Burg und Schloss entstanden um das Jahr 1250 im Auftrag der Herren von Krumau (das Geschlecht der Wittigonen). 1302 war das Geschlecht der Wittigonen ausgestorben und die Burg kam für die nächsten drei Jahrhunderte in Händen des Geschlechts der Rosenberger. 1602 kaufte Kaiser Rudolf II. von Habsburg die Herrschaft über Krumau und wurde somit auch der neue Burgbesitzer. Später gelang die Burg dann in den Besitz von Kaiser Ferdinand II. von Habsburg, der die Anlage samt Ländereien dem Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg schenkte. Im Jahre 1719 waren auch die Eggenberger ausgestorben und das Fürstenhaus von Schwarzenberg wurden neue Herrscher über Krumau. Im Jahre 1947 wurde der Schwarzenberger Besitz einschließlich die Stadt Krumau in das tschechische Landesvermögen übertragen, und nach der Aufhebung der Landesordnung ging er im Jahre 1950 in den Besitz des Staates über. Im Jahre 1992 wurde der ganze historische Komplex, einschließlich der Stadtkern von Krumau, ins Verzeichnis der Denkmäler des Kultur- und Naturwelterbes der UNESCO aufgenommen. Im Barocktheater können im Rahmen einer Führung die Gebäude, der Zuschauerraum, der Orchesterraum, die Bühne, die Bühnentechnik, Kulissen, Libretti, Kostüme usw. besichtigt werden. Es finden ausserdem größere und kleinere Führungen statt, die sich einzelnen Abschnitten der Burg widmen: die Schlossinterieure mit Schlosskapelle, die Schwarzenbergische Porträtgalerie, das Schlosslapidarium, die Mantelbrücke, der Schlossgarten (Rollstuhlgerechter Zugang), der Turm, Der Wenzelskeller und der Bärengraben (wo seit 1707 Bären gehalten werden). Informationen über Führungen und Eintrittspreise kann man der Webseite des Schlosses entnehmen.