Adresse
Stadsmuren
6211
Maastricht
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Beschreibung
Seit dem Jahr 800 war die Stadt Maastricht lediglich von Erdwällen umgeben, die um 830 durch hölzerne Palisaden ersetzt wurden. Um 1350 baute man die
[mehr]Seit dem Jahr 800 war die Stadt Maastricht lediglich von Erdwällen umgeben, die um 830 durch hölzerne Palisaden ersetzt wurden. Um 1350 baute man die erste steinerne Stadtmauer. Überreste dieser ersten Stadtmauer sind unter anderem noch links und rechts von der Brücke im Ortsteil Wyck bzw. auch an der "Boschpoort", der "Lange Gracht" und am Ufer der Jeker zu sehen.
Als man feststellte, dass diese Mauer die Kanonenkugel der Belagerer nicht abhalten konnte, wurde gegen 1500 ein Erdwall direkt hinter der Stadtmauer aufgeschüttet. Auch wurden die ersten Bastionen gebaut, die die Namen "Haat en Nijd" (Hass und Neid) und "De vijf köp" (die fünf Köpfe) bekamen. Unterirdisch wurden diese Bastionen mit den Kasematten verbunden.
1867-1868 bauten immer mehr Bürger ihre Häuser außerhalb der Stadtmauer, wodurch irgendwann ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Daraufhin gab Herzog Hendrik 1 van Brabant den Auftrag, eine weitere Stadtmauer zu bauen. Diese war 2.5 Kilometer lang und umschloß ein 36 ha großes Stadtgebiet.
Die zweite Mauer begann damals beim Höllentor (Helpoort), führte entlang der Maas hinüber bis zur "Kleine Gracht" (eine Seitenstraße vom Marktplatz), von dort aus hoch bis zur "Grote Gracht" und dann weiter bis zur Sankt-Servatius-Basilika. Hier machte die Mauer eine Biegung nach links, um hinter der Kirche zu verschwinden. Der letzte Abschnitt über den "Looiers Gracht" führte dann zurück zum Höllentor. Folgt man dieser Route, kann man heute noch an vielen Stellen die Mauer im Originalzustand sehen.
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