Graefin
Lüdenscheid, Deutschland93%
Ich war vorletzte Woche in Köln, um abends zu einem Konzert zu gehen. Zufällig las ich, daß im Kölner Zoo seit dem 15.04. noch bis zum 30.09. eine Ausstellung von Dr. Gunther von Hagens ist, die Körperwelten der Tiere“. Da mich auch die Ausstellung der Menschen faszinierte, war es klar, daß ich den Tag dafür nutzen wollte, in den Zoo zu fahren. Ziel war aber mehr die Ausstellung, nicht der Zoo selbst. Dennoch habe ich natürlich auch den Zoo angesehen und möchte hier einiges berichten. Bedenkt aber bitte, daß es sich beim Zoo nur um eine Nebenwirkung“ handelt, ich werde nicht so in Details gehen wie man vielleicht möchte.
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Vorab einige zusammengefasste Fakten wie
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ANSCHRIFT, GESCHICHTE, PREISE usw.
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Anschrift:
Zoologischer Garten Köln
Riehler Straße 173
50735 Köln
www.koelnerzoo.de
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Der Zoo wurde 1860 als AG Zoologischer Garten Köln gegründet. Das Elefantenhaus ist die erste Anlage und wird erst 2004 ersetzt. Seelöwenfels und Vogelhaus folgen. Um 1914 ruht der Ausbau, 1945 -1947 ist der fast völlig zerstörte Zoo geschlossen. 1960 wird die Erweiterung eröffnet, 1963 eine Zooschule.1997 zieht der letzte Eisbär, 2006 kommen Besucherströme, um das Elefantenbaby Marlar zu sehen. 2007 wird Theo Pagel Direktor, man kennt ihn von iner Quizsendung der ARD.
Man versteht sich als modernes Zoo- und Bildungsunternehmen, forscht und betreibt Artenschutz. Ausgewildert wird regelmäßig.
Man kommt mit dem Bus und der U-Bahn hierher, mit dem PKW hält man sich Richtung Zentrum und Zoo, es ist beschildert. Parkplätze gibt es um den Zoo zahlreich und gebührenpflichtig. Es ist eine Umweltzone, also aufpassen, ob man hinein darf.
Eine weitere Anreisemöglichkeit, welche ich auf Empfehlung des Hotels genutzt habe, ist der Zoo-Express“: Man fährt vom Dom (an der Touristen-Info) mit einer kleinen Bimmelbahn. Die Bahnen fahren ab 9.30 18 h alle 30 Minuten und kosten 6,- €. Dafür bekommt man eine gemütliche Fahrt zum Zoo und von dort später auch wieder zurück mit einer kleinen Stadtrundfahrt und Informatioen. Es geht langsam am Rhein und vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Bequem sind die Sitzbänke nicht so, aber es ist nett. Ich hatte so in meine wenigen Stunden in Köln noch etwas Sightseeing gepackt. Man kann auch zum Schokomuseum mit so einer Bahn. Die Tickets der Bimmelbahn bieten Rabatte, für das Museum bzw. beim Zoo-Express für die Seilbahn über den Rhein. Leider hatte ich für die Seilbahn nicht genug Zeit, sonst hätte ich den Rabatt genutzt. Die Bimmelbahn hält am Haupteingang des Zoos und fährt von dort wieder ab. Das Ticket muß man gut aufheben.
Die Öffnungszeiten sind von März bis Oktober 9 18 h, die übrigen Monate nur bis 17 h.
Die Eintrittspreise sind gestaffelt, es gibt Gruppenpreise, Jahreskarten, ein Feierabendticket“... Bestimmte Tickets der Stadt Köln bieten Rabatte usw. Die Preisstaffelung ist vielseitig, hier sollte der interessierte Besucher sich erkundigen oder die HP besuchen. Erwachsene zahlen 15,- € für die Tageskarte, Kinder (4 12 Jahre) die Hälfte, Schüler/Studenten/Azubis (mit Ausweis) 10,- €.
Möchte man in die Ausstellung Körperwelten der Tiere“, muß man ein Kombi-Ticket kaufen, Zoo + Ausstellung, es kostet 21,- € für Erwachsene.
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SERVICE
Am Haupteingang können Bollerwagen für 5,- € Gebühr ausgeliehen werden, ebenso werden Rollstühle kostenlos ausgeliehen. Der Zoo ist behindertengerecht und sehr flach. Toiletten sind ebenfalls behindertengerecht ausgestattet.
Hunde dürfen nicht mit in den Zoo, können am Haupteingang in Boxen eine Pause machen. Herrchen und Frauchen müssen dafür 8,50 € bezahlen.
Wickelmöglichkeiten für die Kleinsten gibt es ebenfalls, Mikrowellen stehen in Restaurants bereit, um Babynahrung zu erwärmen.
Toiletten gibt es viele. Sie sind auch recht sauber, Personal reinigt auch regelmäßig. Natürlich stehen überall Teller für ein kleines Trinkgeld.
Geschenke, Andenken und vieles andere kann man im Shop am Haupteingang Zoovenirs“ kaufen.
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GASTRONOMIE
Es gibt am Haupteingang das Zoo-Restaurant, weitere Futterstationen“ sind vorhanden und haben die interessanten Namen wie Zebrasserie, Madagaskar-Hütte, Tiger Snack Point usw. Hier kann man kleine Snacks bekommen, oder eben richtig speisen. Bratwurst bekommt man auch zwischendurch an kleinen Grillständen. Eiswagen sind auch vorhanden.
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MEIN ZOO
Ich ging am Haupteingang hinein.
Ich hatte eine Freikarte für die Körperwelten, kam also auch so in den Zoo. Am Eingang stehen Boxen wie man sie von Zeitungsverlagen in größeren Städten kennt, hier findet man aber keine Zeitungen, sondern Pläne für den Zoo. Sie sind kostenlos.
Ich nahm einen und wollte zuerst in die Ausstellung der Körperwelten. Ich hatte nur etwa 3 Stunden Zeit und wollte keine verlieren. Die Ausstellung ist beschildert.
Mein Weg führte an Erdmännchen, Flamingos, Zebras und Löwen vorbei zur Ausstellungshalle des Zoos. Hier waren die Körperwelten der Tiere untergebracht. Es ist ein alltes Tierhaus, welches man nun so nutzt. Am Eingang wurde nun meine Freikarte kontrolliert und ich erhielt die Information, daß die Ausstellung zweigeteilt ist und die andere Hälfte im alten Nashornhaus sei. Ich ging also weiter an verschiedenen Affen, den asiatischen Elefanten und an zahlreichen Vögeln vorbei.
Am alten Nashornhaus angekommen sah ich mir den 2. Teil an.
Nun hatte ich beim 1. Teil festgestellt, daß die Ausstellung nicht so groß ist wie ich erwartet hatte, konnte mir zwischen den Teilen also Zeit lassen und so machte ich am Elefantengehege Pause.
Ich aß einen Steakburger, ein frisch gegrilltes Nackensteak im knusprigen Brötchen. 4,50 € zwar, aber sehr gut. Das Fleisch war saftig gerillt, recht dick und das Brötchen noch nicht zäh. Ketchup und Senf kann man sich selbst nehmen, ich gab Ketchup auf einen Teller, so konnte ich das Fleisch tunken und lief nicht Gefahr, zu kleckern. Ich setzte mich auf eine Bank und konnte so sehr gut auf die Elefanten sehen und bekam auch das erst im April geborene Baby zu sehen. Ich hatte zwar in den Medien davon gehört, aber nicht daran gedacht und wunderte mich vorher direkt am Gehege, was die vielen Fotografen dort machten. Dort ließ sich das Kleine nicht sehen, es blieb im Schutz der Tanten und Mutter. Aber beim Essen hatte ich Glück, er zeigte sich seinem Publikum.
Gezielt ging ich später noch zu den Geparden, sah aber nur einen Kopf auf einer kleinen Anhöhe.
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KÖRPERWELTEN
Etwas möchte ich auch dazu sagen, trotzdem sie ja nicht dauerhaft ist.
Ich war etwas enttäuscht. Ich war damals zu Beginn der Körperwelten in Oberhausen und war überwätltigt. Das war jetzt nicht so. Vielleicht, weil ich die Grundidee ja kannte, aber auch, weil es gar nicht so groß war. Klar, die Tiere waren groß, plastinierte Giraffe und Elefant sind schon beeindruckend, aber alles in allem war es nicht so spektakulär. Sah auch mehr aus wie Plastik. Aber mag auch an der Beleuchtung gelegen haben. Souvenirs gab es nicht.
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SONST NOCH WAS?
Alles in allem war es ein netter Nachmittag. Das Wetter hatte auch noch mitgespielt, es fiel nur ein kurzer Schauer, der aber nicht störte.
Wobei ich sagen muß, daß 15,- € Eintritt ein stolzer Preis ist, aber das scheint ja heute normal zu sein. Ich hatte Glück, ich hatte günstig die Freikarte.
Ich war allein und konnte mir ansehen,was ich wollte und war dementsprechend schnell. Man sollte aber schon mindestens einen halben Tag einplanen. An den Gehegen stehen Schilder mit Informationen über die Bewohner und weiteres. Man sollte sich die Zeit nehmen und diese Schilder auch lesen, sie sind lehrreich für Groß und Klein. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich finde es schrecklich, wenn schlaue Eltern“ ihren Kindern Blödsinn erzählen, trotzdem alles auf den Schildern steht. Schön ist, daß es ebenerdig ist. Man kann bequem überall hin, eingie Wege sind nur mit anderen Belägen, z. B. einer Art Rindenmulch. Hier haben es Kinderwagen & Co. etwas schwerer, aber sonst geht es.