TOP of the World - so ist der Slogan von St. Moritz und man kommt nicht umhin, den Slogan nicht nur auf die Lage des Skigebiets zu übertragen, sondern auf den Ort selbst. So sehr sich andere Skiorte auch bemühen, es wird einfach nicht so fein und erlesen sein wie in St. Moritz. Selbst wer die High-Society nicht mag, kommt nicht drum herum dem Ort einen Besuch abzustatten und wenigstens ein Mal ins legendäre Badrutt's Palace rein zu schauen. Wer nicht die passende Kleidung dabei hat muss nicht traurig sein, schnell gehört man bei der Boutiquen-Auswahl und den erlesenen Kleidern dazu, wenn man das nötige Kleingeld hat!
Land und Leute
Von den blauen Bergen kommen wir...
Damit

sind die Urlauber im Ort gemeint, denn St. Moritz selbst zählt tatsächlich nur cirka 5.600 Einwohner. Die Gemeinde selbst besteht aus St. Moritz-Dorf, St. Moritz-Bad und
Champfèr. Wer im Sommer anreist, sollte nicht allzu enttäuscht vom ersten Eindruck sein, denn heimelig kommt die Alpenstadt, zumindest in den Sommermonaten, nicht daher. Dafür gibt es zu viele und zu große Bauten, die häufig aus tristen Beton sind. Dennoch finden sich auch architektonische Sahnestücken unter den Gebäuden. Doch spätestens im Winter entpuppt sich der ganze Charme der Gemeinde durch prägnante Gebäude, illustre Gäste und eine traumhaft schöne Beleuchtung. Was aber zu jeder Jahreszeit wirkt ist der St. Moritzer-See. Im Sommer liegt er eingebettet und glasklar zwischen den Bergen und Skigebieten, im Winter ist er meist zugefroren und es finden zahlreiche Events auf dem See statt.
Das erste Haus am Platz

Das erste Haus am Platz ist tatsächlich das
Kulm-Hotel. Es wurde 1856 eröffnet und zählt heute zu den 5 besten Hotels der Gemeinde. Alles begann mit einer Wette, die Johannes Badrutt, mit vier britischen Sommergästen abschloss. Sie sollten doch einmal im Winter kommen. Falls es ihnen nicht gefalle, zahle er ihre Reisekosten ab London und zurück. Falls St. Moritz ihnen im Winter aber zusage, lade er sie als seine Gäste ein, so lange zu bleiben, wie sie wollten. Da die Gäste ja so oder so nur gewinnen konnten, willigten sie ein und blieben von Weihnachten bis nach Ostern. Es muss ihnen also sehr gefallen haben und sie waren tatsächlich die ersten Wintertouristen der Alpen. Als erste Gemeinde der Schweiz gab es in St. Moritz elektrisches Licht. Dies war im Jahr 1878. Außerdem stand hier schon im Jahr 1935 der allererste Skilift überhaupt.
Das Logo der Gemeinde ist die Sonne, der Slogan ist wie schon erwähnt TOP of the World, das Wahrzeichen ist der schiefe Turm der abgebrochenen Mauritiuskirche. Heute verdankt St. Moritz seinen Weltruf aber auch seinen ausgezeichneten Sportanlagen. Fand doch schon im Jahr 1889 das erste Golfturnier der Alpen hier statt. Seit 1967 gibt es ein Höhentrainingszentrum für Athleten. Außerdem ist St. Moritz dem Bobfahren und dem Skeleton verbunden. Heute gibt es 5700 Betten in
40 Hotels, dazu kommen 7500 Betten in Ferienwohnungen. Bei den Hotels handelt es sich hauptsächlich, wie man schon fast erahnen kann, um 4- oder 5- Sterne Hotels.
Freizeit und Ausflüge
Sehen und gesehen werden, aber auch ganz schön sportlich
Man

sollte bei all den Superlativen die St. Moritz betreffen nicht vergessen, dass es sich um einen Winterskiort handelt, der auch schon Olympiaaustragungsort war. Anders als in vielen Skigebieten gibt es hier mehrere Skigebiete, die zur Auwahl stehen und völlig unabhängig voneinander sind. Eines der beiden großen Gebiete, ist das
Gebiet St. Moritz - Corviglia - Marguns. Hier geht es sowohl von St. Moritz Bad, als auch von St. Moritz Dorf in das Skigebiet, wo fast 100 Pistenkilometer und 14 Bergrestaurants auf Besucher warten. Das andere Gebiet, der
Corvatsch-Furtschella, ist von Silvaplana aus erreichbar.
Wer

gerne lecker essen gehen möchte, kann dies in den 3 Restaurants der
Chesa Veglia, vis-à-vis des Badrutt's Palace tun. Hier gibt es von Pizzen bis zur feinen französischen Küche alles was das Herz begehrt. 2 Bars runden das Angebot ab. Doch ein wenig Vorsicht ist geboten, teilweise kommt nur herein, wer auf der Gästeliste steht oder einen bekannten Namen hat. Das gilt vor allen Dingen für den Club Privé, der ebenfalls in der Chesa Veglia beheimatet ist. Dieser ist so exklusiv, dass nur ernannte Mitglieder Zutritt haben. Wer nach dem Essen ein paar Kalorien verbrauchen möchte oder es nicht in den Club Privé geschafft hat, kann dies im King's Club tun. Dazu muss er gegenüber zum
Badrutt's Palace gehen und in die orientalisch gestaltete Diskothek eintreten.
Was wäre St. Moritz ohne Shopping? Nicht vorzustellen! Wenn man an St. Moritz denkt, denkt man automatisch an
Bogner und die dazugehörige
Fire and Ice-Kollektion, die nicht zuletzt durch den Kinofilm

von Bogner, der allerdings in Aspen spielte, weltbekannt wurde. Wer es etwas günstiger mag, kann bei
Chiemsee sein Geld in Sportkleidung umtauschen. Wie auch in Los Angeles findet man hier den
Rodeo Drive. Auf engem Raum tummeln sich die Firmen Bogner Sports, Dolce & Gabbana, Gianni Versace, Les Ambassadeurs, Gucci, Jil Sander, La Serlas, Loro Piana, Cartier Joailliers, Chopard, Prada, Giorgio Armani, JetSet, Bulgari, Bucherer, Etienne Aigner, Bernies, Ermenegildo Zegna und viele mehr. Geöffnet sind die Geschäfte meist von 9.30 bis 12.30 und von 14.30 bis 18.30 Uhr. In der Zwischensaison - Monat Mai haben die meisten Läden aber geschlossen. Wer sein Geld aber statt beim
Shopping lieber im Casino ausgibt, sollte das
Casino von St. Moritz aufsuchen, welches sich im
Kempinski Grand Hôtel des Bains befindet.
Man

mag von High-Society-Veranstaltungen halten was man will, aber um
White Turf kommt man nicht umhin. Jährlich an 3 Tagen sonntags, wenn der See zugefroren ist, finden sich nicht nur Damen mit exklusiven Hüten auf dem Eis ein, sondern auch Jockeys, Pferde und sogar ein Schnee-Südseestrand, der eigens für das Event aufgebaut wird. In 6 Disziplinen wird gestartet, so gibt es z.B. das Flachrennen, aber auch Promis wagen sich aufs Eis, wenn die Kategorie Skijöhring heißt. Das Rennen hat zahlreiche Sponsoren, Freunde und Gönner und auf der Website können alle News zum White Turf eingesehen werden.
Höher,

besser, ausgefallener - so lautet auch das Motto der Sportarten in St. Moritz. Wer klettern möchte, Bergsteigen, Heli-Skiing, Canyoning oder ein Dinner auf einer Berghütte buchen möchte, ist bei der
St. Moritz-Experience richtig. Aber noch was ist möglich, nämlich ein gutes Bild abzugeben, denn The St. Moritz Experience ist spezialisiert auf Film- und Fotoaufnahmen in "extremen Lagen", Luftaufnahmen und Locations in allen Höhen. Aber auch ein Multi-Sport-Tag erleben ist möglich - einen ganzen Tag Action und Fun im Raum Engadin! Klettern, Abseilen, Flying Fox, Rap Jump, Hydrospeed, Tube, Segeln und vieles mehr.
Webtipp
Die
offizielle Seite von St. Moritz beherbergt alle Informationen, die man benötigt. Sei es für Events, zum Ski fahren, fürs Shopping, aber auch geschichtliche Fakts. Das Tourist Board hat uns für diesen Reiseführer freundlicherweise die Bilder zur Verfügung gestellt.
Hotels und Unterkünfte
Nobel geht die Welt zugrunde... und wenn sie das mal tun sollte, möchte man in einem der
besten Ferien- oder Urlaubshotels von St. Moritz sein. Aufgrund des harten Konkurrenzkampfs kann es sich kein Domizil erlauben, seine Superlative nicht ständig zu erweitern oder zu verbessern.
Ein

Hotel steht für St. Moritz und auch an seiner architektonischen Erscheinung kommt man nicht vorbei. Gemeint ist natürlich das
Badrutt's Palace. Auch wer nicht wie Gunter Sachs den gesamten Turm des Hotels in Beschlag nehmen kann, darf doch mal durch die Drehtüren ins Innere schnuppern. Ein lustiges Andenken aus dem Traditionshaus, sind Schlüsselanhänger der Suiten. So kann man zumindest den Daheimgebliebenen ein wenig die Nase lang ziehen. Die Grand-Deluxe-Zimmer im Hotel haben übrigens alle garantierten Seeblick und sind für eine Nacht durchaus bezahlbar.
Ebenfalls

durch seine Architektur beeindruckend ist das
Suvretta House. Es bietet eine absolut ruhige Lage und durch seine erhöhte Position einen freien Blick auf die Berge. Zwei Restaurants und zwei Bars verwöhnen die Gäste, zudem bieten auch die Zimmer jeden erdenklichen Komfort. Wer relaxen möchte, sei es vom Ski fahren, vom Shoppen oder von den Events in St. Moritz, findet in der großen Wellnesslandschaft sicher eine Ecke zum Verweilen und Entspannen. Aber auch Geschäftsleute sind herzlich Willkommen. Per
Webcam kann man sich einen Überblick auf das aktuelle Wettergeschehen rund um das Suvretta House machen und hat darüber hinaus einen Ausblick auf das Oberengadin. Als einziges Hotel der Welt beherbergt das Hotel übrigens einen Curling Guest Club. So kann man auch ein Suvretta Curling Package buchen, in dem 6. Tage Unterricht in Theorie und Praxis enthalten sind.
Nicht

umhin kommt man auch in einem Atemzug mit St. Moritz das
Carlton zu nennen. Das Hotel bietet individuelle und freundliche Gastlichkeit in ungestörter Ruhe. Auch von außen wirkt das Gebäude sehr imposant und auch im Inneren gibt es in der Küche abwechslungsreiche Kreationen. Das Foyer des Hotels zählt übrigens zu den schönsten Hotelsfoyers der Welt, hier sollte man also den Fotoapparat nicht vergessen. Fast genau so prachtvoll ist auch der Bankettsaal und die Zimmer sind sehr komfortabel und bieten fast allesamt dank der besonderen Lage des Hotels, eine tolle Aussicht.
Wer nicht den passenden Geldbeutel für St. Moritz hat, braucht auf den Ort aber nicht zu verzichten, denn der kann nach
Silvaplana oder
Bivio ausweichen. Bivio liegt vorm Juliapass, für den teilweise Schneekettenpflicht besteht und besitzt ein kleines, aber feines Skigebiet. Das Dorf ist noch sehr ursprünglich. In Silvaplana sitzt man direkt am Corvetsch-Skigebiet, dass man allerdings von St. Moritz auch sehr gut und per Skibus oder Auto erreicht. Moderate Preis in St. Moritz selbst bieten das
Arte-Hotel, das
Hotel Sonne und das
Hotel Stille.