Bewertung von templeroliver im Detail
templeroliver(40)
Wolfurt, Österreich98%
Eigentlich besucht jeder den Tempel wegen der Haupthalle.
Was mich dort gestört hat war der Massentourismus, der Gruppentourismus. Andauernd wurden irgendwelche amerikanische, französische, chinesische oder auch japanische (oder waren es Koreaner?) Gruppen durchgeschleust. Blitzlichtgewitter gab es zwar keines da fotografieren verboten ist aber andauernd Unruhe.
Zudem störte mich die Art der Amis und der Franzosen, erstere waren rüpelhaft (ließen die Schuhe an obwohl es Pflicht war sie auszuziehen), letztere machten auf Intellektuelle. Wieso kann ich nur englisch und französisch... ;-) Wir warteten bis die Gruppen draußen waren, aber da kamen schon die nächsten rein. Der Tempel ist wirklich ein Massentourismusort, allerdings gab es nach einer chinesischen Gruppe eine längere Lücke und die haben wir geduldigen Besucher genützt.
Schon entfaltete der Tempel seine Anziehung auf mich. Die Haupthalle ist Japans größter Holzbau mit über 100 m Länge.
In der Mitte ist eine sehr große Statue links und rechts mit jeweils 500 kleineren Statuen flankiert. Die kleineren Statuen sind so groß wie ein Mensch. Vor diesen Statuen stehen wiederum 28 Wächterfiguren und zwei berühmte Statuen von der Gottheit des Donners Raijin und der Gottheit des Windes.
Dies fand ich alles sehr beeindruckend, die Statuen sind sehr schön gestaltet und eben alle einzigartig.
Sanjusangendo10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Die Erreichbarkeit ist optimal. Sanjusangendo liegt sehr zentral und ist mit den Linien 100, 206 oder 208 vom Hauptbahnhof Kyoto erreichbar.
Definitiv muss man Sanjusangendo gesehen haben!
Die Statuen sind der Grund weshalb man Sanusangendo besuchen sollte. Sie sind sehr eindrücklich. Alle Statuen sind individuell einzigartig, jede hat einen kleinen, feinen Unterschied von den anderen Statuen und es macht Spaß diesen herauszufinden. Etwas was den durchgeschleusten Touristen wohl fehlen wird.
Der Sanjusangendo war aber seit dem 16. Jahrhundert aber auch der Veranstaltungsort des schwierigsten und berühmtesten Bogenschießturniers Japans, des Toshiya (treffender Pfeil)
Es war eigentlich ein Bogenschießen Marathon da die Schützen 24 Stunden lang ununterbrochen schoßen (!) und dies über eine Distanz von 119 Meter! Natürlich nicht mit einer Zielscheibe sondern einem großen Tuch mit aufgemalten Ringen. Im Sanjusangendo sind nach der Haupthalle mit den Statuen Bilder der Sieger und des Wettbewerbes ausgestellt
Der beste Schütze war ein gewisser Daihachiro Wasa, er schoß am 7. April 1686 in der vorgegebenen Zeit von 24 Stunden 13.053 Pfeile (!) wovon 8.133 ihr Ziel trafen. Dies entspricht einem Durchschnitt von 544 Pfeilen je Stunde oder fast 10 Pfeilen je Minute.
Den zweiten Platz hält mit 2500 Pfeilen Abstand (!) der Samurai Hoshino (10.542 Pfeile, 8.000 Treffer).
Der unter gleichem Namen heute noch stattfindende Wettbewerb findet im Hof statt und nur über läppische 60 Meter Distanz.
Dennoch wäre es natürlich interessant den Tempel zu dieser Zeit zu besuchen.
Mir persönlich haben die Statuen gereicht diesen Besuch als gelungen anzusehen.