Bewertung von Thueringerin im Detail
Thueringerin(53)
Eckolstädt, Deutschland91%
Auf gehts!!!!
Wer mit mir die 4. Etappe unserer Neuseelandrundreise gemeinsam erleben will, der sollte sich ein paar Minuten Zeit nehmen. Jede Station hatte ihre eigenen Reize und während ich die Berichte schreibe, kommt es mir vor, als erlebe ich alles noch einmal. Das Traumland der Kiwis bietet alles....dieses Mal den Tongariro Nationalpark.
4. Etappe
Nach den Schwefelabenteuern in Rotorua und den gigantischen Schlammlöchern, Geysiren und Thermalseen fuhren wir weiter in Richtung Süden. Unser nächstes Ziel war der Ort Okahune südlich des Tongariro Nationalparks. Wie immer nutzten wir auf der Anfahrt zum nächsten Ziel alle Möglichkeiten uns im Land umzusehen.
Lake Taupo
Neuseeland liegt nicht nur an der See sondern auch an den Seen. Wahnsinn, welch herrliche Seenlandschaften wir fanden.
Am Lake Taupo liegt die ca. 20000 Einwohner zählende Stadt mit dem gleichen Namen. Auch hier spielt der Tourismus eine ganz wichtige Rolle. Ebenfalls Forstwirtschaft und die Nutzung der natürlichen Geothermik rangieren weit vorn.
Taupo ist heute ein beliebter Ferienort, besonders wegen seiner zahlreichen Thermalbäder.
Geothermisches Kraftwerk
Das Gebiet von Waikakei ist für Besucher, die sich für die Gewinnung von Energie aus Dampf interessieren, sehr bedeutsam. Das "natürliche Heizkraftwerk" ist zu besichtigen. Kraftwerksturbinen werden durch den Dampf angetrieben.
Man wird in einer Beobachtungsstation mit der Wirkweise des Kraftwerks und Neuseelands vulkanischer Vergangenheit bekannt gemacht.
Aratiatia Dam
Wir fuhren über eine Brücke, auf der sich bereits zahlreiche Schaulustige versammelt hatten. Da, wo sich Leute versammeln, das lernten wir sehr schnell, gibt es immer etwas tolles zu sehen. Neugierig wie wie waren, parkten wir unser Auto und begaben uns auch zu dieser Brücke.
Riesige schleusenähnliche Tore waren auf der einen Seite, auf der anderen Seite sah man ein altes Flussbett, welches fast trocken lag. Irgendwas musste passieren, deshalb blieben wir.
Es war kurz vor 14.30 ,als wie im plötzlich ein lauter Hupton ertönte. Das ganze wiederholte sich noch 2 mal, wie im Theater, wenn alle wieder ihre Plätze einnehmen sollen.
Genau 14.30 Uhr öffneten sich die mächtigen Tore und langsam füllte sich das alte Flussbett mit Wasser. Immer schneller rauschte das Wasser. In wenigen Minuten füllte sich das Bett und das Wasser stieg ca. um 5-6 Meter.
Die Tore werden erst um 16 Uhr wieder geschlossen.
Die gleiche Prozedur verläuft zwischen 10 Uhr und 11.30 Uhr.
So nimmt sich das Kraftwerh sein Wasser und der Zuschauer bekommt ein eindrucksvolles Schauspiel geliefert.
Unser 4. Quartier
Es befand sich in der Ortschaft Okahune, welche am Südwestrand des Tongariro Nationalparks befindet.
Eine riesige Möhre am Ortseingang weist darauf hin, dass nach der Waldrodung ein Gemüseanbau, der sehr ertragreich war, möglich wurde.
Das kleine Örtchen beherbergt ca. 1500 Einwohner und ist ein ganzjährig belebter Urlaubsort, auch wegen der angrenzenden Skigebiete.
Unsere Zimmer befanden sich im oberen Teil einer luxuriös ausgebauten Scheune, vom Schlafzimmer konnten wir direkt auf den Mount Ruapehu schauen. Leider verhüllte er seine Spitze ständig in den Wolken.
Von Okahune, wo wir nur 1 Nacht verbrachten, fuhren wir die Okahune Mountain Road entlang, die landschaftlich sehr reizvoll ist.. Wasserfälle, das Turoa Skigebiet am Westhang des Ruapehu........dort endet die Straße und man kann von dortaus Wanderungen machen. Aber wir wollten (mussten) weiter......
Im Tongariro National Park
Dieser Park gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Bizarre Felsen , die fast einer Mondlandschaft ähneln wechseln sich mit Grasflächen ab und gehen dann in Regenwald über.
Die bekannteste und sicher auch schönste Wanderung ist der Tongariro Crossing, der ca. 9 Stunden dauert. Dazu war für uns keine Zeit, mussten wir am Abend bereits im nächsten Quartier sein. Aber wir wollten ja wandern. Deshalb wählten wir einen Rundweg, der zu den Taranaki Wasserfällen führen sollte. Für den Hinweg gingen wir den oberen Weg, und nach ungefähr einer Stunde Wanderns auf diesem Taranaki Falls Track kamen wir bei dem gleichnamigen Wasserfall an. Einfach herrlich.....als wenn der Himmel gewusst hätte, dass 2 Engel unterwegs waren g, zeigte er sich nur von seiner himmelblauen Seite. Es war einen Tag vor Heiligabend und wir genossen unseren Ausflug. Am Wasserfall machten wir Picknick, bevor wir den unteren Wanderweg in ca. einer weiteren Stunde zurückgingen. Unsere Wahl war die bessere, denn der untere Weg war für uns, von oben kommend wesentlich einfacher zu laufen.
Vulkanismus
Zwischen dem Nationalpark und Rotorua liegt eine der aktivsten vulkanischen Zonen der Erde. Das verdankt das Gebiet einer Bruchkante in der Erdkruste.
Der Ruapehu- Kratersee erwärmt sich immer wieder, das ist ein Zeichen für die ständige Tätigkeit des Vulkans. Alle paar Jahre brodelt es und der Ruapehu wird aktiv, das letzte Mal 1995, aber dieser Ausbruch verlief glimpflich, behinderte nur den Verkehr und die Menschen bestaunten dieses Schauspiel.
Unsere Vermieter wussten, dass aber nicht alle Ausbrüche so schön und ungefährlich abliefen.
Und wieder ging es off-road weiter
.....denn Umfulana wies uns einen reizvollen Umweg in unserer Reisebeschreibung aus. Logisch, dass mein Mann den wieder nehmen musste. Was habe ich auf der Strecke geflucht, denn wir mussten "nur" 70 km auf Schotterpiste fahren. Aber wir fuhren ja am Whanganui-River entlang, toll. Manchmal wurde mir richtig Angst, wenn Gegenverkehr kam, was selten war, aber man kam kaum aneinander vorbei. Andauernd musste mein Mann anhalten, um diesen "herrlichen, breiten Fluss" zu filmen. Ich wollte weiter........aber zu allem Unglück fiel auch noch irgendetwas auf unsere Windschutzscheibe....es gab einen riesen Schlag, da wir aber keinerlei Sprung in der Scheibe sahen, hielt mein Mann auf mein Anraten nach ca. 2 km an, untersuchte das Dach, alles war okay, ich frage mich bis heute, was das braune Etwas war, was da auf uns krachte. Ein Dreckklumpen, ein Tier ? Egal, es war nichts passiert, aber ich hasste diesen Weg. Aber mein Mann befand, dass es sich um eine außerordentlich erlebnisreiche Strecke gehandelt hatte.
Es war wirklich wild-romantisch.......(ha ha)
Tongariro Nationalpark10
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Muss man gesehen haben
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Budget-Freundlichkeit
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Erholungswert
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Einzigartigkeit