Das Junkerhaus ist fast so alt wie der 52-Einwohner-Ort Simonskall, der um 1608 entstand. Ein Schweizer Kaufmann baute hier im Gebiet “op der Callen” eine Glashütte, eine Seifensiederei und in deren Nähe ein Wohnhaus mit Wehranlagen. Diesem fügte er 1651 einen Gebäudeteil hinzu - der Teil, der heute das Junkerhaus ist. Im Laufe der Zeit wechselte das Gebäude mehrmals seine Bewohner, während die Glashütte und die Seifensiederei zu einer Eisenhütte wurden, die der neue Besitzer Simon Kremer auch Simon op de Callen genannt, der Namensgeber von Simonskall, betrieb. Als 1919 der Kunsthistoriker und Publizist Carl Oskar Jatho mit seiner Frau das Haus zwecks Gründung einer Landkommune mit einigen avantgardistischen Kölner Künstlern anmietete, wurde es zunächst zu einer Begegnungsstätte für Künstler und Intellektuelle. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem das Gebäude zum Großteil zerstört wurde, erwarb es 1958 der Lammersdorfer Industrielle Otto Junker, um es wieder aufzubauen. Seitdem wird es Junkerhaus genannt. Heute ist das denkmalgeschützte Junkerhaus als “Haus des Gastes” - eine Mischung aus Touristeninformationszentrum und Ausstellungsraum für Kunstausstellungen - informativer und kultureller Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste. Öffnungszeiten: Sonn- und feiertags von 12.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs und samstags von 15.00 bis 18.00 Uhr. Im Winter nur sonntags geöffnet.