Bewertung von templeroliver im Detail
templeroliver(40)
Wolfurt, Österreich96%
8,5 km entfenter von unserem letzten Mallorca Urlaubsort entfernt befindet sich Portocristo. Der Ort an sich ist wenig spektakulär.
Hauptattraktion sind die Cuevas del Drac, eine Tropfsteinhöhle, in der sich der größte unterirdische See Europas befindet (wobei ich See schon etwas übertrieben finde).
Die Höhle liegt an der Landstraße Portocristo-Cala Murada im Süden des Ortes und ist nicht zu verfehlen. Die Höhle wurde in einigen Reiseführern angepriesen, in anderen wurde auf den unangenehmen Massenansturm verwiesen. Der ist in der Tat gewaltig. Wir mussten über 1 Stunde warten bis wir in die Höhle durften. In die Höhle durften wir dann mit einer mehrfachen Hundertschaft an Menschen. Soviele Touristen habe ich selten an einem Ort erlebt und warten tut bekanntlich keinem Europäer (ob Deutscher, Egnländer oder Holländer) gut.
Dazu kam ein nicht gerade billiger Preis von 9,50 Euro pro Person (für Besucher ab 7 Jahren!).
Die Höhle an sich ist durchaus beeindruckend. Mit begehbaren 1700 Metern alles andere als klein aber dennoch war es die langweiligste Höhlentour die ich je mitmachte. Jede Höhlentour in Österreich, mal zu schweigen von denen in Asien, Kolumbien oder Venezuela hat mehr Flair gehabt.
Die Tour ist eine reine Durchschleusung. Die Führer machen einen darauf aufmerksam das man nicht fotografieren soll, die Kalksteinformationen nicht berühren etc. Daran hielt sich von den Engländern die mit mir mitgingen keiner. Das merkt man den Kalksteinformationen an die zum Teil abgebrochen sind.
Tropfsteinhöhle Coves del Drac3
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Erholungswert
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Einzigartigkeit
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Die Höhle ist mir zu extrem kommerzialisiert. So sensationell ist das unterirdische Erlebnis auch nicht - wenn ich natürlich auch verwöhnt bin. Den Führer der extrem demotiviert (so als ob er nach Folter zur Führung gezwungen worden wäre und jetzt doch noch den Widerwillen gegen seine Unterdrücker entdeckt hätte :-) in Spanisch, furchtbarem Englisch und halbwegs verständlichem Deutsch seinen Text runterrasselte hätte man sich schon mal ersparen können.
Den Rest gab mir aber der Kitsch. Auf dem unterirdischen See Lago Martel fand ein Lichterspiel mit klassischer Musik statt. Letzteres war aber doch recht mickrig und die Bezeichnung klassische Musik eine Beleidigung. Nachdem man launig in das 1100 Besucher fassende Auditorioum eingewiesen wird kommen die Musiker auf drei Booten daher. Die Musik ist eine Qual. Selten so schlechte klassische Musik gehört und dann noch unser Mozart. Frechheit. Der Lärm im Besucherbereich machte das "Erlebnis" nicht besser. Wer davon noch nicht genug hatte (wir hatten es) konnte mit dem Ruderboot noch auf dem See paddeln (gegen Aufpreis versteht sich).
Wenn man die Höhle in Ruhe ansehen könnte so hätte sie schon was aber in dieser kommerziellen Massenabfertigung verliert sie jegliches Flair. Ich hatte danach das Gefühl Geld verschwendet zu haben. Für einen Höhlenfan wie mich war das ganze einfach nur ein Graus und ich muss vom Besuch schwer abraten.