Die Burg Lahneck liegt im Unesco Welterbe “oberes Mittelrheintal” am Zusammenfluss von Lahn und Rhein. Auf einem nach drei Seiten abfallenden Felsen wurde sie um 1240 von dem Mainzer Erzbischof erbaut. Sie wurde nicht als Zollburg konzipiert, sondern diente dem Schutz der erzbischöflichen Besitztümer und des nahegelegenen Silberbergwerkes. Die heute noch bestehende Kapelle wurde 1332 angebaut. Mit dem Übergang an das Geschlecht derer von Isenburg im Jahre 1464 wurden ein weiterer Ausbau und eine Vergrößerung in Angriff genommen. Eine fast vollständige Zerstörung von Lahneck erfolgte in den Jahren 1632/1633. Der Engländer Morartty begann 1854 mit dem Wiederaufbau der Burg, der allerdings erst 1860 - nach verschiedenen Besitzerwechseln - vollendet werden konnte. Die letzte grundlegende Renovierung erfolgte im Jahr 1937. 1851 ereignete sich hier in der damaligen Ruine ein tragischer Unfall. Die 17-jährige Engländerin Idilia Dubb kam zum Malen auf die Burg, deren Treppe unter ihr einstürzte. Sie konnte sich retten und wartete tagelang vergeblich auf dem Bergfried um Hilfe. Erst einige Jahre später, während der Bauarbeiten des neuen Eigentümers, wurden ihre Gebeine und letzten Aufzeichnungen entdeckt. Die Burg Lahneck liegt am Rheinischen Sagenweg. Heute sind in der Burg ein Restaurant und in dem weitläufigen Gelände ein Campingplatz beheimatet. In den Monaten April bis November kann die Burg Lahnstein besichtigt werden. Täglich finden dann von 10.00 - 17.00 Uhr zu jeder vollen Stunde Führungen statt.