Bewertung von templeroliver im Detail
templeroliver(40)
Wolfurt, Österreich97%
Wie der Name schon sagt wurde die Karlsbrücke 1357 durch Kaiser Karl IV. erbaut, nachdem die vorige Brücke durch eine Flut zerstört wurde. Gebaut wurde allerdings noch bis in den Beginn des 15. Jahrhunderts hinein. 1965 bis 1978 wurde sie renoviert und ist seither nur für FußgängerInnen betretbar. Derzeit wird sie wieder renoviert was aber stark kritisiert wird.
Namhafte KritikerInnen fordern einen sofortigen Stopp der Renovierungsarbeiten an der Karlsbrücke. Wenn ich an die nachgedunkelten Sandsteinquader denke ist mir schon klar das die Brücke renoviert werden muss. Laut dem tschechischen Kulturministerium (!) wurden die Authentizität des Bauwerks erheblich beschädigt. Der Baufirma SMP CZ wird vorgeworfen die Karlsbrücke wie eine Autobahn zu reparieren.
Die Karlsbrücke ist eines d e r Wahrzeichen von Prag, eine der ältesten Steinbrücken Europas, die Verbindung der Altstadt mit der Kleinseite, ein Touristenmagnet der Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Karlsbrücke (tschechisch Karlův most) ist eine Bogenbrücke mit 16 Bögen, 10m breit und 516 m lang. Interessant ist sie vor allem aufgrund der 30 barocken Heiligenstatuen (u.a. dem heiligen Nepomuk, einem böhmischen Märtyrer und ehemaliger Erzbischof von Prag - nun Schutzpatron der Tschechen) die jedoch mittlerweile alle durch Repliken ersetzt wurden. Wer die Orginale ansehen will muss ins Nationalmuseum gehen.
Ich war zweimal in Prag. Einmal im Winter und einmal im Sommer. Der Unterschied war gewaltig. Im Winter waren auch noch genügend Touristen auf der Brücke, gegen Abend und in der Nacht war es jedoch sehr ruhig. An einem Abend gab es Nebel und es waren nur eine Handvoll Menschen auf der Brücke. Damals konnte ich den Charme der Brücke genießen und in Ruhe auf den Fluss und die wunderschön erleuchtete Stadt blicken.
Im Sommer war es mir vor allem am Tag zu voll. Musiker, Straßenkünstler und Händler buhlten um die Aufmerksamkeit der Touristen. Von denen gibt es im Sommer eindeutig zu viele auf der Brücke, es ist übervoll - von früh bis spät - und der Ramsch (Karikaturen von Touristen, durchaus gelungen aber wer braucht sowas schon, alle möglichen Souvenirs die niemand braucht, Bilder etc.) ist erdrückend. Nicht zu vergleichen mit der Ruhe an einem kalten Winterabend. Im Sommer gilt es auch auf Taschendiebe zu achten.
Dennoch ist der Besuch auch im Sommer ein Muss. Im Winter war er malerisch, die Brücke hat einfach Charme.
Karlsbrücke8
Einzelbewertung
-
Erreichbarkeit
-
Muss man gesehen haben
-
Budget-Freundlichkeit
-
Flaniereignung