Bewertung von Sternensilber im Detail
Sternensilber(37)
Waldshut-Tiengen, Deutschland99%
Die Kalahari Anib Lode war die erste Lode auf unserer Rundreise durch Namibia und wir hatten damit schon mal einen guten Anfang.
Zimmer:
Wir hatten ein Zimmer bei den Reihenbungalows, welche etwas klein sind, dafür urgemütlich. Die Bungalows sind aus Backstein, was das ganze kühl wirken lässt. Das Dach ist nur mit Reet bedeckt und ich hab mir erst mal Gedanken gemacht, was da wohl alles drinnen wohnen wird. Wir bekamen nachts aber von keinerlei Getier Besuch, was wohl an der Kälte lag. Im Namibischen Winter gibt es mangels Niederschlag dort keinen Schnee, aber es kann trotzdem empfindlich kalt werden, besonders nachts. Deswegen hatten wir ein richtiges Federbett und je drei Kissen im gemütlichen Bett und falls das nicht reichen sollte, findet man in einem kleineren Schrank noch Wolldecken.
Gegen Mücken und sonstige Insekten liegt eine Mückenspirale bereit und über dem Bett hängt ein großes Moskitonetz. Aber wegen der Kälte brauchten wir dieses ja nicht.
Kalte Füße bekommt man, da der Boden aus Stein ist und nur zwei Springbockfelle als Teppich ausgelegt waren. Dafür konnten wir uns in der Dusche schön aufwärmen, weil recht schnell warmes Wasser aus der Brause kam. Man hat gut Platz zu zweit in der geräumigen Dusche. Kuschelige und flusenfreie Handtücher lagen für jeden zwei aus und wir mussten uns schnell und bibbernd abtrocknen, weil Heizung gibt es nirgends.
Es ist alles sehr sauber, und auch wenn die Landschaft sandig und staubig ist, findet man in den Zimmern kein bisschen Sand am Boden. Die Zimmer sind afrikanisch und schlicht eingerichtet und es wirkt alles noch recht neu und ist nicht abgelebt. Das einzige gewöhnungsbedürftige ist die Beleuchtung: sowohl das Bad als auch das Zimmer ist trotz Licht recht düster.
Unser Ausblick ging in den schön angelegten Garten. Alle Bungalows haben eine Terrasse mit einer Holzliege drauf. Dort konnten wir dann die Webervögel beobachten, die direkt neben unserem Eingang ein riesiges Strohnest gebaut hatten und gesellig vor sich hinzwitscherten.
Hoteleinrichtung
Da wir eine längere Fahrt hinter uns hatten, wollten wir gegen Abend noch eine Runde durch den Pool schwimmen. In der Sonne war es noch warm, aber als wir den Zeh in das kalte Wasser streckten, entschieden wir uns gleich anders. So ließen wir den schönen Pool mit seinen gemütlichen Liegen hinter uns und genossen einen Spaziergang durch den Garten.
Zu empfehlen sind feste Schuhe, da die Flora überwiegend aus dornigem Zeug besteht, wie riesige Kakteen, Köcherbäume und Kameldornakazien. Und die Dornen liegen verteilt am Boden rum. Trotzdem wirkte alles sehr gepflegt und ordentlich. Die Gebäude fallen nicht sonderlich auf, da sie schön in die Natur integriert und alle ebenerdig sind.
So was wie Animation und Wellnessangebote gibt es dort nicht, aber man hat ganz viel Ruhe, welche man in Hängematten im Garten genießen kann.
Das Personal ist sehr freundlich, alles ist angenehm organisiert und wir bekamen die Schlüssel recht schnell, ohne irgendwelche Anmeldeformulare auszufüllen. Nur beim Zahlen mit der Visa-Card gab es Probleme, weil die Leitung nicht funktionierte. Aber da konnten die ja nichts für, haben aber einfach Kartennummer und Ausweisdaten aufgenommen und es ging auch.
Essen und Trinken
Zum Essen ging es in einen größeren Raum. Der war nicht ganz verschlossen und damit die Gäste nicht frieren mussten, wurden sämtliche offene Kamine angefeuert, was eine tolle Stimmung brachte. Und Kamine gab es einige, die überall verteilt waren.
Abends bekamen wir ein Vier-Gänge-Menü. Uns hat es geschmeckt, aber es gibt immer Leute, die nicht alles essen und Auswahl gab es leider nicht. Dafür bekamen wir Sachen, die wir noch nie gegessen haben wie Springbockpastete und Oryx-Steak. Alles war sehr schön angerichtet und da ja jeder das gleiche bekam, ging es mit dem Servieren recht flott. Schön fand ich, dass das Menü in Deutsch und Englisch erklärt wurde und eine San-Frau erzählte uns das ganze zudem noch in der Klicksprache. Gekostet hat das ganze umgerechnet 12 Euro, was für die Menge und die Qualität sehr günstig ist.
Nach dem Essen konnte man es sich in der Bar gemütlich machen. Auch dort natürlich mit zwei offenen Kaminen und gemütlichen Stühlen und Bänken. Zu trinken hat man so ziemlich alles Gängige bekommen und konnte einen ruhigen und romantischen Abend genießen. Da die meisten Gäste eine längere Tagesroute hinter sich hatten, kam nicht grad Partystimmung auf, worüber glaub jeder dankbar war.
Zum Frühstück gab es ein Buffet und das sehr europäisch ist, oder besser gesagt: deutsch. Es gab richtig leckere Brötchen, wie zu Hause. Aber das ist in Namibia normal. Es mangelte nicht an Auflagen wie Wurst und Käse, zudem waren mehrere Marmeladensorten zu bekommen. Auch beim Frühstück wurde auf die Optik und Ordnung geachtet.
Lage und Umgebung
Die Lodge liegt im absoluten Niemandsland. Egal wo man hinläuft, es gibt nur Wüstensteppe. Hinter der Lodge sind die kleinen Häuser der Arbeiter und Ställe für ein paar Pferde und Hühner, aber sonst ist nichts zu finden. Wir haben eine Sundowner-Tour mitgemacht und sind mit einem Jeep zu den roten Dünen in die Kalahari gefahren. Dort erblickten wir dann zum ersten Mal Springböcke, Oryx-Antilopen, Strauße und sonstiges Kleingetier. In der Kalahari hatten wir dann einen herrlichen Sonnenuntergang. Verpflegt wurden wir mit Getränken und Decken, gegen die Kälte. In der stockdunklen Nacht fuhren wir wieder zurück und es kommt von nirgendwo Licht außer vom Mond und einem wunderschönen Sternenhimmel. Ein romantisches Afrika!!!
Einkaufsmöglichkeiten hat man nur im kleinen Souvenirladen der Lodge. Bis auf die Getränke ist aber alles überteuert und da wir am Anfang unserer Rundreise waren, wollten wir unsere Koffer nicht schon füllen. Auch die Ausgehmöglichkeiten sind natürlich beschränkt, entweder man wandert durch die Steppe oder man geht in die Bar.
Auf öffentliche Verkehrsmittel kann man lange warten. So was gibt es in Namibia nur selten aber nicht bei dieser Lodge. Lohnt sich wohl nicht sonderlich, da die Gäste alle auf Rundreise sind und mit Mietwagen oder Reisebus ankommen.
Fazit
Wir haben uns bei der Lodge sehr wohl gefühlt. Alles war penibel sauber und unser Zimmer einfach toll und gemütlich. Es war nicht sonderlich viel los und wir hatten nach einer mühsamen langen Fahrt unsere Ruhe. Zur Stärkung gab es ein sehr leckeres Abendessen und so konnte es am nächsten Tag gut ausgeruht auf die nächste lange Tour gehen.
Kalahari Anib Lodge10
Einzelbewertung
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Zimmer
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Größe
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Sauberkeit
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Ausstattung
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Zustand (gut erhalten etc.)
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Design/ Flair Zimmer
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Ausblick
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Hoteleinrichtungen
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Erscheinungsbild/ Architektur
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Atmosphäre/ Flair Lobby
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Gesamtzustand
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Rezeption/ Organisation
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Personal (Freundlichkeit/ Service)
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Vielfalt gastron. Einrichtungen
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Publikum/ Gäste
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Hotelbar
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Pool & Außenanlagen
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Erholungswert
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Essen und Trinken
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Vielfalt des Speisenangebots
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Qualität des Speiseangebots
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Arrangement der Speisen
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Getränkeangebot
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Atmosphäre Restaurant/ Speisesaal
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Bedienung/ Service
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Lage und Umgebung
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Landschaft/ Umgebung
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Verkehrsanbindung
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Einkaufsmöglichkeiten
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Nachtleben/ Ausgehmöglichkeiten
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Ruhige Lage (kein Baulärm etc.)