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Iglesia de Nuestra Señora del Pilar
Die Kirche Nuestra Señora del Pilar liegt an der kleinen Plaza von Todos Santos. Das Gotteshaus wurde 1747 von den Jesuiten als Missionskirche errichtet. Wegen des Einwohnerrückgangs der Stadt musste die Kirche 1840 vorübergehend aufgegeben werden. Infolge der besseren Wirtschaftslage wurde sie im Laufe der folgenden Jahrzehnte "reaktiviert" und mehrfach umgebaut und erweitert.
Kulturhistorisch bedeutsam sind verschiedene religiöse Kunstwerke aus Baja California im Vestibül der Kirche sowie die Statue der Jungfrau von Pilar. Der Hochaltar wurde in den späten 90er Jahren restauriert.
Beim Festival del Pilar (Fiestas Patronales), dem größten Fest von Todos Santos, um den 11. Oktober, steht die Jungfrau im Mittelpunkt. Zur Krönung der Festkönigin reisen alljährlich viele Gäste aus den umliegenden Städten und Dörfern an.
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El Valle de los Gigantes
Unter den etwa 1.200 Kakteenarten nimmt der Cardón Kaktus (Pachycereus pringlei) aufgrund seiner Größe eine Sonderstellung ein. Er kann eine Höhe von bis zu 21 Metern und ein Gewicht von bis zu 25 Tonnen erreichen. Diese nur langsam wachsende Kakteenart - die ältesten Pflanzen sind mehr als 300 Jahre alt - findet man häufig in den Wüsten der Halbinsel Baja California.
Im "El Valle de los Gigantes" in der Municipio Loreto gibt es eine große Ansammlung besonders stattlicher Exemplare. Bei vielen dieser Gewächse erreicht der Hauptstamm einen Durchmesser von mehr als einem Meter. An ihm sitzen bis zu 25 vertikale Äste. Von März bis Juni erscheinen auf den Astspitzen Kaktusblüten, die sich nachmittags öffnen und am nächsten Vormittag schließen. Sie werden von Fledermäusen bestäubt. Die Früchte des Cardón haben ungefähr die Größe eines Golfballs und enthalten jeweils etwa 800 Samen.
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Cueva del Ratón
Die Halbinsel Baja California beherbergt hunderte von Fundstellen mit prähistorischen Felszeichnungen. Viele davon wurden in der zerklüfteten Gebirgslandschaft der Sierra de San Francisco gefunden, die zum Biosphärenreservat El Vizcaíno gehört. Fast alle sind nur im Rahmen von mehrtägigen Trekking-Touren zu besichtigen. Am leichtesten erreichbar ist die Cueva del Ratón (Höhle der Maus). Sie befindet sich auf 1.130 Meter Höhe, ca. 20 Minuten zu Fuß von dem Dorf San Francisco de la Sierra entfernt.
Die Cueva del Ratón weist überlebensgroße Darstellungen von Menschen, Hirschen, Schafen, Antilopen, Kaninchen, Vögeln und Walen auf. Für die Zeichnungen wurden in erster Linie rote, weiße und schwarze Mineralfarben verwandt. Bis heute sind sich die Forscher nicht einig, aus welcher Zeit die Bilder stammen. Neuere Untersuchungen ergaben, dass die von den Chochimi-Indianern geschaffenen Malereien teilweise vor ca. 5.000 Jahren entstanden sein müssen. Im Jahr 1993 wurden die Zeichnungen in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco aufgenommen.
Zur Besichtigung, die man nur zusammen mit einem offiziellen Führer vornehmen kann, benötigt man eine Genehmigung der INAH,
San Ignacio.
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Iglesia de Santa Bárbara
Die "Iglesia de Santa Bárbara" wurde 1897 errichtet und geweiht. Das Gebäude wurde 1884 von Alexandre Gustave Eiffel, dem Erbauer des Eiffelturms, im minimalistischen Stil entworfen und in Frankreich 1887 aus verzinktem Eisen gefertigt. Es war als Prototyp für Missionskirchen in den afrikanischen Kolonien gedacht, wo das Bauwerk den Termiten und dem feuchten Klima standhalten sollte. Bei der Weltausstellung 1889 in Paris gewann das Gotteshaus den ersten Preis. Nach Beendigung der Expo wurde die Kirche abgebaut und in Brüssel eingelagert.
Ein leitender Mitarbeiter der in Santa Rosalía ansässigen französischen Bergbaugesellschaft El Boleo hörte von der ungenutzten Kirche in Belgien, initiierte ihren Erwerb und ließ die Fertigteile an ihren neuen Standort transportieren und dort wieder aufbauen. Das Dekor der Glasfenster wurde ebenfalls von Eiffel entworfen.
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Tequila-Destillerie La Cofradía
Tequila ist ein ausschließlich aus der blauen Weber-Agave hergestelltes alkoholisches Getränk. Diese Agavenart wächst nur im Staat Jalisco sowie in einigen Gebieten der Staaten Nayarit, Tamaulipas, Michoacán und Guanajuato.
In und um die kleine Stadt Tequila besteht bei einigen Produzenten die Möglichkeit, den Herstellungsprozess vom Pflanzen der Agaven über die Verarbeitung bis zum Versand des Endprodukts zu verfolgen. Die Destillerie "Cofradia" ist eingebettet in eine weitläufige, ausschließlich mit blauen Agaven bepflanzte Landschaft. Der "Brand" entsteht in drei Phasen:
1. Die acht bis zwölf Jahre alte Agave wird vor der Blüte geerntet, die Blätter werden entfernt, es bleibt das bis zu 60 kg schwere, "piña" genannte, Herzstück,
2. Die Piñas werden gedünstet, zerstampft und ausgepresst. Der Saft ist der Rohstoff für Tequila,
3. Der Saft wird mit Hefe versetzt und nach erfolgter Gärung zweimal destilliert. Das Destillat wird in Flaschen abgefüllt (tequila blanco) oder in Eichenfässern bis zu sieben Jahren gelagert (tequila reposado oder añejo).
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Templo de Santiago Apóstol
Die im 17. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche "Templo de Santiago Apóstol" liegt im Zentrum von Tequila. Man nimmt an, dass das neoklassizistische Gotteshaus auf den Ruinen einer Pyramide errichtet wurde. Der Glockenturm und Teile des Äußeren bestehen aus Naturstein. Die zweistufige Fassade mit einem runden Giebel wird von dorischen Säulen eingefasst. Im Atrium findet man neben zwei Brunnen eine Statue des heiligen Toribio Romo, einem Priester, der während des mexikanischen Religionskriegs gemartert wurde. Der "Schutzpatron der mexikanischen Wanderarbeiter" wurde im Jahr 2000 heilig gesprochen.
Das Innere des einschiffigen Gotteshauses wird von einem Kreuzrippengewölbe überdacht. Von kunsthistorischem Interesse sind der neoklassizistische Hauptaltar und die farbigen Glasfenster.
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Refugio de Aves
Mehr als 120 Arten von Zugvögeln aus dem Norden Amerikas halten sich in den Monaten Oktober bis März in den Salinen bei Guerrero Negro auf. Darüber hinaus gibt es viele Spezies, die hier das ganze Jahr über ansässig sind. Das Gebiet wurde bereits 1980 von der mexikanischen Regierung unter Schutz gestellt, darunter auch viele seltene und vom Aussterben bedrohte Arten sind.
Das "Refugio de Aves" ist ein rund 300 Meter langer künstlich angelegter Gehweg in die salzhaltigen Gewässer der Lagune. Auf Informationstafeln an den beiden Seiten des Pfades erfährt man alles Wissenswerte über die jeweiligen Vogelpopulationen.
Der Eintritt ist kostenlos. Vor dem Parkeingang gibt es einen unbewachten Parkplatz.
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Exportadora de Sal SA de CV
Südwestlich der Stadt Guerrero Negro betreibt die Gesellschaft "Exportadora de Sal S.A." die größte Salzgewinnungsanlage der Welt. Die Verdunstungsbecken erstrecken sich über eine Fläche von 35.000 Hektar. Sie werden jeweils zeitverschoben mit salzreichem Wasser aus der Laguna Ojo de Liebre gefüllt, das -durch die günstigen Witterungs- und
Windverhältnisse- in drei Monaten verdunstet. Zurück bleibt eine meterdicke Schicht von weißen Salzkristallen. Planierraupen schieben das Salz zusammen, dann wird es von Erntemaschinen auf Waggons verladen, von denen jeder 120 Tonnen fasst. Eine Zugmaschine befördert anschließend jeweils drei dieser Behältnisse zur Waschanlage, wo sie vollautomatisch geleert werden. Pro Stunde werden 2.000 Tonnen Salz produziert. Das Endprodukt wird anschließend mit Lastkähnen zur ca. 100 Kilometer entfernten Isla Cedros transportiert und dort auf Hochseeschiffe umgeladen. Erst hier ist das Meer tief genug, um großen Ozeanfrachtern die Anlandung zu ermöglichen. Die Jahresproduktion liegt zur Zeit bei 7,5 Millionen Tonnen Salz.
Nach vorheriger Kontaktaufnahme (Tel. +52(615)1575100) sind Führungen durch das Werksgelände möglich.
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Catedral de Chihuahua
Die Kathedrale von Chihuahua ist ein barocker Bau, dessen Geschichte bis in die Anfänge des 18. Jahrhundert zurückgeht.
Die Materialien, aus dem die Kathedrale gebaut worden ist, waren typisch für diese Zeit. Diese sind etwa Sand, Kalk und Sandstein. Im Inneren findet man unter anderem einen barocken Hochaltar, italienischen Marmor als Fußboden sowie reich verzierte Wände.
Für nähere Informationen, wie zum Beispiel über die Geschichte kann man auf der Homepage finden.
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Museo Ferrocarrilero
Das Eisenbahn-Museum "Museo Ferrocarrilero" von Aguascalientes liegt im Stadtteil La Estación. Es wurde im März 2003 eröffnet mit dem Ziel, die wirtschaftliche Bedeutung sowie historische und soziokulturelle Aspekte der nationalen Eisenbahngesellschaft zu dokumentieren. Die Stadt wurde ausgewählt, da hier einst der Standort der wichtigsten Werkstätten des Landes war, in denen einheimische Arbeiter u.a. die erste Lokomotive von Mexiko bauten. Die Ausstellungen werden in zwei Gebäuden, die ehemals der Personen- und der Güterabfertigung dienten, präsentiert.
Im alten Bahnhof aus dem Jahr 1911 findet man Nachbildungen eines Wartesaals, des Büros des Bahnhofsvorstehers und des Telegrafenamtes. Im ehemaligen Güterschuppen wird die Geschichte der Eisenbahn präsentiert. Gezeigt werden mehr als 10 000 Stücke, darunter Dokumente, mobile Geräte, Maschinen und Werkzeuge aus der mexikanischen Eisenbahngeschichte. Außerdem dienen die Räumlichkeiten zur Veranstaltung verschiedener kultureller Aktivitäten (Konferenzen, Vorträge, Konzerte, Kunstausstellungen u.ä.).
Die jeweiligen Öffnungszeiten des Museums können der Homepage entnommen werden.
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