San Francisco liegt im US-Bundesstaat Kalifornien und ist mit über 820.000 Einwohnern die viert größte Stadt Kaliforniens und die 14. größte Stadt der USA. Im Großraum von San Francisco, der San Francisco Bay Area genannt wird, leben mehr als 7,2 Millionen Menschen. Ihren Namen hat die Stadt von dem Heiligen Franziskus, der auch als Franz von Assisi bekannt ist. San Francisco befindet sich im Norden der San Francisco Halbinsel. Westlich der Stadt liegt der Pazifische Ozean, während sich östlich von ihr die San Francisco Bay befindet. Bekannt ist San Francisco nicht nur für seine Hippie-Bewegung in den 60er Jahren und für seine steilen, kurvigen Straßen, sondern vor allem für die Golden Gate Bridge, die Cable Cars, Chinatown und Alcatraz.
Geschichte
Die Bucht von
San Francisco war zunächst von einen Indianerstamm bewohnt. Dieser war im 19. Jahrhundert aber fast ausgerottet. Nachdem Spanier im 16. Jahrhundert die Halbinsel entdeckten und sie California nannten, wurde San Francisco erst 1775 entdeckt, da die Einfahrt zur Bucht schwer zu finden war.

Etwa ein Jahr später bewohnten erste Europäer die Stadt. Der erste offizielle Name war San Francisco de Asís, was dem Heiligen Franz von Assisi gebührte. Auf Englisch wurde dieser Name dann zu Saint Francis. Nach der Unabhängigkeitserklärung
Mexikos von
Spanien im Jahr 1821 ging San Francisco zunächst in mexikanischen Besitz über, aber 1846 übernahmen die
USA nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg den Besitz. Zwei Jahre später kam der erste große Wachstumsschub, da man Gold gefunden hatte und der so genannte Goldrausch begann. In diesem Jahr hatte die Stadt 20.000 Einwohner und sie entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Zentrum von
Kalifornien. So wurden die ersten Banken und viele andere Unternehmen gegründet. Schwer zerstört wurde San Francisco 1906 während eines großen Erdbebens. Hierbei brannten etwa 15 Quadratkilometer nieder und viele Menschen starben. Man baute die Stadt jedoch schnell wieder auf. Um die Stadt leichter zugänglich zu machen, wurden in den 1930er Jahren zwei Brücken fertig gestellt: Die
Golden Gate Bridge im Norden und die
Oakland Bay Bridge im Osten. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand in San Francisco eine Nachkriegskonferenz statt, während der die Vereinten Nationen gegründet wurden. Die Hippie-Bewegung fand ihren Höhepunkt in den 60er Jahren in der Stadt. Auch heute noch gilt San Francisco als die Stadt der Homosexuellen, die vornehmlich im Stadtteil
Castro leben.
Anreise
San Francisco wird von Deutschland aus nonstop von
Frankfurt und
München angeflogen.

Die Direktflüge sind jedoch meist teurer als wenn man einen Umweg über einen anderen amerikanischen Flughafen auf sich nimmt. Man kann SFO, wie das IATA-Kürzel des
Flughafens lautet, aber auch über
London,
Paris,
Amsterdam und andere europäische Flughäfen erreichen. Der
Flughafen befindet sich etwa 22 km von der Innenstadt entfernt und fertigt pro Jahr ca. 33,5 Mio. Passagiere ab. Ein Taxi in die Innenstadt kostet etwa 35 Dollar. Erreichen kann man SFO gut über den Highway 101 mit dem Auto, diverse Parkplätze stehen zur Verfügung. Oder man nutzt die Schnellbahn BART, die SFO mit der Innenstadt verbindet.
Sehenswürdigkeiten
Ein guter Start für eine Tour durch
San Francisco ist eine Fahrt mit einem der 40
Cable Cars. Das erste Verkehrsmittel dieser Art fuhr im Jahr 1873, da diese besser als Pferdekutschen die hügligen Strassen von der Stadt bewältigen konnten. Es wurden mehrere hundert
Cable Cars gebaut und gab sogar mehr als 150 Kilometer Schienen, die verlegt wurden. Doch diese wurden dann im Jahr 1906 durch ein schweres Erdbeben größtenteils zerstört. Man wollte daraufhin die
Cable Cars abschaffen, weil sie altmodisch waren, doch dann wurden sie 1964 unter Denkmalschutz gestellt und wieder restauriert. Aus den über 150 Schienenkilometern sind nun nur noch 17 geworden.

Heute gibt es noch drei Linien. Diese fahren heutzutage noch auf drei Linien: Die Linie Powell - Hyde Street fährt direkt von der Hauptstraße Market Street, Ecke Eddy Street ab. Ihr Endhalt ist der
Fisherman's Wharf. Die gleiche Strecke hat auch die Powell - Mason Street Linie. Die California Street Linie fährt ebenfalls von der Market Street ab, jedoch von der Ecke Drumm Street. Sehenswert sind auch die drei Drehpunkte der Wagen, die sich an der Market Street und am
Fisherman's Wharf befinden, allerdings muss man hier oft lange warten, da sich viele Touristen ansehen wollen, wie die Wagen gedreht werden. Eine Fahrt kostet fünf Dollar, was etwa 3,50 Euro entspricht, es gibt allerdings auch Tageskarten oder drei- und siebentägige Karten. Eine Tageskarte kostet elf Dollar, eine Wochenkarte nur 24 Dollar und man dann damit auch die Busse und Straßenbahnen nutzen.
Fährt man mit dem
Cable Car bis zum
Fisherman's Wharf, so kann man hier den Pazifik sehen. Am
Fisherman's Wharf befindet sich zudem das
Hardrock Café, das
Aquarium of the Bay, sowie viele Souvenirläden, Restaurants und vieles mehr. Ebenfalls gibt es hier Solokünstler, die auftreten. Sehenswert sind auch die Seelöwen, die sich hier niedergelassen haben und die man beobachten kann. Geht man den Pier ein Stück weiter, so kommt man irgendwann zur Ablegestelle der Fähren nach
Alcatraz. Es empfiehlt sich - gerade zur Hauptsaison - Karten im Internet vorzureservieren, da die Karten für die Touren dann oft wochenlang ausgebucht sind. Bekommt man jedoch ein Ticket, so kann man in ein paar Minuten mit einem Boot zur berühmten Gefängnisinsel fahren. Hierfür sollte man mehr als einen halben Tag einplanen, wenn man
Alcatraz ganz sehen möchte. Hier kann man eine Audiotour machen und fast die gesamte Insel sehen. Empfehlenswert ist es, in den Innenhof des Gefängnisses zu gehen, da man von hier an eine Stelle gelangt, von der man eine wunderschöne Aussicht auf die
Golden Gate Bridge hat.

Eine noch bessere Sicht auf die Brücke hat man von der
Golden Gate National Recreation Area. Dieses Erholungsgebiet liegt ein wenig außerhalb von San Francisco. In der Nähe befindet sich auch der
Japanische Teegarten. Um diesen zu sehen, muss man allerdings einen Eintritt zahlen. Wer noch mehr japanische Kultur erleben möchte, der kann sich zu
Japantown begeben. Hier findet man neben diversen japanischen Geschäften und Restaurants auch Theater und eine Pagoda, die sich mitten im Japan Center befindet. Daneben befindet sich in
San Francisco die größte
Chinatown außerhalb von Asien. Man bekommt hier Souvenirs und natürlich auch chinesisches Essen. Durch die Straßenlaternen, die typischen Imbisse und die verzierten Häuser wirkt alles sehr authentisch. Von hier aus sieht man die
Transamerica Pyramid. Dies ist ein Gebäude, welches einer Pyramide ähnelt. Man kann es aber leider nicht mehr besichtigen.
Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen, kann man hinauf zum
Coit Tower laufen. Der Anstieg ist etwas beschwerlich. Gegen eine Gebühr von 3$ kann man mit einem Fahrstuhl hinauf fahren und hat eine Aussicht auf San Francisco und die Umgebung. Sehenswert ist auch das alte
Fährterminal, auch Embarcadero genannt. In dem Terminal befindet sich ein Markt und oft sieht man hier auch Straßenkünstler. Ebenfalls hat man von hier aus einen Blick auf die
Oakland Bay Bridge, welche der
Golden Gate Bridge ein wenig von der Form her ähnelt.

Wer einen Mietwagen hat, der kann mit diesem die
Lombard Street, die kurvenreichste Straße der Welt, herunterfahren. Hier gibt es allerdings aufgrund ihrer Bekanntheit oft Staus und so sehenswert ist sie meiner Meinung nun auch nicht. Da es hier jedoch einen
Cable Car Stop gibt, kann man einfach einmal aussteigen und sie sich ansehen. Im Stadtteil Civic Center, also dem Finanzviertel der Stadt, befindet sich das
Rathaus der Stadt, welches ein sehr imposanter Bau ist und dem
Capitol in
Washington D.C. ähnelt. Ein ganzes Stück weiter findet man den
Alamo Square, welches ein kleiner Park oberhalb der Stadt ist. Sehenswert sind hier die berühmten, aneinander gereihten viktorianischen Häuser, welche beliebte Postkartenmotive sind. Genannt werden sie aufgrund ihrer Farbe auch "Painted Ladies". Von hier hat man auch einen schönen Blick über die Stadt.
Museen
San Francisco bietet Museen für jeden Geschmack an. Für Kinder und Familien ist das
Aquarium of the Bay sicherlich gut geeignet.

In der Nähe befindet sich das
Wachsmuseum, in dem man viele Persönlichkeiten bewundern kann. Für beide Museen gibt es ein kombiniertes Ticket, mit dem man dann günstiger in beide Museen kommt. Ebenfalls in der Nähe des
Fisherman's Wharf befindet sich ein ehemaliges Kriegs-U-Boot, die
USS Pampanito, die man auch besichtigen kann. Wen die
Cable Cars interessieren, der kann sich im
Cable Car Museum kostenlos umschauen. Das Museum ist nicht allzu groß, aber man kann sich hier über die Geschichte des Verkehrsmittels informieren und schauen, wie sie genau von den unterirdischen Seilen gezogen werden. Zum Staunen und Ausprobieren geeignet ist das
Exploratorium, welches etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt. Kunstbegeisterte kommen sicher im
Asian Art Museum oder im
San Francisco Museum of Modern Art auf ihre Kosten.
Shopping
Shoppen kann man in
San Francisco viel, z.B. an der Hauptstraße Market Street, wo sich auch Kaufhäuser und ein kleines Einkaufszentrum befinden oder in der Gegend rund um den
Union Square. Hier befindet sich zum Beispiel das Kaufhaus Macy's und ein Levis Store. Mitten auf dem Platz findet man eine Siegesstatue.
Klima
Durch seine Lage am Pazifik ist das Klima sehr mediterran. Im Sommer regnet es wenig und die Temperaturen sind etwas niedriger als in Städten, die auf gleichen geografischen Breitengraden liegen. Die wärmsten Monate sind im September und Oktober. Der Winter hingegen ist mild und es gibt viele Niederschläge. Es empfiehlt sich daher, in den Sommermonaten die Stadt zu erkunden.
Fortbewegung
Ein Auto benötigt man in der Innenstadt nicht. Man kann viel laufen oder auch Bus, Straßenbahn oder ein
Cable Car nehmen. Es empfiehlt sich, an der Touristeninformation ein Tages- oder Mehrtagesticket zu kaufen, da man dann alle Verkehrsmittel unbegrenzt nutzen kann. Hat man ein Auto zur Verfügung, so kann man auch den
49 Mile Scenic Drive fahren, bei dem man an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeifährt. Oder man fährt raus aus der Stadt in einen Nationalpark.
Hotels
Die Hotels in
San Francisco haben für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das Passende zu bieten. Das
Fairmont San Francisco beispielsweise ist ein *****Sterne Hotel, welches sich in der Nähe des
Fisherman's Wharf, der
Chinatown und der
Golden Gate Bridge befindet. Ebenfalls befinden sich diverse Restaurants, Geschäfte und Unterhaltungsmöglichkeiten in der Nähe. Das
Hyatt at the Fisherman's Wharf befindet sich auch hier.

Unweit von der
Chinatown entfernt befindet sich das Nobelhotel
Ritz Carlton. Es liegt in der Nähe des Finanzviertels. Einen Ausblick über die Stadt hat man von einem der 1.498 Zimmer des
Marriott. Das Hotel ist durch sein auffälliges Aussehen nicht zu verfehlen. Ein weiteres Hotel dieser Kette befindet sich am
Fisherman's Wharf. Wer nicht in einem Nobelhotel absteigen will, der kann ein Mittelklassehotel wie zum Beispiel das
Best Western Tuscan Inn at Fisherman's Wharf, das
Best Western Carriage Inn am Civic Center oder das
Holiday Inn, welches sich ebenfalls im Finanzviertel befindet, wählen. Im Stadtzentrum befindet sich zudem das
Courtyard. Für Reisende, die nicht soviel Geld ausgeben wollen, eignet sich das
Ramada Limited Downtown oder das
Union Square Plaza.