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Der Alte Johannisfriedhof ist einer der historischen Friedhöfe Leipzigs, nämlich der älteste kommunale Friedhof aus dem Jahr 1536. Auf dem Gelände stand im 13. Jahrhundert ein Leprahospiz. Nach dessen Schutzheiligen ist auch die Kapelle benannt, die dem Friedhof seinen Namen gab.
Auf der Fläche, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch als museale Parkanlage genutzt wird, findet man alten Baumbestand, Epitaphen, ein letztes Grufthaus und einige historische Grabstellen von bekannten Pers
[mehr]Der Alte Johannisfriedhof ist einer der historischen Friedhöfe Leipzigs, nämlich der älteste kommunale Friedhof aus dem Jahr 1536. Auf dem Gelände stand im 13. Jahrhundert ein Leprahospiz. Nach dessen Schutzheiligen ist auch die Kapelle benannt, die dem Friedhof seinen Namen gab.
Auf der Fläche, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch als museale Parkanlage genutzt wird, findet man alten Baumbestand, Epitaphen, ein letztes Grufthaus und einige historische Grabstellen von bekannten Persönlichkeiten.
Eine der beeindruckenden Inschriften lautet "Komm Tod, du Schlafes Bruder, komm führe du mich fort - lös meines Schiffleins Ruder, bring mich in sichren Port", die von Bach in der Kantate Nr. 56 vertont wurde.
Zu den bekanntesten Gräbern gehören z. B. die von Anna Katharina Kanne, geb. Schönkopf (Käthchen Schönkopf war Goethes Jugendfreundin während seiner Studienzeit in Leipzig), Frege, Dufour, Apel, Harkort und Grassi (bedeutende Leipziger Kaufmanns-, Handels- oder Bankiersfamilien), Ernst Innocenz Hauschild (Mitbegründer der Schrebergartenbewegung) sowie Johanna Rosina Wagner und Johanna Rosalie Marbach, geb. Wagner (Mutter und Schwester Richard Wagners).
Das berühmteste Grab war das von Johann Sebastian Bach, der, verarmt verstorben, hier unbekannt in einer Ecke vergraben wurde. Im Bachjahr 1950 wurden nach der Identifizierung seiner Gebeine die sterblichen Überreste in die Thomaskirche überführt.
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