Der Naturpark Hohes Venn Eifel wurde 1960 gegründet. Er ist 2700 qkm groß und liegt in den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie der belgischen Provinz Lüttich. Zum Naturpark gehören die Rureifel, die Hocheifel, die Kalkeifel, das Ourtal, das Vennvorland und das Hohe Venn. Die Rureifel wird von Wäldern und Talsperren geprägt. In der Hocheifel bilden die Bachtäler von Our und Prüm Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Dazu gehören bedrohte Fischarten wie die Bachforelle und Schmerle und seltene Pflanzen wie Arnika, Fieberklee und die Moorlilie. In der Kalkeifel gehören die Sötenicher, die Blankenheimer und die Prümer Kalkmulde zu den bekannten Gebieten. Auch geschützte Bachauen und Talwiesen mit seltenen Kalksumpfgebieten, wie im Genfbachtal, sind in der Kalkeifel zu finden. Das Ourtal wird von Viehweiden und Wäldern geprägt. Hier sind seltene Pflanzen wie der Bärwurz und die Schwarze Flockenblume zu sehen. Zu den Schmetterlingsarten, die dort leben, gehören der blaue Eichenzipfelfalter und der Pflaumenzipfelfalter. Auch seltene Vogelarten wie der Rauhfußkauz, der Eisvogel und die Gebirgsstelze sinld dort beheimatet. Das Vennvorland besteht aus sanften Hügeln und Grünflächen. Hier hat die Vieh- und Milchwirtschaft eine lange Tradition. Das Hohe Venn ist eine Hochmoor- und Heidelandschaft, die am Ende der letzten Eiszeit vor 7500 Jahren entstand. Im gesamten Park befinden sich 15 Seen und Talsperren, die meisten davon mit Erholungsmöglichkeiten und touristischer Infrastruktur. Es gibt eine Reihe von Naturzentren mit verschiedenen Angeboten wie Ausstellungen und Führungen. Informationen dazu findet man auf der Homepage des Naturparks.