Bewertung von Graefin im Detail
Graefin
Lüdenscheid, Deutschland80%
~ TAG 3 2. Teil ~
Von Edfu ging es nach Kom Ombo, eine südägyptische Stadt ca. 40 km nördlich von Assuan mit rund 75000 Einwohnern. Man lebt hier vom Zuckerrohranbau, Zuckerfabriken und natürlich von Touristen.
Es war schon dunkel, der Tempel ist auf einer Anhöhe und von weitem sichtbar. Er wird komplett angestrahlt.
GESCHICHTE
Auch dieser Tempel stammt aus der Ptolemäischen Zeit und wurde ca. 200 v. Christus durch Ptolemäus VI. Philometer begonnen, durch Ptolemäus XII. Neos Dionysos im 1. Jhdt. vor Christus beendet. Kaiser Augustus baute 30 v. Chr. den Pylon am Eingang dazu.
Der südliche Teil ist dem Krokodilgott Sobek gewidmet, der nördliche Teil dem Falkengott Horus. Es gibt Mumien von Krokodilen hier, in der Kapelle der Hathor, der Göttin der Schönheit und Liebe.
PRAXIS
Wir kamen gar nicht in die Stadt selbst, denn unser Ziel, der Doppeltempel, ist direkt am Anlegeplatz des Schiffes. Wir gingen zu Fuß. Hier ist sofort die Einschränkung für gehbehinderte und geräderte Besucher: der Aufstieg ist nicht so lang, aber doch beschwerlich, denn die Stufen sind wie überall relatuv ausgetreten.
Es waren relativ viele Menschen dort. Die, die den Tempel verlassen, gehen woanders lang, so wird der Andrang etwas sortiert.
Auch hier betrug der Eintritt 30 Ägyptische Pfund.
Man geht durch eine Basargasse, hier kann der geneigte Tourist allerlei kaufen. Die Händlerhier sind relativ zurückhaltend. Am Ende der Gasse ist ein Restaurant, welches äußerlich einen ansprechenden Eindruck machte. Aber wir brauchten ja kein Restaurant, gegessen wurde nach dem Ausflug auf dem Schiff.
Durch die eindrucksvolle Beleuchtung ist es noch beeindruckender. Wir erhielten wieder reichlich Informationen, konnten dann selbst herum gehen.
Reliefs und Bilder zeigten die Geschichte und das Leben, aber auch Werkzeuge und Instrumente aus der Medizin. Die Ägypter haben Operationen durchgeführt, dazu sahen wir die Instrumente. Lotosblumen und Papyrus zeigen Oberägypten und das Nildelta.
Durch die Dunkelheit gibt es hier auch noch andere Besucher: Fledermäuse fliegen herum. Sie störten aber nicht, kamen auch nicht sehr nah an die Besucher.
Wer denkt, es war wegen der Dunkelheit kühler, täuscht sich. Man schwitzt trotzdem, auch hier sollte die Wasserflasche der Begleiter sein. Dafür braucht man aber weder Sonnenbrille noch einen Hut...
Nach 1 Stunde waren wir schon wieder zurück. Kurz, aber sehr beeindruckend.
Der Tag wurde schnell beendet, denn am nächsten Morgen sollte es um 5 h schon losgehen, nach Abu Simbel. Ziel der Nacht war Assuan.
Tempel von Kom Ombo10