Der erst 2002 gegründete Nationalpark der Quirimbas Inseln umfasst eine über 110 km lange, sich an der Küsten entlang ausdehnende Inselgruppe aus 31 einzelnen Inseln. Hinzu gehört ein großer, daran angrenzender Teil des Festlandes. Die meisten Inseln bestehen lediglich aus Mangrovengürteln und weißen Sandstränden. Fast alle sind unbewohnt, lediglich auf der Hauptinsel Ilha Ibo und ein paar wenigen weiteren Inseln leben etwa 8000 Insulaner. Etwa ein Drittel der Eilande sind reine Koralleninseln. Auf Grund der Tatsache, dass sich der Archipel hervorragend zum Tauchen eignet, sind in den letzten Jahren einige Luxusresorts auf den Inseln entstanden, ähnlich wie auf den Malediven oder Seychellen. Früher waren die Inseln hauptsächlich arabische Handelsplätze und erlebten während der Zeit des Sklavenhandelns auch ein dunkles Kapitel in ihrer Geschichte. Unter Wasser zeigen sich bei den Tauchgängen zahlreiche Seekühe, Meeresschildkröten, Wale, Haie und Delphine. Die weltbekannte St. Lazarus Korallenbank liegt unmittelbar vor dem Archipel und kann von allen Inseln aus erreicht werden. Der Park schützt insgesamt 1500 Quadratkilometer Marinepark und 6000 Quadratkilometer Landfläche. Seit 2003 ist das Archipel Weltnaturerbe.