Die gotische Marienkapelle findet man zwischen dem Würzburger Marktplatz und dem Marienplatz. Der Kirchenbau wurde von 1377 an auf den Überresten einer jüdischen Synagoge errichtet, was annähernd 100 Jahre dauerte. Dass sie noch den Namen Kapelle trägt, liegt daran, dass die Kirche bisher noch keine Pfarrei verliehen bekam. Nachdem die Marienkapelle bei der Bombardierung Würzburgs vollständig ausgebrannt war, wurde sie restauriert und im Innenraum modern ausgestaltet. Sie beherbergt einige Kunstwerke, darunter die Kopien der Figuren von Adam und Eva am Marktportal von Tilman Riemenschneider (1498), deren Originale im Mainfränkischen Museum besichtigt werden können, das Grabmal des Ritters Konrad von Schaumberg im Innenraum (ebenfalls von Tilman Riemenschneider) sowie zahlreiche Grabmäler fränkischer Ritter und Würzburger Bürger. Öffnungszeiten: täglich 9 - 18 Uhr