Wien ist eine faszinierende Melange aus Tradition und Moderne, die eine grosse Anziehungskraft auf Touristen ausübt. Die Attraktivität als Reiseziel unterstreichen auch die fast 9 Millionen Übernachtungen im Jahr 2005, wobei fast ein Viertel der Gäste aus Deutschland kamen. Obwohl es geographisch am Rande liegt, ist Wien das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Österreichs. Die Stadt hat ungefähr 1,6 Millionen Einwohner und ist gleichzeitig ein eigenständiges Bundesland der Alpenrepublik.
Land und Leute
Ein kurzer Blick in die Geschichte
Das Gebiet des heutigen Wien ist bereits seit ca. 4000 Jahren besiedelt. Um 50 n. Chr. gründeten die Römer ein Militärlager, dass sie Vindobona nannten und das bald auch eine zivile Stadtgründung nach sich zog.

Das erste Mal unter seinem heutigen Namen wird Wien im Jahre 882 erwähnt. Der Aufschwung der Stadt beginnt als die österreichischen Herzöge im Jahr 1155 ihre Residenz von Klosterneuburg nach Wien verlegen. Im Mittelalter ist Wien auch ein wichtiger Handelsplatz und 1365 wird hier die zweite Universität im deutschen Sprachraum gegründet. In den Jahren 1529 und 1683 wird die Stadt zweimal von türkischen Heeren belagert, kann aber die Angriffe beide Male durch Hilfe von aussen zurückschlagen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich Wien, als Hauptstadt der Österreich-Ungarischen Monarchie zu einer modernen Metropole. Im Jahr 1857 werden die überflüssig gewordenen Befestigungsanlagen entfernt und in den folgenden Jahren die Ringstrasse sowie der Gürtel angelegt. Mit diesen Baumassnahmen erhielt Wien im Prinzip sein heutiges Stadtbild. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Sturz der Monarchie wurde Wien Hauptstadt der österreichischen Republik.
Wien heute
Die Stadtfläche von 415 km² teilt sich in 23 nummerierte Stadtbezirke auf. Die Zählung beginnt in der Innenstadt, wobei der 1.Bezirk der Altstadt entspricht. Die flächenmäßig grossen Aussenbezirke tragen die höchsten Nummern. Man kann die Stadt grob in drei Gebiete unterteilen. Den Kern Wiens bildet die von Ringstrasse und Donaukanalkai begrenzte Altstadt mit dem Stephansdom als Wahrzeichen und Mittelpunkt. Die Zone zwischen der Ringstrasse und dem Gürtel wird von Wohnvierteln mit alter Bausubstanz geprägt. Die Bezirke jenseits des Gürtels und links der Donau bestehen vor allem aus moderneren Wohnvierteln und Gewerbegebieten.
In

den letzten 15 Jahren sind ausserhalb der eigentlichen City viele moderne Büro- und Geschäftshochhäuser errichtet worden. Sie beginnen zunehmend die Skyline der Stadt zu bestimmen. Eine kleine Stadt für sich ist die, auf einer Insel zwischen alter und neuer Donau gelegene, UNO-City. Sie entstand seit 1979 als Wien, neben New York und Genf, dritter Hauptsitz der Vereinten Nationen wurde. Eine Besonderheit für eine Stadt dieser Grössenordnung sind die ausgedehnten Weinanbaugebiete innerhalb der Stadtgrenze. Sie befinden sich im Norden Wiens an den Hängen des Wienerwaldes. Dort findet man auch noch kleine Vororte mit relativ intakten Dorfkernen.
Die österreichische Hauptstadt ist schon immer eine internationale Stadt gewesen. Der Ausländeranteil liegt heute bei 18% der Bevölkerung. Wien war jahrhundertelang Hauptstadt des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn. Der Zustrom von Menschen aus allen Teilen der Monarchie hat den Lebensstil und die Eigenarten der Wiener deutlich geprägt. Viele Einheimische tragen auch heute noch Namen, die ihre böhmische, ungarische, kroatische oder slowakische Herkunft verraten. Die Öffnung des eisernen Vorhangs 1990 zog erneut viele Osteuropäer und Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Stadt. Wien ist mittlerweile auch der Sitz bedeutender internationaler Organisationen. Die bekanntesten unter Ihnen sind die Internationale Atomenergiebehörde, die OPEC, die OSZE und diverse UN-Unterorganisationen.
Die offene, internationale Atmosphäre der Stadt hat wesentlich dazu beigetragen, dass Wien zu einer Kulturstadt aller ersten Ranges wurde. Heute gibt es in der Stadt mehrere Opernhäuser, 100 Theater und etwa 150 Museen.

Insbesondere im Bereich der Musik nimmt Wien eine wohl weltweit einzigartige Stellung ein und das liegt nicht nur daran, dass von hier aus der Walzer seinen Siegeszug um die Welt antrat. In kaum einer Stadt haben so viele berühmte Musiker und Komponisten gewirkt: Haydn, Mozart, Beethoven, Mahler und natürlich die Strauss-Dynastie sind nur die bekanntesten unter Ihnen. Auch heute noch gehen die Wiener gerne ins Theater oder in die Oper. Dementsprechend gibt es, über die ganze Stadt verteilt, eine grosse Auswahl an Häusern. Die bekanntesten Musiktheater sind die
Staatsoper und die
Volksoper. Bei den Sprechtheatern sind vor allem das
Burgtheater und das
Theater in der Josefstadt zu nennen.
Sehenswürdigkeiten
Die meisten bedeutenden Sehenswürdigkeiten Wiens befinden sich in der Innenstadt und an der Ringstrasse, so dass der Besucher nicht erst viel umherfahren muss, wenn er sich einen Überblick über die Stadt verschaffen will. Das meiste ist bequem zu Fuss zu schaffen.
Die Altstadt
Das

Zentrum der Altstadt bestimmt unübersehbar der
Stephansdom. Der Steffl, wie ihn die Einheimischen oft liebevoll nennen, ist das Wahrzeichen Wiens. Mit dem Bau des imposanten gotischen Bauwerks wurde im 12. Jahrhundert begonnen. Das Äussere des Sakralbaus wird vom, mit verschiedenfarbigen Ziegeln dekorierten, steilen Dach des Langschiffes geprägt. Durch das reich verzierte Riesentor betritt der Besucher den weihevollen Innenraum. Dort fallen vor allem der Wiener Neustädter Altar und die Kanzel ins Auge. Wer eine gute Kondition hat kann die rund 350 Stufen zum 137 Meter hohen Südturm emporsteigen. Von dort oben hat man eine hervorragende Aussicht auf die Innenstadt.
Nicht weit vom Stephansplatz entfernt befindet sich die
Peterskirche. Sie ist St. Peter in Rom nachempfunden und gilt als schönste Barockkirche Wiens. Im 18. Jahrhundert errichtet, beeindrucken im Inneren der Kirche besonders das Kuppelfresko und die Kanzel.
Über Graben und Kohlmarkt gelangt man dann zum zweiten Höhepunkt der Altstadt: der
Hofburg.

Vom Kohlmarkt aus ist die grüne Kuppel des Michaelertraktes kaum zu verfehlen. Die Hofburg ist eine ca. 250.000 m² grosse Stadt in der Stadt und besteht aus unzähligen Gebäuden, Innenhöfen und Räumen. Man nennt sie auch oft das Labyrinth der Habsburger. Denn von hier aus regierte das Herrscherhaus sechs Jahrhunderte lang Österreich. Zu den wichtigsten Ausstellungen innerhalb der Hofburg zählen die Kaiserappartements und die weltliche und geistliche Schatzkammer. Hier sind, hinter dicken Stahltüren, die Reichskleinodien und Krönungsinsignien des Heiligen Römischen Reiches ausgestellt. Daneben gibt es noch viele andere wertvolle Schmuckstücke und Prunkgewänder zu bewundern. An die Hofburg angeschlossen ist auch die spanische Hofreitschule und das
Lippizanermuseum. Im Museum wird anschaulich über die Dressurarbeit und die Geschichte der Reitschule informiert. Die monumentale Neue Hofburg, deren Innenausbau erst nach dem Ende der Monarchie vollendet wurde, beschliesst die Anlage zur Ringstrasse hin.
Entlang der Ringstrasse
An der Wiener Ringstrasse entstand im 19. Jahrhundert ein Gebäudensemble, dass in dieser Form wohl weltweit einmalig sein dürfte. Der ca. 60 Meter breite Prachtboulevard umschliesst halbkreisförmig die Altstadt. Bis vor 150 Jahren befanden sich dort die Befestigungsanlagen der Stadt. Nach ihrer Schleifung entstanden innerhalb weniger Jahrzehnte zahlreiche repräsentative Bauten. Einen Spaziergang über die Ringstrasse beginnt man am bestem am neugotischen Rathaus.
Genau gegenüber dem Rathaus befindet sich das
Burgtheater oder kurz 'Die Burg' wie die Wiener meistens sagen. Der Bau wurde 1874-1888 von Gottfried Semper errichtet und ist bis heute eines der bedeutendsten deutschsprachigen Theater. Für einen Schauspieler kommt ein Engagement an der Bühne praktisch einem Ritterschlag gleich.
Am Parlament vorbeigehend stösst man am Maria-Theresien-Platz auf die Zwillingsbauten des Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museums.

Die beiden imposanten Kuppelbauten wurden im Jahre 1891 vollendet. Ein Besuch im
Kunsthistorischen Museum gehört zum Pflichtprogramm eines Wienbesuchs. Schon allein die Gemäldesammlung, die viertgrösste der Welt, ist den Besuch wert. Höhepunkte sind die grosse Breughelsammlung, sowie die Werke von Rubens, Tizian, Tintoretto, Velazquez und vielen anderen. Von der Bedeutung der Exponate steht das
Naturhistorische Museum dagegen etwas zurück. Aber das für ein naturwissenschaftliches Museum aussergewöhnliche Ambiente und die nostalgische Art der Präsentation lohnen ebenfalls einen Abstecher.
Ein paar hundert Meter weiter wartet der nächste Höhepunkt der Ringstrasse, das Gebäude der
Staatsoper. Sie wurde im Jahr 1869 als erstes Repräsentativgebäude an der Strasse fertiggestellt. Heute zählt sie zu den wichtigsten Opernhäusern weltweit und ist Heimat der Wiener Philharmoniker. Gespielt wird an rund 300 Tagen im Jahr und das gebotene Repertoire ist beeindruckend. Ausserdem findet hier, am letzten Donnerstag im Fasching, der Opernball statt. Er ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse der Stadt.
Direkt hinter der Oper befindet sich die
Albertina. Nach einer gründlichen Renovierung im Jahr 2003 wiedereröffnet, beherbergt sie eine der umfassendsten grafischen Sammlungen Europas. Dazu zählen vor allem Werke von Dürer, Michelangelo, Rembrandt, Klimt und Schiele. Auf der anderen Seite der Ringstrasse befindet sich ein weiteres interessantes Kunstmuseum: die
Secession. Es ist nach einer Künstlervereinigung benannt, die sich im Jahre 1897 zusammenschloss, um gegen den etablierten Kunstbetrieb der damaligen Zeit zu rebellieren. Heute gilt das Gebäude als der bedeutendste Jugendstilbau Wiens. Besonders auffällig ist der Ball aus goldenen Lorbeerblättern auf dem Dach über dem Eingang des Museums.
Überquert man, von der Secession aus, den hässlichen und lauten Karlsplatz, fällt der Blick schon bald auf den pompösen Bau der
Karlskirche. Sie wurde im Jahre 1739 fertiggestellt. Auffällig sind vor allem die beiden, ca. 35 Meter hohen, Säulen neben dem Eingang der Kirche. Sie sind mit Reliefbändern verziert. Im Inneren des Bauwerks dominiert barocke Üppigkeit, die ihren Höhepunkt in einem Fresko in der 72 Meter hohen Kuppel findet.
Die Wiener Schlösser
Wien war jahrhundertelang Residenzstadt einer europäischen Grossmacht, die ihre Macht auch durch zahlreiche repräsentative Schlösser nach aussen demonstrieren wollte.
Dabei denken die meisten Touristen natürlich in erster Linie an
Schloss Schönbrunn.

Das Barockschloss entstand zwischen 1696 und 1730 nach dem Vorbild von Schloss Versailles bei Paris. Einige der prächtig ausgestatteten Schauräume im ersten Stock können besichtigt werden. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang im 2 km² grossen Park hinter dem Schloss. Von der
Gloriette, einem klassizistischen Säulengang auf einem Hügel am Ende des Parks, hat man einen schönen Blick über die ganze Anlage und einen Grossteil der Stadt. Am Rande des Parks befindet sich der
Tierpark Schönbrunn. Er ist einer der ältesten Zoos der Welt. Die barocken Anlagen sind behutsam modernisiert worden und lohnen auf jeden Fall einen Besuch. Wer es mehr botanisch mag, findet im benachbarten
Palmenhaus Orchideen und andere exotische Pflanzen.
Die

zweite bedeutende Schlossanlage innerhalb der Stadtgrenzen ist das
Belvedere. Genauer gesagt handelt es sich eigentlich um zwei Schlösser. Sie werden das obere und das untere Belvedere genannt. Verbunden sind die beiden Gebäude durch eine sehr schöne, terrassenförmig angelegte Parkanlage. Das Schloss wurde in den Jahren 1714-1723 als Sommerpalais für den Prinzen Eugen erbaut. Insbesondere das, für repräsentative Anlässe geplante, obere Belvedere ist eine Meisterleistung barocker Architektur. Für die Österreicher besitzt es besondere Bedeutung, da hier im Jahr 1955 der Staatsvertrag unterzeichnet wurde, der Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder seine staatliche Unabhängigkeit zurückgab. Heute ist hier eine Sammlung österreichischer Malerei untergebracht.
Was es sonst noch zu sehen gibt
Im dritten Wiener Bezirk, an der Ecke Löwengasse/Kegelgasse, steht das wohl aussergewöhnlichste Beispiel für moderne Architektur in Wien. Es ist das sogenannte
Hundertwasserhaus. Benannt ist es nach dem Maler Friedensreich Hundertwasser, der massgeblich an der Errichtung des Hauses beteiligt war. Eigentlich ist es ein ganz normales Wohnhaus mit ungefähr 50 Wohnungen, deshalb kann es auch nur von aussen besichtigt werden. Aber durch die mutige und phantasievolle Form- und Farbgestaltung ragt es aus dem grauen Grossstadteinerlei heraus.
Die grüne Lunge Wiens ist der
Prater. Ursprünglich als Jagdrevier allein dem Adel vorbehalten, wurde das Gelände im Jahr 1766 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute findet der Erholungssuchende hier baumbestandene Alleen, Wiesen und Teiche vor. Am oberen Ende des Areals, nahe beim Praterstern befindet sich der sogenannte Wurstelprater. Er ist ein kleines, aber ziemlich lautes und schrilles Vergnügungsviertel mit Achterbahn, Autoscooter und Spielhallen. An seinem Eingang befindet auch das berühmte
Riesenrad.
Die Auseinandersetzung mit der menschlichen Vergänglichkeit hat in der Wiener Kunst und Literatur eine lange Tradition. Georg Kreislers Gedicht 'Der Tod, das muss ein Wiener sein' ist eine der bekanntesten Manifestationen hierfür.

Durch einen Besuch auf einem Friedhof der Stadt, kann man sich davon überzeugen, dass dies nicht nur ein Klischee ist. Für einen solchen Abstecher bietet sich vor allem der
Zentralfriedhof an, einer der grössten seiner Art weltweit. Der Name des 1874 angelegten Friedhofs ist allerdings etwas irreführend. Er befindet sich in der äussersten Südostecke Wiens, ist aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Auf dem Friedhof sind unzählige berühmte Persönlichkeiten begraben. Ihre Ehrengräber befinden sich in Eingangsnähe. Aber auch viele der normalen Gruften und Grabmäler lohnen einen Besuch. Etwas näher an der Innenstadt liegt der
Friedhof St. Marx. Er ist vor allem wegen des Mozartgrabes bekannt.
Essen und Trinken
Wiener Gastronomie
Die Wiener Küche fällt recht deftig und üppig aus. Die Gerichte stammen halt aus einer Zeit in der Kalorien unbekannt waren. Dabei stammt das meiste, was heute als typisch wienerisch gilt, gar nicht aus der Stadt. Auch hier wurde vieles von den Zuwanderern aus allen Teilen der k.u.k.-Monarchie mitgebracht. So kommt das bekannte Wiener Schnitzel aus Norditalien und die meisten Mehlspeisen haben ihren Ursprung in Böhmen.
Die grössten Schnitzel der Stadt gibt es angeblich im
Restaurant Figlmüller. Es befindet sich in einer schmalen Altstadtgasse und ist im Alt-Wiener Stil eingerichtet. Ein echtes Szenelokal ist der
Kuchldragoner in der Nähe des Schwedenplatzes. Es ist ein beliebter Treffpunkt der Wiener Prominenz. Einen modernen Gourmettreff bietet das
Mörwald im Luxushotel
Ambassador in der Kärntner Strasse. Wer es gerne etwas exotischer mag ist bei
Kim kocht genau richtig. Hier wird exzellente japanische Küche geboten. Allerdings sollte man unbedingt reservieren, da das Platzangebot sehr begrenzt ist.
Das Wiener Kaffeehaus - eine Institution mit viel Tradition
Wenn man in Wien über Essen und Trinken spricht, führt natürlich kein Weg an den Kaffeehäusern vorbei. Für viele Wiener ist das Kaffeehaus so eine Art erweitertes Wohnzimmer. Oder wie es der Feuilletonist Alfred Polgar formulierte: "Hier kommt man hin, wenn man allein sein will, aber dazu Gesellschaft braucht." Die meisten Kaffeehäuser sind den ganzen Tag über geöffnet. Die Speisekarten sind so gestaltet, dass für jede Mahlzeit des Tages ein entsprechendes Angebot vorhanden ist und man hier problemlos den gesamten Tag mit Zeitung lesen verbringen kann. Ein gutes Kaffeehaus kann man auch an der Zahl der angebotenen nationalen und internationalen Presseerzeugnisse erkennen.
Viele Kaffeehäuser haben sich über die Jahrzehnte ihre individuellen Eigenarten bewahrt. Das
Cafe Central in der Altstadt ist in einem eindrucksvollen, gewölbeartigen Saal mit vielen Säulen untergebracht.

Am Nachmittag gibt es oft dezente Klaviermusik. Einige Gassen weiter befindet sich das
Cafe Hawelka. Es ist ein, mittlerweile etwas angestaubtes, Literatencafe, in dem auch heute noch viele Künstler verkehren. Die, nach traditionellem Hausrezept hergestellten, Buchteln sind in Wien eine Legende. Sie werden allerdings erst ab 22.00 Uhr serviert. An der Ringstrasse, direkt neben dem Burgtheater, liegt das elegante
Cafe Landtmann. Es ist eine Institution unter den Wiener Kaffeehäusern und wird von vielen Politikern aus dem gegenüberliegenden Rathaus und den benachbarten Ministerien besucht. Bei schönem Wetter kann man auf der grossen Terrasse sitzen und das Treiben auf der Ringstrasse beobachten. Zentral hinter der Oper, und gleich neben dem
Hotel Sacher, liegt das
Cafe Mozart. Aufgrund seiner Lage ist es vor allem bei Touristen beliebt und eine gute Alternative für alle, die im Sacher keinen Platz mehr bekommen haben oder denen es dort zu teuer ist.
Shopping
Wer nach Wien kommt, sollte eine belastbare Kreditkarte besitzen und reichlich Platz im Koffer lassen. Elegante Boutiquen, moderne Einkaufszentren und quirlige Märkte sorgen für Shoppingvergnügen pur. Einzig die, im Vergleich zu den meisten anderen Ländern, ziemlich restriktiven Öffnungszeiten können die Freude am Einkaufsbummel etwas trüben. Selbst auf den Einkaufsmeilen der Innenstadt ist um 19.00 Uhr Feierabend. In den Fussgängerzonen der Altstadt um Kärntner Strasse und Graben findet man vor allem internationale Mode der gehobenen Kategorie, Juweliere und Designerläden. Etwas preiswerter geht es auf der Mariahilfer Strasse zu. Sie erstreckt sich von der Ringstrasse bis zum
Westbahnhof. Hier dominieren die Kaufhäuser der grossen Ketten.
Die modernen
Ringstrassengalerien, direkt neben der
Staatsoper, bieten auf drei Etagen einen bunten Mix aus trendigen Modeboutiquen, renommierten internationalen Markenläden und exklusiven Juwelieren. Dazu gibt es eine Auswahl an Cafes, Bars und Restaurants. Das
Kaufhaus Steffl auf der Kärntner Strasse ist, mit 15.000 m² Verkaufsfläche auf 9 Etagen, das grösste der Stadt.
Ein

Einkaufserlebnis der besonderen Art bietet der, an der Wienzeile gelegene,
Naschmarkt. Auch wenn man dort nichts kaufen oder essen möchte, lohnt sich auf jeden Fall einmal ein kleiner Bummel, um die Atmosphäre des Marktes zu erfahren. Am stadteinwärts gelegene Ende des Marktes haben sich kleine internationale Restaurants und Delikatessenläden etabliert. Hier wird von asiatischer Küche in vielen Variationen bis zu Fischgerichten fast alles geboten. Weiter stadtauswärts wandelt sich der Naschmarkt zu einem eher traditionellen Markt. An den dortigen Ständen gibt es Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürze und kleine Imbissbuden. Auch hier herrscht eine sehr internationale Atmosphäre.
Webtipps
Wer noch Tipps für einen Besuch in Wien sucht, findet
hier eine ganze Reihe von Links mit nützlichen Informationen.
Einen ersten guten Überblick bei der Besuchsvorbereitung gibt die
Wikitravel-Seite über Wien. Sie gibt Tipps, wie man in der Stadt am Besten mobil ist. Ausserdem kann man sich anhand von Kurzbeschreibungen über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kundig machen. Ausführliche Informationen gibt es auch zum Thema Ausgehen. Wie in vielen andere Metropolen ist man in Wien am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.
Hier findet der Besucher alles Wissenswerte zum sehr gut ausgebauten Nahverkehrsnetz der Stadt.
Daneben gibt es noch einige schöne private Seiten, auf denen Wientouristen ihre Erfahrungen weitergeben und Urlaubsbilder präsentieren. Auf der
Wien-Homepage von Karin und Alexander Pöschel gibt es nicht nur besonders umfangreiche Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten, sondern auch Buchtipps und eine sehenswerte Bildergalerie.
Unterkünfte
Bei den Unterkünften hat Wien eigentlich für jeden Geschmack und in jeder Preislage etwas zu bieten. Einen Gesamtüberblick über die Hotels in Wien können Sie sich
hier verschaffen.
Viele internationale Organisationen haben in der Stadt ihren Sitz. Ausserdem ist Wien eine Messestadt und es finden regelmässig internationale Kongresse statt. Dementsprechend gibt es natürlich eine ganze Reihe von Hotels, die speziell auf die
Bedürfnisse von Geschäftsreisenden eingerichtet sind.
Viele Besucher lockt die lebendige und vielfältige Opern- und Theaterszene der österreichischen Hauptstadt. Auch die zahlreichen Museen und klassischen Konzerte führen viele Menschen nach Wien. Wer in Sachen Kultur in die Stadt kommt, findet hier die am
besten bewerteten Hotels für Kulturfreunde.
Die Stadt Wien ist die Heimat von weltbekannten Luxushotels. Diese meist sehr traditionsreichen Häuser sind darauf eingerichtet auch Gäste mit allerhöchsten Ansprüchen zufrieden zu stellen. Einige der
bestbewerteten Luxushotels liegen in hervorragender Lage in der Innenstadt.
In die Kategorie dieser zentral gelegenen Luxushotels fällt das
Bristol. Traditionsreiche Vergangenheit verbindet sich hier mit zeitgemäßem Komfort. Im Hotel befindet sich auch das exquisite 4 Hauben Restaurant Korso, eines der besten Restaurants in ganz Österreich. Zudem liegen Wiens grosse Einkaufsstrassen und der Rest der Altstadt nur wenige Schritte entfernt.
Das

besonders für Familien geeignete Hotel
Am Stephansplatz überzeugt nicht nur durch seine zentrale Lage direkt vis á vis des
Stephansdoms. Die sehr ausgefallenen und individuell eingerichteten Zimmer bieten auch viele moderne Annehmlichkeiten. Daneben wartet das Haus auch noch mit einem stilvollen Restaurant auf. Alles in allem bietet es einen idealen Ausgangspunkt um die Stadt zu erkunden.
Wer das umfangreiche Kulturangebot Wiens nutzen möchte, findet im Hotel
Altstadt Vienna eine geeignete Unterkunft. Das
Theater in der Josefstadt ist praktisch um die Ecke, und zur
Staatsoper und dem Museumsquartier sind es auch nur wenige Minuten zu Fuss. Das Hotel ist in einem Patrizierhaus aus dem 18. Jahrhundert untergebracht und bietet komfortable Designzimmer mit einer Mischung aus alt-wienerischer und moderner Einrichtung. Eine Übernachtung im Altstadt Vienna ist nicht ganz billig, aber der gebotene Komfort und erstklassiger Service sind das Geld wert.
Wer

ein zentral gelegenes Geschäftsreise- und Tagungshotel sucht, sollte das
Intercontinental in die engere Wahl ziehen. Dieses internationale Luxushotel mit eigenem Konferenzzentrum liegt quasi im Herzen der Metropole. Es bietet vor allem moderne und voll ausgestattete Konferenzräume. Viele Zimmer haben einen schönen Blick über den Stadtpark. Der exklusive Wellnessbereich bietet den Gästen nach anstrengenden Konferenzen die Möglichkeit etwas zu entspannen. Abgerundet wird das Ganze durch ein äusserst vielseitiges gastronomisches Angebot. Es reicht vom Restaurant Mediterraneo über das Café Vienna bis zur Bar mit Livemusik.