Bewertung von Nicki2003 im Detail
Wenn man in Königswinter ist, ist ein Besuch des Drachenfels schon Pflichtprogramm. Er gehört zwar im Siebengebirge mit 321 metern zu den mittelgroßen Bergen, doch die Bewältigung ist auch so schon schwierig genug.
Deshalb gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Gipfel zu erreichen:
die einfachste Möglichkeit ist die Fahrt mit der Drachenfelsbahn. Sie ist natürlich kostenpflichtig. Des Weiteren kann man sich von einer kostenpflichtigen Kutsche hoch fahren lassen. Diese Fahrt dauert ca. 1 Stunde. Auch Esel bringen die Gäste bis oben. Über schmale Wege geht es den Eselspfad mal langsam oder schneller hoch. Jeder weiß, wie störrisch und unberechenbar ein Esel sein kann.
Oder man geht zu Fuß. Wie lange dieser Weg dauert, kommt auf Kondition und Schuhwerk an. Ich habe etliche Leutchen gesehen, die mit Flip-Flops und ähnlichem Schuhwerk den Anstieg begannen. Das ist damit nicht nur extrem anstrengend, sondern auch extrem ungesund für die Füsse.
Wer nun glaubt, an der Spitze des Berges ein wunderschönes Schloss oder dergleichen zu finden, der wird enttäuscht. Denn oben am Ende des Berges finden wir nur noch eine Ruine vor, die vor allem von Kindern als Klettergerüst benutzt wird. Diese Ruine ist das Wahrzeichen des Siebengebirges und weit über die Grenzen bekannt. Hier stand im 12. Jahrhundert eine Burg mit Kapelle und war zur Absicherung des Kölner Gebietes nach Süden gedacht.
Während des 30jährigen Krieges wurde sie zerstört und nie mehr aufgebaut. Die Ruine, die nun doch dort steht, ist ein Mauerstück mit Fensteröffnung, dem sogenannten Kölner Fenster.
Doch die Enttäuschung weicht sehr schnell, denn die Aussicht ist einfach nur grandios. Bei schönem Wetter kann man sogar noch den Kölner Dom erkennen. Und der Rhein selbst erstreckt sich ganz weit unten und ist einfach nur wunderschön.
Neben dem geschichtlichen Hintergrund gibt es natürlich auch Sagenversionen, z.B. daß auf dem Drachenfels ein Untier in einer Höhle lebt und Menschen verspeiste. Siegfried, der Nibelungenheld hat diesen Drachen auf dem Weg nach Worms getötet, in seinem Blut gebadet und dadurch Unverwundbarkeit erlangt. Lediglich ein Blatt fiel auf seine Schulter, die einzige Stelle seiner Verwundbarkeit.
Es gibt jedoch noch eine andere Geschichte: Der Drachen wurde regelmäßig mit Menschen gefüttert. Als er eine Christin fressen wollte, hielt sie ihm ihr Kreuz entgegen und daraufhin ist der Drachen in den Rhein gesprungen.
Ich denke, die meisten kennen auf jeden Fall die Geschichte mit Siegfried.
Damit der Weg hinauf oder herab nicht zu langweilig ist, kann man zu Fuss oder auch mit der Bahn einige Attraktionen besuchen. In der Nähe der Plattform befindet sich die Haltestelle der Bahn sowie ein Imbiss und ein Restaurant mit einer Aussichtsterrasse.
Am Wegrand gibt es dann noch die Nibelungenhalle, in der Gemälde von Hermann Hendrich zu bewundern sind.
Dann kommt noch das Schloss Drachenburg, an dem sich auch eine Zwischenhaltestelle der Bahn befindet. Etwas weiter hinab finden wir den Reptilienzoo mit Spinnen, Schlange, Warane, Leguane und vielem Kriechtier mehr.
Allerdings sollte man nicht vergessen, daß jeder Eintritt auch sein Geld kostet.
Ich kann auf jeden Fall einen Besuch auf dem Drachenfels empfehlen. Ich muß gestehen, faul gewesen zu sein, denn wir sind mit der Bahn gefahren. Das letzte Stück bis zur Ruine selbst war schon recht anstrengend. Und die Wanderschuhe hatten wir dummerweise zu Hause vergessen. Doch der Blick hinunter auf den Rhein ist einfach unbeschreiblich schön. Ich habe Höhenangst, doch diese vergisst man hier oben absolut und geniesst wirklich nur den schönen Blick.
Drachenfels10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Aussicht