Bewertung von elfenblume im Detail
elfenblume(55)
Deutschland99%
In wien stolpert man förmlich an jeder Häuserecke über ein weiteres interessantes Gebäude, trotzdem muss man irgendwann ein Päuschen einlegen. Schon an unserem ersten Abend in Wien hatten wir die gastlichen Tische mit den großen Sonnenschirmen gegenüber der Albertina entdeckt, hier wollten wir unbedingt einen Kaffe trinken und das Treiben rundherum betrachten.
Sonntag war herrliches Wetter und die Plätze unter den Schirmen bis zum letzten Platz gefüllt.Doch wir hatten Glück, denn einige Gäste erhoben sich und wollten aufbrechen, sodass wir einen Tisch ergattern konnten.
Die Kellner in ihren schwarzen Anzügen passten genau zu dem Bild, das man sich von einem traditionellen Kaffehaus macht. Bestimmt 25 Tische stehen hier draußen, da müssen die ganz schön rennen. Doch trotz der Hektik werden wir freundlich begrüßt und unsere Bestellung wird aufgenommen. Wir entscheiden uns für eine Sacher-Torte und einen Großen Braunen, wobei man bei über 5,- Euro für ein Stück torte einmal schlucken muss, aber das ist eben Wien.
Wir trösten uns damit, das wir einfach Aussicht und Atmosphäre mitbezahlen. Hier am Albertina-Platz tobt das Leben, wie man so schön sagt. Scharen von Touristen aus aller Herren Länder laufen hier vorbei, oft begleitet von einem kundigen Führer. Gleich gegenüber liegt das Museum Albertina auf deren in Nischen eingelassene Figuren wir von hier schauen können. Rechts daneben liegt ein Fiaker-Stand, von hier starten die Fuhrwerke mit den Touristen heute im Fünfminutentakt. Das schöne Wetter ist gut für das Geschäft.
Während wir uns das Treiben hier angeschaut haben, hat uns der Kellner unseren Kuchen und Kaffee gebracht. Die Torte ist gehaltvoll, aber lecker. Auch der Kaffee ist genau richtig, nicht zu laff und nicht zu stark. Während wir kauen beobachten wir weiter dieses belebte Eckchen. An der nächsten Hausecke befindet sich das Touristikbüro in das auch viele Menschen strömen und beladen mit Prospekten wieder herauskommen.
Ich beschließe, dass ich unbedingt noch einen Blick in das innere des Cafès werfen muss. Auch hier sieht es sehr gemütlich aus, dunkle, getäfelte Wände, mehrarmige Leuchter und dunkle Möbel, eigentlich genau so, wie man sich ein Wiener Kaffeehaus vorstellt.
Tradition
Immerhin gab es an dieser Stelle schon im Jahr 1794 ein Cafè, das sich damals im Bürgerspitalzinshaus befand. Ab 1840 hiess es dann Katzmayer nach seinem Besitzer und war beliebter Treffpunkt der Wiener Journalisten, Schauspieler und Literaten. Zwischen den Jahren 1873 und 83 wurde es im Zuge der Stadterneuerung abgerissen, trotzdem entsatnd hier ein neues Gebäude, diesmal mit einer Gaststätte namens Zum roten Igel. Seit 1929 heisst das Haus Cafè Mozart, das auch unter diesem Namen die Kriegswirren überstand.
Cafe Mozart8
Einzelbewertung
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Erreichbarkeit
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Atmosphäre
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Publikum
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Küche
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Service
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Am besten fährt man mit der U-Bahn bis Stephansplatz, von dort aus zu Fuß.
Der Service ist flink und aufmerksam. Trotz der vollbesetzten Tische wurde unser Erscheinen sofort registriert und unsere Bestellung schnell aufgenommen. Die Atmosphäre, gerade an einem sonnigen Tag, muss man einfach erlebt haben.