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Centro Aracataca
Aracataca, Geburtsort des Schriftstellers Gabriel García Márquez, liegt in der kolumbianischen Bananenzone etwa 80 Kilometer südlich von Santa Marta. Die kleine Stadt zählt zu den berühmtesten der lateinamerikanischen Literaturgeschichte: Sie diente als Vorlage für die fiktive Kleinstadt Macondo in dem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit". Im Jahr 2006 bestanden seitens der Gemeindeverwaltung sogar Bestrebungen den Ortsnamen in Macondo zu ändern, was jedoch in einem Referendum durch die Bevölkerung abgelehnt wurde.
Bei einem Rundgang durch den alten Stadtkern begegnet man immer wieder Bauwerken, die an "Gabo", wie die Kolumbianer den Schriftsteller nennen, erinnern:
Im heutigen "Casa Museo" wurde Marquéz geboren, in der Iglesia San José an der Plaza de Bolivar wurde er 1930 getauft, seine ersten Schuljahre absolvierte er in der Montessori-Schule, in der Telegrafenstation -heute das Museum Casa de la Telegrafista- arbeitete sein Großvater. Der Bahnhof Estacion de Ferrocarril "mit den gelben Schmetterlingen an der Wand" dient nicht mehr dem Personenverkehr, sondern wird nur noch von Kohlezügen passiert.
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Casa Museo Gabriel García Márquez
Das Casa Museo Gabriel García Márquez liegt im historischen Zentrum von Aracataca, nahe der Plaza Central. Es befindet sich an der Stelle, wo der Schriftsteller am 06.03.1927 geboren wurde und seine ersten zehn Lebensjahre bei den Großeltern verbrachte.
Da das ursprüngliche Gebäude vor mehr als vierzig Jahren abgerissen worden war und es davon keinerlei Pläne gab, rekonstruierte man es nach den Erinnerungen von Gabo (wie Márquez liebevoll genannt wird), von Nachbarn und von Personen, die das Haus kannten, unter Verwendung von traditionellen Materialien und Techniken. Das Ergebnis ist ein Anwesen, dessen Baustil charakteristisch für die karibische Zone in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ist.
In den 14 Räumen des am 27.03.2010 eröffneten Museums wird das Umfeld dargestellt, in dem der Literatur-Nobelpreisträger von 1982 aufwuchs. Vom Leben in diesem Haus ließ sich der Schriftsteller zu seinem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" inspirieren.
Als besondere Aktivität bietet das Museum Workshops zu Literatur, Lesen, Theater und bildende Kunst für Kinder und Jugendliche an.
Der Eintritt in das Museum ist kostenlos.
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Catedral Nuestra Señora del Rosario
Die "Catedral Nuestra Senora del Rosario" liegt im historischen Zentrum der Stadt Valledupar, zwei Cuadras südwestlich der Plaza Alfonso López. Mit dem Bau des modernen Gotteshauses wurde 1959 begonnen, 1969 wurde es geweiht. Auf dem Grundstück befanden sich vorher die Ruinen des Klosters Santo Domingo aus dem Jahr 1563, von dem nur noch der Südturm erhalten werden konnte.
Kunsthistorisch bedeutsam ist das koloniale Bild der Jungfrau von Rosario im Inneren, das an das Wunder erinnert, auf dem die Leyenda Vallenato basiert.
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Iglesia de la Inmaculada Concepción
Die "Iglesia de la Inmaculada Concepción" liegt an der Ostseite der Plaza Alfonso López im historischen Zentrum der Stadt Valledupar. Das Gotteshaus wurde im 17. Jahrhundert von den Kapuzinern anstelle der von Indianern gebrandschatzten "Iglesia de los Reyes Magos" aus dem Jahr 1578 im kolonialen Stil errichtet. Das Relief "Anbetung der Könige" im Altar erinnert an die Vorgängerin.
Im Inneren der Kirche befindet sich die "Capilla de Santo Ecce Homo", die dem Schutzpatron der Stadt Valledupar gewidmet ist. Das Porträt des Heiligen ist in einer dunklen Holzschnitzerei verewigt, der wundersame Kräfte zugesprochen werden. Zu seinen Ehren findet regelmäßig in der Karwoche eine Wallfahrt statt.
Kunsthistorisch bedeutsam sind die religiösen Bilder "Virgen de los Dolores" und "Jesus von Nazareth" im Inneren des Gotteshauses.
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Ranchería Etno Turística Wayuú Iwouyaa
Die "Ranchería Etno Turística Wayuú Iwouyaa" an der Straße zwischen Riohacha und Valledupar ist eine Wohnsiedlung der Wayuú-Indiander, die auf den Besuch von Touristen vorbereitet ist.
Die Wayuú -die größte indigene Gruppe Kolumbiens- konnten ihre Sitten und Gebräuche sowie ihre angestammte Sprache bis heute bewahren. Sie leben in "Rancherías", die meist aus fünf oder sechs Häusern bestehen, nach einer Pflanze, einem Tier oder einem geografischen Ort benannt und matriarchalisch geprägt sind. Die Gemeinschaftsküche ist stets in einem separaten Gebäude. Jede dieser Gruppen hat einen Anführer (Kazike), ein Mann oder eine Frau, der die Verantwortung für die jeweilige Ansiedlung hat. Als Bekleidung tragen die Männer einen Lendenschurz, die Frauen einen bunten Umhang, ähnlich einer arabischen Djellaba. Die Männer arbeiten als Hirten, Fischer oder (Salz-)Händler, die Frauen machen die Hausarbeit und stellen Handarbeiten, insbesondere Hängematten und Taschen, her.
Der Besuch der Ranchería beinhaltet ein Erfrischungsgetränk, eine ausführliche Darstellung der Sitten und Gebräuche, einen typischen Snack mit Ziegenfleisch, ein Glas Chicha sowie eine Tanzvorführung.
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Torre del Reloj
. Der Uhrturm befindet sich in Cartagena. Die drei Durchgänge des "Torre del Reloj" verbinden heute die Plaza de La Paz mit der Plaza de los Coches. Errichtet wurde das Bauwerk als Teil der Stadtbefestigung -noch ohne Uhrturm, mit nur einem Durchgang und Zugbrücke- im Jahr 1601 als Haupteingang in die Stadt. Anlässlich von notwendigen Erneuerungsarbeiten wurden 1704 die beiden seitlichen Durchbrüche geschaffen, die zunächst als Waffen- und Lebensmittel-Magazin bzw. als Kapelle dienten. Gleichzeitig wurden am Mittelteil vier toskanische Säulen hinzugefügt.
Ein erster Uhrturm wurde 1863 über dem vorhandenen mittleren Durchgang errichtet. In seiner heutigen Struktur stammt das dreißig Meter hohe achteckige Bauwerk im neoklassischen Stil aus dem Jahr 1888.
Auf der Plaza de los Coches steht vor dem Uhrturm eine Statue von Pedro de Heredia, dem Gründer von Cartagena.
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Convento de la Popa
Das Kloster La Popa (Convento de la Popa) befindet sich auf dem Hausberg Cartagenas im gleichnamigen Stadtteil. Von der Terrasse des Klosters kann die gesamte Bucht von Cartagena mit Hafenviertel, Alstadt und Neustadt überblickt werden.
Das Gebäude selbst wurde Anfang des 17. Jahrhundert von den Spaniern errichtet. Der Innenhof sowie die für die Öffentlichkeit zugängliche Klosterkirche können besichtigt werden.
Der Eintritt ins Kloster kostet 7$.
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Fiestas de Independencia
Das Festival zum Tage der Unabhängigkeit findet jährlich im November statt. Am 11. November 1811 erklärte Cartagena sich unabhängig von Spanien.
Heutzutage prägen karnevalsähnliche Umzüge und musikalische Darbietungen die Veranstaltung. Der Höhepunkt ist allerdings die Wahl zur Miss Kolumbien. Jedes Jahr posieren die Damen am Pool des örtlichen Hilton-Hotels. Dieses wird live im kolumbianischen Fernseher ausgestrahlt.
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Parque Nacional Natural Corales del Rosario
Das Archipel Nuestra Señora del Rosario, wie es mit vollem Namen heißt, liegt ca. 40 km südwestlich von Cartagena de Indias im Karibischen Meer. Der Festlandsockel, auf dem sich die 27 Inseln und Inselchen der Inselgruppe befinden, wurde im Jahr 1977 zum Nationalpark erklärt, um die Korallenriffe und die damit verbundenen Ökosysteme (Lagunen, Mangroven, trockener Tropenwald) zu schützen und zu erhalten. Das Schutzgebiet umfasst eine Fläche von 120.000 Hektar. In den 70er Jahren hatten vermögende Familien aus Cartagena begonnen, sich auf den Inseln Landhäuser zu errichten.
Die Brackwasser-Lagunen sind die Heimat vieler, teilweise endemischer Fisch- und Schalentier-Arten sowie Rast- und Futterplatz für Zugvögel. Die Mangroven sind ein wichtiges Glied in der Nahrungskette der Meeres- und Lagunenbewohner und verhindern gleichzeitig durch ihr Wurzelwerk die Erosion der Küstengebiete. Im Schutzgebiet findet man fünf der sieben in der Karibik bekannten Mangrovenarten. Die Besonderheit des tropischen Trockenwalds, der sein Laub zur Reduktion des Wasserverlusts im Sommer abwirft, ist sein langsames Wachstum auf harten trockenen Böden.
Die Islas del Rosario mit ihrem kristallklaren Wasser und den Korallenriffen sind ein beliebtes Ausflugsziel und Tauchrevier. Auf der Insel San Martin befindet sich das Aquarium mit einer Hai- und Delphin-Show. Die Bootsfahrt zu den Inseln ab der Muelle La Bodeguita in Cartagena dauert etwa eine Stunde.
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San Pedro Claver
Die im Jahr 1764 vollendete Iglesia San Pedro Claver liegt am gleichnamigen Platz in der Altstadt von Cartagena. Das von den Jesuiten errichtete Gotteshaus ist eine bunte Mischung aus verschiedenen Baustilen. Es hat eine imposante Stein-Fassade mit zwei seitlichen Türmen, die an Renaissance-Kirchen im nördlichen Frankreich oder in Deutschland erinnern. Der Eingangsbereich der Kirche ist im barocken Stil gehalten. Das Kirchenschiff ist mit Kreuzgewölben überdacht. Der Chor erinnert an mittelalterliche europäische Kirchen. Unter dem Hochaltar aus italienischem Marmor werden in einer vergoldeten Bronze-Urne mit einer Abdeckung aus Glas die Gebeine von San Pedro Claver -wegen seiner Bemühungen zum Schutz der Sklaven aus Afrika im Jahr 1654 heilig gesprochen- aufbewahrt. Im Jahr 1921 ersetzte der französische Architekt Gastón Lelarge die beschädigte Kuppel der ursprünglichen Kirche durch eine neue, die auch heute noch vorhanden ist. Neben der Kirche befindet sich das ehemalige Klostergebäude der Jesuiten, das jetzt das Marine-Museum beherbergt.
Das Foto stammt aus der HP
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