box, denn außer seinem Namen ist hier nichts vermerkt. Im benachbarten Pferdemuseum können Pferdebegeisterte dann noch viel erfahren und einen ganzen Tag verbringen. Doch so genau, interessiert mich das dann doch nicht und ich widme mich lieber bei dem schönen Wetter den Anlagen draußen.
-Japanese Garden-
Unter einem Japanischen Garten hatte ich mir etwas durch und durch strenges und weniger interessantes vorgestellt, als wir es letztlich vor Ort vorfanden. Wie schon erwähnt, wird im Besucherzentrum einmal der Eintritt für alle drei Attraktionen erhoben, so dass ich im Nachhinein den Preis auch nicht als allzu teuer empfinde.
Angelegt wurde dieser Teil des Gartens zwischen 1906-1910.
Folgt man nun dem Hinweisschild Japanese Garden so kommt man in einem kleinen Garten aus, der eine kleine Höhle aufzuweisen hat. Im deutschen Führer kann ich nun lesen, dass hier die Geburt nachempfunden werden kann. Wie abgedreht! Also schnell noch mal im Führer blättern: Aha, der ganze Rundweg, der sich durch den japanischen Garten schlängelt ist dem menschlichen Lebensweg nachempfunden. Das klingt ja doch recht interessant!
Und so folgen wir dem Weg, der wichtige Lebensabschnitte von der Erziehung, zum holprigen Weg der Jugend- da kann man schon mal einen nassen Socken bekommen- über die Brücke der Hochzeit bis zum Trauerhügel. Alle Teile des Weges sind recht abwechslungsreich gestaltet. Mein Auge interessierte sich da mehr für die gestalterischen Elemente als für die Pflanzenwelt an sich. Hier wurden ein paar Trittsteine ins Wasser gestellt- dumm wenn man nicht genau aufpasst- hier ein paar Windungen eingebaut. Dann geht es auf einen Hügel (Hügel der Ambitionen), mal durch einen dunklen Tunnel (Tunnel der Unwissenheit). Überall wird noch mal mit Wasser gespielt und so ist der Garten auch für Kinder sehr interessant.
-St. Fiachras Garden-
Ein weiteres Highlight dieses Zentrums ist der irische Garten, der zur Feier des Millenniums angelegt wurde. Hier findet ihr alte Bäume, die gut konserviert im Moor liegen. Ein Naturteich wird mit einem kleinen Wasserfall belebt. Minienten bereichern den Teich ebenso wie die giftigen Schwäne, die wirklich genervt von den Touristen sind. Hier ist das Brüten richtig Stress! Zwischen den oberen und unteren Teich kann man wunderbar flanieren und so einiges entdecken. In den Beehivehutts befindet sich wunderschön angeleuchtet Kristall aus Waterford, welches unter einer Scheibe im Fußboden eingelassen ist. Auch ein Erlebnis, wenn man in einen dunklen Raum kommt und wirklich nichts erwartet!
Am Teich direkt dahinter sitzt übrigens ein Mönch aus Bronze, der sogar verführt werden kann!
Hinter dem Garten befinden sich die Pferdekoppeln mit den rüpelhaften aber millionenschweren Hengsten. Auch ein paar Miniponys sind hier stationiert. Diese sind wohl eher zum Streicheln für die Kinder gedacht! Denn vor den Hengsten wird deutlich gewarnt!
-Black Abbey-
Diese schwarze Dominikanerabtei hat es in sich: in den Ruinen brüten Raben oder Krähen, die zur recht mystischen Stimmung auf dem kleinen Friedhof mit der Abteiruine beitragen. Im Jahre 1169 soll diese Abtei als Unterweisungsraum für die Ritterorden von St. John genutzt worden sein. Diese Abtei galt bis zum 16. Jahrhundert als eine Abtei der Unterdrückung. Doch sagt man auch, dass diese Abtei einen unterirdischen Gang zur Kathedrale in Kildare gehabt haben soll! In Kildare gibt es übrigens noch zwei weitere Abteien: die Graue und die Weiße!
-und sonst?
Sonst gibt es am Besucherzentrum noch das Restaurant Yum-yum, den kleinen viel zu engen Souvenirladen, sehr saubere Toiletten und einen Kinderspielbereich
So, das soll es für heute gewesen sein. Wer einen schönen Tag verbringen will, ist hier sicherlich richtig.
Dieses Zentrum mit allen Sehenswürdigkeiten ist täglich (Februar bis November) von 9:30-18 Uhr geöffnet.
FAZIT: Sein Leben passieren lassen an einem Tag!
Irisches Nationalgestüt9
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Gastronomisches Angebot
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Kindereignung
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Artenvielfalt